Packende Zweikämpfe: Der TuS Ost konnte sich trotz aller Versuche gegen den FC Türk Sport nicht durchsetzen. Foto: Andreas Zob
Packende Zweikämpfe: Der TuS Ost konnte sich trotz aller Versuche gegen den FC Türk Sport nicht durchsetzen. Foto: Andreas Zob

SV Häger rückt auf Rang zwei vor, 6:1 für Türk Sport

Durch ein 2:2 in Ummeln muss der TuS 08 Senne I den zweiten Tabellenplatz in der A-Liga Bielefeld räumen. Der Spitzenreiter vom Kupferhammer gibt sich keine Blöße.

Durch den 8:2-Kantersieg über die SpVg. Heepen hat sich der SV Häger vorerst den zweiten Tabellenplatz im Kreisoberhaus gesichert. Spitzenreiter FC Türk Sport siegte mit 6:1 beim TuS Ost, der TuS 08 Senne I musste sich dagegen mit einem 2:2 unentschieden beim VfL Ummeln begnügen und hat nun wieder etwas mehr Rückstand auf den FC Türk Sport. Mit dem SV Häger zog ein weiterer Konkurrent um die Aufstiegsplätze am TuS 08 vorbei. Der BV Werther schlägt GSV Cosmos durch zwei späte Elfmeter.

TuS Ost Bielefeld - FC Türk Sport Bielefeld 1:6
Bis zum Pausenpfiff hatte der favorisierte FCT große Mühe mit den Hausherren, die zumindest in dieser Phase ein gleichwertiger Gegner waren. So sah es auch Tim Heidemann, der seinen Mannen eine deutliche Leistungssteigerung bescheinigte. „Nach dem 1:3 sind wir dann eingebrochen und wurden von einem starken Gegner ausgespielt“, hatte Heidemann noch ein Sonderlob für den Kontrahenten parat.

Tore: 0:1 Tom Pilipp Sellin (16.), 1:1 Omoefe Anthony Eviparker (28.), 1:2 Okan Aydemir (60.), 1:3 Omoefe Anthony Eviparker (68. Foulelfmeter), 1:4 Anil Tastan (73.), 1:5 Omoefe Anthony Eviparker (85.), 1:6 Anil Tastan (89.)

SC Peckeloh II - SV Ubbedissen 3:2
Da die SCP-Reserve sechs Spieler zur Unterstützung ihrer Dritten im Aufstiegsrennen der C-Liga abgestellt hatte, musste Trainer Erwin Medjedovic eine ziemlich durcheinandergewürfelte Mannschaft aufs Feld schicken. Diese tat sich in der Anfangsphase entsprechend schwer. Durch eine 40-Meter-Direktabnahme von Michael Zöllner im Anschluss an einen Befreiungsschlag des Gästetorwarts gingen die Peckeloher aber etwas glücklich in Front (19.). Sicherheit gab dieser Treffer allerdings nicht und Ubbedissen drehte die Partie verdient (41./47.).

Nach dem Rückstand wachten die Gastgeber jedoch auf und kamen durch einen Zöllner-Kopfball nach einem Freistoß von Jordi Garcia Barron zum Ausgleich (82.). Danach riskierte die SCP-Reserve alles und spielte voll auf Sieg. Beinahe wäre dies schief gegangen, doch Ubbedissen traf nur das Lattenkreuz (88.). Im Gegenzug erzielte Tobias Bäcker auf Vorlage von Marvin Heinsch den Siegtreffer für die Peckeloher (88.). „Kompliment an das Team. Das war heute zwar nicht die allerbeste Leistung, aber der Wille nach dem Rückstand war da“, jubelte Trainer Medjedovic.

Erst in der turbulenten Endphase kippte das Match in Peckeloh, in dem sich die „Ubbser“ lange Zeit als gleichwertiger Gegner entpuppten. „Einen Zähler hätten wir gerne mitgenommen, doch leider haben wir im ersten Spielabschnitt zu viele Fehler gemacht“, erklärte Thorsten Neubauer nach dem Abpfiff.

Tore: 1:0 Michael Zöllner (19.), 1:1 Niklas Brune (41.), 1:2 Nico Tolksdorf (47.), 2:2 Michael Zöllner (82.), 3:2 Tobias Bäcker (88.)


