Die Entscheidung: Preußen-Kapitän Daniel Kamolz traf in der 76. Minute zum 2:0-Endstand gegen Eintracht Tonnenheide. Die "Adlerträger" bleiben damit Tabellenführer der Lübbecker Kreisliga A.
Die Entscheidung: Preußen-Kapitän Daniel Kamolz traf in der 76. Minute zum 2:0-Endstand gegen Eintracht Tonnenheide. Die "Adlerträger" bleiben damit Tabellenführer der Lübbecker Kreisliga A. – Foto: Michael Meier

SuS Holzhausen feiert souveränen Derbysieg!

SV Schnathorst "entführt" überraschend drei Punkte aus Pr. Ströhen. VfL Frotheim setzt Sieges- und Derbyserie fort und Preußen II verteidigt Tabellenführung.

Das erste Saisondrittel der Kreisliga A ist gespielt. Und am 10. Spieltag gab es den ersten Spielausfall in der Saison 2019/20. Bereits frühzeitig wurde die Partie zwischen dem HSC Alswede und SC Isenstedt abgesagt. Dadurch kamen heute nur sechs Spiele zur Austragung. Im Mittelpunkt stand dabei natürlich das Derby zwischen dem SuS Holzhausen und BSC Blasheim. Große Spannung kam aber am Holzhauser Bahndamm nicht auf. Zu überlegen waren die Gastgeber beim 3:0-Sieg gegen den BSC. Damit bliebt die Bönker-Elf der erste Verfolger von Spitzenreiter FC Preußen Espelkamp II. Die "Adlerträger" gewannen ihr Heimspiel gegen Eintracht Tonnenheide souverän mit 2:0. Weiter in Schlagdistanz bleibt auch der TuS Gehlenbeck nach dem 6:2-Heimsieg gegen den TuS Levern. Durch die vierte Niederlage in Folge rutschten die Leveraner auf einen Abstiegsplatz ab. Eine echte Überraschung gelang dem SV Schnathorst, der mit 2:1 beim SSV Pr. Ströhen gewinnen konnte.

FC Preußen Espelkamp II - TuS Eintracht Tonnenheide 2:0

Das Bierchen nach dem Spiel schmeckte dann auch Torben Kreienbrock und Pawel Zapala wieder. Im Gespräch mit dem Preußen-Spielertrainer Maxim Dyck tauschte man sich über die 90 Minuten aus und blickte noch einmal auf gemeinsame Jahre im Preußen-Dress zurück. "Es war insgesamt eine sehr souveräne und reife Leistung", so Maxim Dyck. Nach verteilter erster Halbzeit traf Jonas Kalburg mit dem Pausenpfiff zur 1:0-Führung der Espelkamper. Auch in den zweiten 45 Minuten hatten die Hausherren die Partie jederzeit unter Kontrolle. Mitte der zweiten Halbzeit machten die Tonnenheider etwas mehr auf und den sich bietenden Raum nutzte Kapitän Daniel Kamolz in der 76. Minute zum 2:0-Siegtreffer. "Natürlich hatten wir uns die Rückkehr etwas anders vorgestellt. Aber der Sieg von Preußen geht voll in Ordnung. Wir haben es gerade in der ersten Halbzeit noch gut verteidigt. Leider haben wir uns dann zwei individuelle Fehler geleistet, die das Spiel entschieden haben", so Eintracht-Spielertrainer Torben Kreienbrock.


Tore: 1:0 Jonas Wilhelm Kalburg (45.), 2:0 Daniel Kamolz (76.)

Immer einen Schritt voraus: Bjarne Rabbe und der SuS Holzhausen dominierten das Derby gegen den BSC Blasheim.
Immer einen Schritt voraus: Bjarne Rabbe und der SuS Holzhausen dominierten das Derby gegen den BSC Blasheim. – Foto: Inga Pollert

SuS Holzhausen - Blasheimer Sportclub 3:0
Richtig Deryb-Stimmung kam am Holzhauser Bahndamm heute nicht auf. Das lag vielleicht auch daran, dass die Messe in Holzhausen schnell gelesen war. Bereits in der elften Minute traf Neuzugang Timo Jaeger zum 1:0 für die Gastgeber. Und in der 24. Minute konnte Henning Kirchner mit einem platzierten Flachschuss aus 16 Metern gegen seinen Ex-Klub zum 2:0 nachlegen. Damit war die Vorentscheidung im Derby schnell gefallen. Die Blasheimer hätten zwar durch Cemali Akköse noch einmal verkürzen können, doch auch die "Torfabrik" der letzten Wochen hatte wie die gesamte Blasheimer Mannschaft heute Ladehemmungen. "Holzhausen hat gut den Ball laufen lassen. Wir konnten leider nicht an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. Aber Holzhausen war heute auch ein anderes Kaliber", so BSC-Trainer Sebastian Numrich. In der 78. Minute machte der kurz zuvor eingewechselte Niklas Saß mit dem 3:0 den Deckel auf die Partie. "Es war der erste Auftritt in dieser Saison, der wirklich von der ersten bis zur letzten Minute sehr souverän war. Wir haben unsere Hausaufgaben heute gemacht", freute sich Daniel Bönker nach dem Spiel. Damit bleibt die "Bahndammelf" der erste Verfolger von Spitzenreiter Preußen Espelkamp II. Die Blasheimer verpassten dagegen die Gelegenheit, mit einem Sieg zur Spitzengruppe aufzuschließen.


