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Ligavorschau

SV Tungeln will Anschluss halten

von Lars Puchler · 25.10.2013, 05:14 Uhr · 0 Leser
Bild: Olaf Blume
Bild: Olaf Blume
Der Blick auf die Tabelle dürfte die Verantwortlichen des Fußball-Kreisligisten SV Tungeln momentan nicht gerade positiv stimmen. Nach zwei Siegen ...
Der Blick auf die Tabelle dürfte die Verantwortlichen des Fußball-Kreisligisten SV Tungeln momentan nicht gerade positiv stimmen. Nach zwei Siegen zu Saisonbeginn zeigt die Formkurve des Teams von Trainerduo Jan Majewski und Cord Claussen stetig nach unten. Nur ein Sieg (gegen Schlusslicht Berne) aus den vergangenen zehn Partien - im Vergleich zu neun Niederlagen, darunter zwei zweistellige Klatschen gegen den TSV Ganderkesee (0:11) und am Sonntag gegen den TV Munderloh (0:13) - steht zu Buche. Dazu kommen die magere Torausbeute (nur zwölf Treffer) und die vielen Gegentore (54) - beide Werte sind in der Kreisliga die momentanen Negativrekorde.

Was spricht also noch dafür, dass die Tungelner an diesem Freitag beim Harpstedter TB (19.30 Uhr, Sportplatz Schulstraße, Sr.: Tepe) den Schalter umlegen? "Ich kann noch nicht sagen wie, die Hauptsache ist, dass wir in Harpstedt drei Punkte holen", gibt sich Trainer Majewski optimistisch. Aus einer tiefen Deckung wollen die Tungelner zunächst sicher stehen und über gezielte Konter möglichst zum eigenen Torerfolg kommen.

Das Trainerduo muss sich aber momentan auch abseits des Platzes viele Gedanken machen. "Wir sind in der jetzigen Situation als Psychologen gefordert. Wir müssen diese Negativspirale aus den Köpfen der Spieler kriegen", fordert Majewski.

Als Knackpunkt für den Absturz der Tungelner auf den 15. Tabellenplatz sehen die Verantwortlichen die zahlreichen Roten Karten und die damit verbundenen Spielsperren. Allein in den Partien gegen Hicretspor und Wardenburg erhielten fünf Tungelner Spieler Spielsperren. "Wir haben uns mit den vielen Ausfällen selbst dezimiert. Kaum ein Team in der Kreisliga kann so viele Stammspieler ersetzen", bilanziert Majewski.

Es fehle zum jetzigen Zeitpunkt an allen Ecken und Ecken, ziehen die beiden Übungsleiter ein erschreckendes Fazit: "Wir sind nicht in der Lage, alles auf einmal zu verbessern. Es fehlt momentan einfach die Einstellung zu kämpfen, alles zu tun, und zur Not sogar den Platz zu pflügen, um die drei Punkte zu holen. Es helfen nur Erfolge."

Noch sind Majewski und Claussen optimistisch, besonders wenn die beiden and den Saisonstart zurückdenken: "Wir haben gezeigt, was machbar ist. Ein Fünkchen Hoffnung ist immer noch da."