
SV-Trainer Manfred Schmitt war nach dem Spiel, trotz der Niederlage, sehr zufrieden, denn: "Es war ein wirklich sehr gutes, wenn nicht sogar das beste Spiel der Saison von meiner Mannschaft. Wir konnten in allen Mannschaftsteilen voll überzeugen, außer eben im Torabschluss. Wir haben diese enorm verstärkte Mannschaft aus Nürnberg über 90 Minuten in Schach gehalten. In der zweiten Halbzeit gab es eine enorme Temposteigerung und es entwickelte sich ein Spiel auf überragendem Landesliga-Niveau. Da hatten wir ein klares Chancenplus zu verzeichnen. Aber Dergahspor Torwart und Spielertrainer Turgay Karali hat einfach einen absoluten Sahnetag erwischt. Naja dann geraten wir durch einen kapitalen Stellungsfehler in Rückstand und verschießen einen Elfmeter. Wenn du kein Tor schießt, kannst du eben nicht gewinnen. Aber ich bin mit der gezeigten Leistung wirklich sehr zufrieden, darauf können wir absolut aufbauen."
Jetzt hat man nach einem super Saisonstart in der Landesliga Nordost, mit dem zwischenzeitlichen fünften Tabellenplatz, plötzlich nur noch zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz 14. Es sollten also die Alarmglocken schrillen im Lager des SVP. Doch Trainer Manfred Schmitt zeigt sich noch gelassen und sagt: "Der Druck steigt nicht, weil wir genau wissen, woran wir arbeiten müssen und das ist der Torabschluss. Chancen erspielen wir uns ja auch gegen Topteams genug. Allgemein waren wir bislang nur gegen den Tabellenzweiten Nürnberg-Buch chancenlos, ansonsten haben wir immer mindestens auf Augenhöhe gespielt. Wir wollen den möglicherweise vorhandenen Druck spielerisch lösen. Hoffentlich entspannt sich hierfür auch demnächst die etwas entspannte Personalsituation."
Die Aufgaben für den SV Pettstadt werden indes sicher nicht leichter. Am kommenden Sonntag erwartet man den bärenstarken Aufsteiger und Tabellendritten TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf im eigenen Stadion. Der TSV musste sich bislang nur dem Tabellenführer TSV Neudrossenfeld (2:3) und dem Tabellenzweiten TSV Nürnberg-Buch (0:4) geschlagen geben. Manfred Schmitt bereitet der TSV auch deutliche Kopfschmerzen: "Zunächst einmal haben wir sehr großen Respekt vor Kirchenlaibach-Speichersdorf. Deren Abschneiden ist meines Erachtens die größte Überraschung überhaupt in der Landesliga. Das kommt aber auch nicht von Ungefähr. Die geben einfach keinen Zweikampf verloren und kämpfen bis zum Umfallen. Wenn wir da was erben wollen, müssen wir eine abolute Topleistung abrufen und vielleicht über unsere 100% hinaus gehen."