Tore: 1:0 Timo Jaeger (11.), 2:0 Henning Kirchner (24.), 3:0 Niklas Saß (78.)


TuS Gehlenbeck - TuS Levern 6:2
Den urlaubenden Trainer Christoph Kämper vertrat wie schon am Pokal-Finaltag Christian Lömker an der Seitenlinie. Zwei Tage nach seinem 31. Geburtstag machte die Gehlenbecker Mannschaft "Lömmi" noch ein nachträgliches Geschenk. "Zum Glück sind beide Spiele erfolgreich verlaufen. Sonst hätte ich mir von Christoph sicherlich etwas anhören können", lachte Christian Lömker nach dem souveränen Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Levern. Trotz guter Anfangsphase der Hausherren gingen die Gäste aus dem Stiftsort zunächst in Führung. Nach abgessener Gelb-Rot-Sperre traf Daniel Sudermann in der 17. Minute zum 1:0 für den TuS Levern.

Doch den TuS Gehlenbeck schien das nicht großartig zu beeindrucken. Binnen fünf Minuten drehten die Gehlenbecker die Partie. Andre Kottkamp traf in der 21. Minute zum 1:1 und Simon Keiser und Christian Aldegeerds legten schon mit zwei weiteren das 3:1 nach. Spätestens mit 4:1 durch Florian Rahe kurz vor der Pause war die Partie dann endgültig entschieden. "Es war insgesamt ein sehr dominanter Auftritt. In den zweiten Halbzeit hat man schon gesehen, dass die Mannschaft etwas zurückgeschaltet hat", so Lömker. Dennoch geriet der Sieg nie in Gefahr. In der 51. Minute konnte Kapitän Jan Holzmeyer zum 5:1 nachlegen. Zwar war kurz darauf wieder Daniel Sudermann mit dem 5:2 zur Stelle, doch für den TuS Levern war dies nicht mehr als Ergebniskosmetik. Für das Highlight der Partie sorgte Jan Kemmener in der 87. Minute. Bei seinem ersten Senioreneinsatz traf der 17-jährige drei Minuten vor Spielende zum 6:2-Endstand.


Tore: 0:1 Daniel Sudermann (17.), 1:1 Andre Kottkamp (21.), 2:1 Simon Keiser (25.), 3:1 Christian Aldegeerds (27.), 4:1 Florian Rahe (39.), 5:1 Jan Holzmeyer (50.), 5:2 Daniel Sudermann (67.), 6:2 Jan Kemmener (85.)


VfL Frotheim - VfB Fabbenstedt 3:1
Der VfL Frotheim marschiert weiter von Sieg zu Sieg. Und so waren es die Frotheimer, die nach dem Spiel den Kreis bildeten und ein lautstarkes "Derbysieger, Derbysieger" herausbrüllten. Nach dem Sieg gegen den SC Isenstedt gewannen die Frotheimer auch das zweite Nachbarschaftsduell binnen acht Tagen. Zur Belohnung sprang der VfL auf den sechsten Tabellenplatz. "Endlich sieht man die Siege auch in der Tabelle", freute sich Trainer Thorsten Bunde nach dem Spiel. Dagegen gab es für den VfB Fabbenstedt nach dem Hoffnungsschimmer gegen Preußen Espelkamp II den nächsten Nackenschlag. "Jetzt stehen wir endgültig unten drin. Mit der ersten Halbzeit konnte man noch zufrieden sein, aber in den zweiten 45 Minuten kam von uns viel zu wenig", ärgerte sich VfB-Coach Rainer Mannel über die schon fünfte Saisonniederlage. Nach verteilter erster Halbzeit legten die Frotheimer in Hälfte zwei dann so richtig los. Ein Doppelpack innerhalb von vier Minuten von Jan Niklas Nentwich brachte den VfL auf die Gewinnerstraße. Als dann Fabian Hellmann in der 74. Minute noch zum 3:0 nachlegen konnte, war das Derby entschieden. Daran änderte auch nichts, dass die "Auestädter" durch den eingewechselten Christian Vogt nur zwei Minuten später noch einmal auf 3:1 verkürzen konnten. "Es war unter dem Strich ein hochverdienter Sieg. Und wir freuen uns natürlich riesig", so Thorsten Bunde.


