
SpVg Breckerfeld - FC Eiserfeld 0:7
Ein ganz dickes Ausrufezeichen setzte Aufsteiger FC Eiserfeld, der bei SW Breckerfeld einen 7:0-Kantersieg landete und den ersten „Dreier“ in der neuen Umgebung einfuhr.
„Wir haben heute konsequent unsere Chancen genutzt, es hat alles gepasst“, befand Mittelfeldmotor Thomas Brühl, der viel Ballbesitz seines FCE gesehen hatte, aber auch Keeper Jannik Löhr ein Kompliment aussprach, der bei vier Chancen der Heimelf auf dem Posten war und seinen Kasten sauber hielt. Bereits zur Halbzeit hatte der Neuling alle Weichen auf Sieg gestellt, Marc Steffen Freund (12.) und Doppeltorschütze Henry Enders (26. und 38.) bestraften jede Nachlässigkeit der Breckerfelder. Nach dem Seitentausch trugen sich dann Ruben Balthasar (61.), Lukas Weber (66. und 81.) sowie abermals Freund (72.) in die Torschützenliste ein und belohnten den großen Aufwand, den die Eiserfelder seit Wochen betreiben mit dem ersten Bezirksliga-Erfolg.
Schiedsrichter: Oktay Yilmaz - Zuschauer: 50 Rot-Weiss Lüdenscheid - FC Phoenix Halver 7:2
Im Derby gegen Phoenix Halver fuhr Rot-Weiß Lüdenscheid einen klaren 7:2-Erfolg ein. Mit einem Dreierschlag binnen vier Minuten lenkten die Hausherren die Partie früh in ihre Richtung. "Ich hatte schon ein bisschen Bedenken, weil solche Spiele immer eine besondere Stimmung haben. Aber wir haben das mit den schnellen Toren gut gemacht und es dann auch am Ende locker runtergespielt", so RWL-Trainer Martin Rost." Nach der schnelllen 3:0-Führung brachte Fabrice Kele Halver mit einem Distanzschuss auf 3:1 heran, allerdings stellte Rot-Weiß noch vor dem Wechsel den alten Abstand wieder her. Im zweiten Abschnitt erhöhten Richard Dissing (2) und Marcel Schönrath für die Lüdenscheid, Mohamed El Alami betrieb vom Elfmeterpunkt noch etwas Ergebniskosmetik.
SV Germania Salchendorf - Kiersper SC 5:0
Meisterlich präsentierte sich Germania Salchendorf vor 140 begeisterten Zuschauern am „Wüstefeld“, die einen 5:0-Sieg über den Kiersper SC feierten und sich an der Spitze der Bezirksliga 5 ein wenig abgesetzt haben.
„Das war durch die Bank überragend und hat richtig Spaß gemacht“, lobte Trainer Thomas Scherzer seine Schützlinge, die insbesondere im zweiten Durchgang äußerst sehenswert kombinierten und Kierspe düpierten. Thomas Klöckner hatte bereits nach sieben Minuten den Torreigen eröffnet (nach Zuarbeit von Marcel Rigau Badenas), allerdings auch elf Minuten darauf einen Strafstoß verschossen, den KSC-Torwart Jonas Brackmann stark entschärfte. „Wir hätten zur Pause 2:0 führen können, so war das Ergebnis natürlich gefährlich“, konstatierte Scherzer, dessen Elf defensiv bärenstark abräumte. Der Beweis: Kierspe hatte nur eine ganz große Chance, Serkan Gürsoy setzte das Leder aber an den Innenpfosten.
Freilich wäre das nur noch Ergebniskosmetik gewesen, es stand zu diesem Zeitpunkt, kur vor Schluss, bereits 5:0 für den Spitzenreiter. Tim Schilk krönte seinen Alleingang von der Mittelinie mit dem 2:0 (66.), erhöhte 240 Sekunden später nach Zuspiel von Rigau auf 3:0 und besorgte auch Treffer Nummer fünf mit einem tollen Flugkopfball nach einer Sven Houck-Flanke. Das Sahnehäubchen auf eine starke Leistung der Johannländer, für die Rigau (79.) das 4:0 besorgte.