SG Oesterweg - SpVg. Versmold 2:4
Wer vorher gedacht hatte, dass die Fleischstädter den Golddörflern die dringend benötigten Punkte schon schenken würden, sah spätestens nach dem Schlusspfiff, wie falsch diese Annahme war. Denn die Versmolder hatten den ausschweifenden Jubel der Oesterweger bei ihrem Auswärtssieg im Hinspiel nicht vergessen und ließen es sich nicht nehmen, ihre Revanche genüsslich vor den geschockten SGO-Anhängern zu feiern.
Diese mussten, wie schon beim vergangenen Heimspiel, erneut eine späte Niederlage verkraften. Genau wie Spieler und Offizielle. „Das geht echt an die Nieren. Alles, was wir uns in der Hinrunde erarbeitet haben, ist komplett weg“, sagte ein niedergeschlagener Oesterweger Trainer Björn Mittendorf.

Dabei hatten die Gastgeber die erste richtig gute Gelegenheit der Partie. Doch Max Backhaus scheiterte am glänzend reagierenden Versmolder Schlussmann Marvin Richter (2.). Die Gäste zeigten sich davon keineswegs geschockt und gingen mit ihrem ersten guten Angriff in Führung: Tom Nöcker überwand nach einer Flanke von Dennis Biesler Sebastian Völzow im Kasten der Oesterweger (5.). Als Biesler mit einem abgefälschten Schuss erhöhte (35.), schien bereits die Vorentscheidung gefallen. Doch die Gastgeber antworteten sofort und kamen durch Backhaus heran (36.).

Nach dem Wechsel neutralisierten sich beide Teams zunächst. Bis zur 54. Minute, als Schiedsrichter Jonas Niemeyer ein vermeintliches Foulspiel an Versmolds Jan-Hendrik Gessat übersah und Backhaus zum Ausgleich einschoss. Dies erzürnte die Gäste derart, dass sie laut auf den Unparteiischen einredeten und Trainer Patrick van der Sanden des Feldes verwiesen wurde. Richtig Rückenwind bekam die SGO durch diesen Treffer aber nicht. Im Gegenteil: Mit zunehmender Spieldauer erhöhte die Spvg. vor allem über Standards den Druck. Eine Minute vor Schluss war es dann soweit.

Völzow wehrte gegen den allein auf ihn zustürmenden Cornelius Bulanov zunächst noch ab und Michael Timpe kratzte den Nachschuss von Biesler von der Linie. Allerdings zu Lasten einer Ecke, die Philipp Wolf wuchtig einnickte (89.). In der Nachspielzeit sorgte Niko Dürksen für den endgültigen K.O. der Oesterweger (90.+3).

Während seine Spieler ihren Auswärtssieg feierten, ging van der Sanden zu den geknickten Gastgebern und versprach ihnen, dass seine Elf am viertletzten Spieltag bei Oesterwegs Abstiegskonkurrent GSV Cosmos ebenfalls alles geben wird. „Kompliment an die Truppe. Wir wollten sportlich fair bleiben und uns hinterher nichts vorwerfen lassen. Aber natürlich wünsche ich Oesterweg alles Gute“, sagte van der Sanden.



Tore: 0:1 Tom-Alec Nöcker (5.), 0:2 Dennis Biesler (35.), 1:2 Max Backhaus (36.), 2:2 Max Backhaus (54.), 2:3 Philipp Wolf (89.), 2:4 Niko Dürksen (90.)


TuS Eintracht Bielefeld - SV Brackwede 6:0
„Dieser Sieg war für uns nie in Gefahr und geht auch in der Höhe in Ordnung“, meinte Ioannis Christodoulou, der einen geruhsamen Nachmittag auf der Königsbrügge verbrachte. Brackwede präsentierte sich wie ein Absteiger und ließ auch kämpferisch den nötigen Ehrgeiz vermissen.

Tore: 1:0 Alkan Görler (12.), 2:0 Cem Beyer (23.), 3:0 Cem Beyer (32.), 4:0 Alkan Görler (41.), 5:0 Chrisovalantis Plomaritis (50.), 6:0 Alamasory Kourouma (79.)


SV Häger - SpVg. Heepen 8:2
„Das Ergebnis ist verdient, aber mit der zweiten Halbzeit bin ich überhaupt nicht einverstanden“, lautete das Fazit von Hägers Trainer Pascal Hofbüker. Dessen Elf nutzte im Gegensatz zu vielen anderen Partien im Laufe der Saison diesmal im ersten Durchgang konsequent jede Chance aus und ging durch Justus Seifert (1.), Aytug Gecim (11.), Nico Hofbüker (17.), Frederic Kollmeier (33.) und Hofbüker (34.) mit 5:0 in Front. „Davon waren wir selbst ein bisschen überrascht. Heepen hat das aber auch gut gemacht und nicht aufgegeben“, lobte Hofbüker die Moral der Gäste, die die Nachlässigkeiten bei den Hausherren nutzten und noch vor der Halbzeit auf 2:5 (41./44.) verkürzten.