Tore: 1:0 Jan Niklas Nentwich (58.), 2:0 Jan Niklas Nentwich (62.), 3:0 Fabian Hellmann (74.), 3:1 Christian Vogt (76.)


Spielertrainer unter sich: Am Ende gewann Renée Terbeck (Bildmitte) mit dem SV Schnathorst 2:1 beim SSV Pr. Ströhen. Für Andre Krause (rechts) eine enorm bittere Heimpleite.
Spielertrainer unter sich: Am Ende gewann Renée Terbeck (Bildmitte) mit dem SV Schnathorst 2:1 beim SSV Pr. Ströhen. Für Andre Krause (rechts) eine enorm bittere Heimpleite. – Foto: Michael Meier

SSV Pr. Ströhen - SV Schnathorst 1:2
"Selbst mit einem Punkt wäre ich heute nicht zufrieden gewesen. Wir haben Schnathorst klar dominiert, aber heute leider vergessen, die Tore zu machen. Deswegen müssen wir uns diese Niederlage selber ankreiden lassen", meinte ein enttäuschter SSV-Spielertrainer Andre Krause nach dem Spiel. Schon in der Anfangsphase hatten die Gastgeber zwei Mal das 1:0 auf dem Fuß, doch sowohl gegen Jonas Hadeler als auch gegen Ricardo Tenti rettete SVS-Schlussmann Michael Hopfauf glänzend. Erst in der 32. Minute war dann auch der starke Hopfauf chancenlos. Nach einem Foul an Pascal Kropp gab es folgerichtig vom souveränen Schiedsrichter Gunnar Schladitz einen Strafstoß. Diesen verwandelte Goalgetter Ricardo Tenti mühelos zum 1:0 für die Hausherren. Aber noch vor der Pause schafften die Schnathorster den Ausgleich. Nach einer schönen Kombination traf Maurice Korff nach Zuspiel von Justin Malarski vier Minuten vor der Pause zum 1:1.

Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Nordkreisler spielbestimmend, vergaben aber beste Möglichkeiten zur erneuten Führung. Die beste Einschussmöglichkeit hatte Spielertrainer Andre Krause selbst, der aber aus kurzer Distanz das leere Tor nicht traf. In der 83. Minute sah dann noch der Schnathorster Luca Steffen die gelb-rote Karte. Doch selbst in Unterzahl gelang dem SVS der "Lucky Punch". Per Freistoß traf Andreas Wedel in der 87. Minute zum 2:1-Siegtreffer der Gäste. "Sicherlich ein sehr schmutziger Sieg. Bei unserer Aufstellung war damit nicht unbedingt zu rechnen", meinte SVS-Coach Renée Terbeck nach dem Spiel. Terbeck selbst stand heute in der Startelf, doch nach einer schwachen Vorstellung wechselte der Trainer Terbeck den Spieler Terbeck in der 61. Minute aus. Insgesamt war es kein "SSV-Tag", den im Vorfeld hatte die zweite Mannschaft gegen den SV Schnathorst II die erste Saisonniederlage in der Kreisliga C kassiert.


Tore: 1:0 Ricardo Tenti (32. Foulelfmeter), 1:1 Maurice Korff (41.), 1:2 Andreas Wedel (87.)


Holsener SV - TuS Stemwede 2:2
"Wir haben den Start total verpennt. Deswegen müssen wir mit dem Remis fast schon zufrieden sein. Insgesamt hat uns Holsen über den Kampf den Schneid abgekauft", meinte Stemwedes Spielertrainer Sven Kassen nach den 90. Minuten. Die Hausherren erwischten den Gast aus Stemwede gleich eiskalt. Bereits in der zweiten Minute nahm sich Kristopher Susa aus 20 Metern ein Herz und traf zum 1:0. Ebenfalls per Weitschuss konnte Lukas Lütkemeyer in der zwölften Spielminute zum 2:0 nachlegen. Danach hatten die Holsener sogar die Chance auf das 3:0. Doch der HSV konnte nicht nachlegen. Stattdessen traf der TuS Stemwede. Nico Engelbrecht konnte in der 16. Minute auf 2:1 verkürzen. Direkt vor der Pause gelang dann Maximilian Knopf der 2:2-Ausgleichstreffer. "In der zweiten Halbzeit ist uns dann auch nicht mehr viel eingefallen. Und Holsen war mit dem einem Punkt scheinbar auch zufrieden", so Kassen zur tor- und ereignislosen zweiten Halbzeit.


Tore: 1:0 Kristopher Susa (2.), 2:0 Lukas Lütkemeyer (12.), 2:1 Nico Engelbrecht (16.), 2:2 Maximilian Knop (43.)

Aufrufe: 06.10.2019, 20:00 Uhr
Michael Meier / FuPaAutor