Zum Start in die Restrückrunde empfing der FC Tegernheim den FC Bad Kötzting. In einer kampfbetonten Partie zeigten die Hausherren trotz eines 0:2-Rückstandes große Moral und ergatterten durch zwei Elfmeter von Thomas Schweiger in der Schlussphase noch einen Zähler, der im Kampf um den Klassenerhalt Gold wert sein könnte.
Auf dem schwer bespielbaren Boden sahen die rund 200 Zuschauer von Beginn an eine hart umkämpfte Partie. Beide Kontrahenten wussten um die Bedeuteung des Spiels und gaben auf dem tiefen Geläuf keinen Ball verloren. Die Hausherren erwischten den besseren Start und kamen zu zwei guten Möglichkeiten. Zuerst legte Kamil Hein für Sven Hofmann auf, der nach drei Minuten aber verzog. In Spielminute acht scheiterte dann noch Patrick Bauer mit einem gefährlichen Schuss. In Führung ging jedoch der 1. FC Bad Kötzting. Nach einem weiten Ball waren Tegernheims Abwehrspieler nicht konsequent genug. Nach einem verlorenen Laufduell konnte der ehemalige Tegernheimer Wolfgang Liebl nicht mehr aufgehalten werden. Er sorgte abgebrüht für die Führung. Beide Mannschaften waren weiterhin sehr bemüht, doch nennenswerte Chancen gab es bis zum Seitenwechsel nicht mehr. Auch in Durchgang zwei waren bei den meisten Angriffsbemühungen die Abwehrreihen Sieger. In der 75. Minute fiel dann die vermeintliche Entscheidung zugunsten der Gäste. FC-Abwehrmann Michael Renner köpfte einen Ball genau vor die Füße von Jan Leligdon. Jener ließ sich nicht lange bitten, lief alleine auf Torwart Moser zu und versenkte das Spielgerät. Jedoch gab Tegernheim keinesfalls auf. Die Reißer-Schützlinge spielten nun Alles oder Nichts. Und sie wurden für diese Einstellung und Aufopferungsbereitschaft belohnt. In der 80. Minute wurde Urban Wazlawik elfmeterreif zu Fall gebracht. Thomas Schweiger trat an und verkürzte auf 1:2. Und nur vier Minuten später wurde Alexander Kilmann im Strafraum zu Fall gebracht. Wieder trat Schweiger an und blieb Sieger im Duell gegen Torhüter Mulac.
FC-Trainer Martin Reißer: „Ein Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat sämtliche Tiefschläge weggesteckt und immer an sich geglaubt. Schlussendlich wurde sie dafür belohnt. Der Punkt ist psychologisch sehr wertvoll und kann Gold wert in der Endabrechnung sein, da Kötzting ein direkter Konkurrent ist. Beide Treffer waren vermeidbar, aber die Moral hat gestimmt!“
Aufstellung Tegernheim: Moser – Kilmann, Eckart (75./Wolloner), Renner, Wegmann – Hofmann, Schweiger, B. Müller, Hein (77./Peter), P. Bauer (70./ Pietzonka) – Wazlawik.
Schiedsrichter: Jürgen Steckermeier. Tore: 0:1 Wolfgang Liebl (12.), 0:2 Jan Leligdon (75.), 1:2 Thomas Schweiger (80./Elfmeter), 2:2 Schweiger (86./Elfmeter).