Aufgrund der verletzungsbedingten Wechsel von Maik Siemens und Caspar Rode stellte der kleine HSV nach der Pause von Dreier- auf Viererkette um. „Da sind wir dann geschwommen“, berichtete Hofbüker von großen Schwierigkeiten mit dem Taktikwechsel. Das 6:2 (56.), erneut durch seinen jüngeren Bruder Nico, sei daher „ganz wichtig“ gewesen. In der Schlussphase schraubten Marcel Kindt (86.) und Gecim (89.) das Ergebnis weiter in die Höhe. Aufgrund des 2:2-Unentschiedens von Senne in Ummeln belegen die Hägeraner bei einer Partie mehr nun den zur Relegation berechtigenden zweiten Tabellenplatz. „Jetzt wollen wir natürlich bis zu den direkten Vergleichen gegen Senne und Türk Sport dranbleiben, um dann möglichst vorbeizuziehen“, kündigte Hofbüker an.

„Langsam aber sicher müssen wir unseren Abwärtstrend stoppen“, warnte Trainer Bastian Metzdorf sein Team, das auch in Häger auf zahlreiche Stammspieler verzichten musste. Häger hatte somit wenig Mühe, die gute Rückrundenbilanz auszubauen.

Tore: 1:0 Justus Seifert (1.), 2:0 Aytug-Himmet Gecim (11.), 3:0 Nico-Jerome Hofbüker (17.), 4:0 Frederic Kollmeier (33.), 5:0 Nico-Jerome Hofbüker (34.), 5:1 Steven Kraus (41.), 5:2 Jordi Thews (44.), 6:2 Nico-Jerome Hofbüker (56.), 7:2 Marcel Kindt (86.), 8:2 Aytug-Himmet Gecim (89.)


BV Werther - GSV Cosmos Bielefeld 2:1
Im ersten Durchgang lieferten beide Mannschaften fußballerische Magerkost ab. Statt leistungsgerecht mit 0:0 in die Pause zu gehen, verteilten die Wertheraner aber plötzlich ein Gastgeschenk: Nach einem Abspielfehler im Mittelfeld tauchte Panagiotis Kogakis alleine vor BV-Schlussmann Thomas Gaesing auf und ließ sich die Chance nicht entgehen (43.). „Das war schon ein derber Bock“, urteilte Werthers Trainer Daniel Eikelmann, der in der Kabine ein paar Minuten später ausnahmsweise etwas lauter wurde.

Dies zeigte Wirkung, denn die Gastgeber waren nach dem Wechsel die bestimmende Mannschaft. Zunächst jedoch ohne Torerfolg. Nach einem Foul an Matthias Lindemann entschied Schiedsrichter Gregor Jarzembek auf Strafstoß, den Lindemann selbst zum Ausgleich verwandelte (85.). Kurz darauf zeigte der Unparteiische wieder auf den Punkt. Diesmal war Werthers Dennis Bresser im Strafraum gehalten worden. Erneut trat A-Junior Lindemann an und blieb auch im zweiten Versuch eiskalt (87.). „Normalerweise schießen Marcel Bosk und Leon Heinemann die Elfer. Da beide nicht da waren, hatte ich bei der Wahl des Schützen wohl ein glückliches Händchen“, freute sich Eikelmann über das doppelte Elfer-Glück

„Heute haben wir die Punkte durch zwei unnötige Elfmeter in der Endphase doch noch verschenkt“, räumte Stelios Angelakakis ein, der sich somit nur über einen couragierten Auftritt des Aufsteigers freuen konnte. Werther bestimmte die Begegnung, der GSV sorgte durch blitzschnelle Angriffe über Konter aber immer wieder für Gefahr.

Tore: 0:1 Panagiotis Kogakis (43.), 1:1 Matthias Lindemann (85. Foulelfmeter), 2:1 Matthias Lindemann (87. Foulelfmeter)


VfL Ummeln - TuS 08 Senne 1 2:2
VfL-Trainer Marko „Tucky“ Hall sprach nach dem Abpfiff von einem glücklichen Punktgewinn, lobte aber die starke kämpferische Leistung seines Teams, das den spielstarken Gästen jederzeit Paroli bieten konnte. Sichtbar frustriert war dagegen Gästecoach Mike Wahsner, der von einem herben Rückschlag im Aufstiegsrennen sprach. „Wenn du die Chancen nicht nutzt wirst du dafür bestraft“, mit dieser alten Weisheit kritisierte Wahsner die schwache Trefferquote seiner Elf am gestrigen Sonntag.

Tore: 1:0 Koray Kiremit (30.), 1:1 Florian Helmke (39.), 2:2 Simon Czernia (90.)
Aufrufe: 014.4.2019, 21:45 Uhr
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