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SV Nöggenschweil schenkt Sieg beinahe her

SV RW Weilheim bereit für das Gipfeltreffer +++ Fabian Zumkellner an der Wahlurne gebunden

von Benjamin Resetz (BZ) · 25.09.2017, 20:00 Uhr · 0 Leser
Vorne wie hinten fahrlässig: Antonio Falletta (SVN, links) gegen Manuel Beyrle (Bad Säckingen)   | Foto: Michael Neubert
Vorne wie hinten fahrlässig: Antonio Falletta (SVN, links) gegen Manuel Beyrle (Bad Säckingen) | Foto: Michael Neubert

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Einen Zittersieg hat der SV Nöggenschwiel gegen den Aufsteiger aus Bad Säckingen eingefahren. 4:3 lautete das knappe Ergebnis, das auch hätte kippen können, denn die Nöggenschwieler verteilten reihenweise Geschenke. Beim FC RW Weilheim fiel die Generalprobe vor dem Gipfeltreffen mit Spitzenreiter Waldshut positiv aus. In einem attraktiven Spiel setzte sich der Bezirksliga-Absteiger mit 4:2 beim FC Grießen durch.
Unnötig spannend machte es der SV Nöggenschwiel bei seinem zweiten Saisonerfolg. Zweimal spielte die Mannschaft von Trainer Mike Krüger gegen den FC Bad Säckingen einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus – uns jeweils brachte sie sich durch fahrlässige Defensivarbeit anschließend selbst in Bedrängnis. Dass es am Ende für den Dreier reichte, kann nur als Erfolg gewertet werden. Krüger zeigte sich mit der Leistung seiner Elf dennoch alles andere als zufrieden.

„So kann man keinen Fußball spielen“, ärgerte sich der Nöggenschwieler Übungsleiter und bezog sich dabei auf zweierlei: Zum einen auf den fahrlässigen Umgang mit den Chancen, zum anderen auf die eklatanten Fehler in der Abwehr, welche sich die Schwarz-Gelben regelmäßig leisteten. Immer wieder habe man den Gegner aufgebaut, so Krüger, der über den Sieg gleichermaßen erstaunt wie erleichtert war. Früh geriet der SVN durch einen Treffer des Säckingers Veselin Radic in Rückstand. Dank eines Doppelpacks von Marius Schulz drehten die Hausherren die Partie jedoch verdient. Diverse weitere Großchancen blieben ungenutzt. Erst unmittelbar nach der Pause ging die Krüger-Elf mit 3:1 in Führung.
Die Messe schien gelesen, doch ein weiterer Treffer von Veselin Radic sorgte noch einmal für Spannung. Nur fünf Minuten später stellte Merian Scherer den alten Abstand zwar wieder her, von diesem Moment an spielten jedoch nur noch die Gäste, die auf eine Viererkette umgestellt hatten. Trotz intensiver Bemühungen reichte es nur noch zum Anschluss kurz vor Schluss (85.).

Grießen verhilft Hackentor nicht zum Punktgewinn

Gästetrainer David Schäfer lobte, dass seine Mannschaft sich trotz des Rückstandes nicht habe hängen lassen. „Was aber in der ersten Hälfte passiert ist, das geht nicht“, so der Übungsleiter.

Einen 4:2-Auswärtssieg konnte der Tabellenzweite FC RW Weilheim beim FC Grießen feiern. In einer attraktiven und spannenden Begegnung setzte sich der Favorit dank jeweils zweier Tore der beiden 19-jährigen Nachwuchsakteure Manuel Schildknecht (43./45.) und Sebastian Schmidt (76./90.) durch. Dass es trotzdem spannend blieb, war dem ebenfalls starken Auftritt der Gastgeber geschuldet. „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen“, so Weilheims Co-Trainer Gerd Gampp, der den im Urlaub weilenden Coach Lars Müller vertritt.

Und dies war im Wortsinne zu verstehen, denn nicht einmal eine Minute war gespielt, als Gastgeber Grießen mit 1:0 in Führung ging. „Erst nach gut 30 Minuten haben wir zu unserem Spiel gefunden und den Gegner zum Ende hin gut ausgekontert“, schilderte Gampp den Weg zum Erfolg. Großen Respekt zollte er dem Grießener Eric Landwehr, der das zwischenzeitliche 2:2 nach einem Eckball sehenswert mit der Hacke erzielte. „Ein tolles Tor, das muss ich gestehen“, so der Weilheimer Assistenztrainer. „Das wird er wohl so schnell nicht nochmal schaffen.“

Strittiger Platzverweis für Waldshut
Der VfB Waldshut eilt von Erfolg zu Erfolg. Mit dem 4:0-Sieg über Ligaschlusslicht SV Albbruck feierte der Tabellenführer seinen fünften Dreier in Folge. Einen Wermutstropfen gab es allerdings in einem Spiel, das über weite Strecken einem Handballmatch vor dem Albbrucker Tor ähnelte. In der 65. Minute wurde der Waldshuter Arbnor Smakaj mit Rot unter die Dusche geschickt. Im Zuge eines Wortgefechts hatte der Mittelfeldmann seinen Gegenspieler mit dem Oberschenkel gestoßen, der Unparteiische Christian Kühn (Wallbach) wertete die Aktion als Tätlichkeit und stellte Smakaj vom Platz. „Die Karte kann man geben, muss man aber nicht“, ordnete VfB-Co-Trainer Jochen Zuber die Szene ein. „Eine böse Absicht war sicher nicht gegeben, das hat man auch an der Reaktion des Spielers gesehen.“ Dem Schiedsrichter attestierte Zuber dennoch eine gute Leistung. „Der hat einen guten Job gemacht, deshalb gibt es auch keinen Grund, seine Entscheidung anzuzweifeln.“

Fabian Zumkeller an Wahlurne gebunden
Gründe, weshalb ein Amateurfußballer nicht am Training teilnehmen kann oder ein Spiel verpasst, gibt es viele. Verletzungen, Arbeit oder private Gründe sind die wohl häufigsten Ursachen (Ausreden?) für eine Abwesenheit. Eine ganz besondere Entschuldigung hatte an diesem Sonntag jedoch der Weilheimer Fabian Zumkeller. Der erfahrene Mittelfeldakteur des FC RW Weilheim ist bei der Gemeinde beschäftigt und musste am Sonntag als Wahlhelfer in die Bresche springen. „Das geht natürlich vor – zum Glück konnten wir das Spiel trotzdem gewinnen“, befand Co-Trainer Gerd Gampp, der seinen Schützling zum Topspiel gegen den VfB Waldshut wieder im Kader weiß.