TuS Plettenberg - SC Listernohl-Windhsn-Lichtringhsn 1:1
Der TuS Plettenberg und der SC LWL trennten sich mit 1:1. Für die Gastgeber, die weiter auf den ersten Saionsieg warten müssen, war es das dritte Remis. "Mit dem Punkt heute bin ich auf jeden Fall zufrieden, da LWL auch ganz oben mitspielen will", sagte TuS-Trainer Uwe Helmes Nach torloser ersten Halbzeit brachte Dennis Busenius die Gäste in Führung, Salih Öztürk glich für die Hausherren vor 70 Zuschauern nach 68 Minuten aus. "Ich muss meiner Mannschaft heute ein Kompliment machen. Wir haben nach dem Rückstand Moral bewiesen und sind wieder zurückgekommen", so Helmes. "Mit der Punkteausbeute bin ich nicht ganz zufrieden, aber wir haben bisher auch gegen sehr gute Mannschaften gespielt."

VSV Wenden - SuS Niederschelden-Gosenbach 5:1
Anfangsphase verpennt und so das Spiel hergeschenkt! Der SuS Niederschelden verschlief am gestrigen Sonntag die ersten 20 Minuten beim VSV Wenden völlig, lag schon scheinbar aussichtslos mit 0:3 im Hintertreffen, hätte aber zwischenzeitlich ausgleichen müssen, um am Ende doch eine deutliche 1:5-Abreibung zu bekommen, die die Gastgeber auf Tabellenposition zwei hievte.
Was sich in den ersten Minuten vor 161 Zuschauern auf dem „Nocken“ abspielte, war aus Sicht der Gäste kaum erklärbar, Steven Schäfer rang daher nach Schlusspfiff nach Worten und musste lange überlegen: „Das war ein absoluter Tiefschlaf. Wenden war von Anfang an da, während wir nach dem 1:0 total verunsichert waren.“ Nach 181 Sekunden jubelte der VSV erstmals, als Moritz Schweitzer einen Pass von Julian Eckhardt aufnahm und ins lange Eck abschloss. Das war allerdings keinesfalls ein Weckruf für den SuS, der überrannt wurde! Denn abermals 70 Sekunden später klingelte es wieder im Kasten, Schweitzer hob das Leder nach einem Zuspiel von Alexander Großmann ins Netz. Als nach elf Minuten Schweitzer abermals per Lupfer auf 3:0 stellte, bahnte sich für die Gäste ein Debakel an.
Doch die Heimelf schaltete danach einige Gänge zurück und brachte die Truppe von Andre Stoffel so zurück in ein Spiel, welches eigentlich schon entschieden, nun aber recht offen war. Nachdem Schweitzer (19.) sogar das 4:0 verpasste, köpfte Dennis Noll nach einer Ecke freistehend zum 1:3 ein und Fabian Kolb hätte vier Minuten vor dem Wechsel auf 2:3 stellen können, verzog aber aus sieben Metern und etwas spitzem Winkel knapp. „Es lief am Anfang, dann haben wir uns einschläfern lassen, haben nicht mehr weiter nach vorne gespielt“, befand Angreifer Schweitzer.
Und das hätte sich nach dem Seitentausch rächen können, ja sogar müssen. Den Kopfball von Dennis Noll parierte Hüter Jannik von der Heiden zwei Minuten nach Wiederbeginn genauso glänzend wie die zwei Versuche von Patrick Sonntag (50. und 52.), der den Anschluss oder gar den Ausgleich hätte allerdings markieren müssen.
„Wir haben die Brust rausgenommen, das sah besser aus. Ich hatte in der Halbzeit ein gutes Gefühl. Aber wenn du in so einem Spiel eine Chance haben willst, dann musste du die Dinger aus zwei Metern reinmachen“, meinte Schäfer. Die Moral stimmte also bei den Siegerländern, das Abwehrverhalten allerdings zu selten. Marco Bäumer verpasste zwar nach 54 Minuten noch das 1:4, doch fünf Minuten später war es abermals Schweitzer, der durch einen recht einfachen Pass über die Kette alleine auf den guten Keeper Tobias Dicke zulief (und nicht im Abseits stand, was die Gäste monierten) und einnetzte.
Nun hatte der Titelfavorit wieder alles im Griff und hebelte die Defensive der Schelder, wie schon zu Spielbeginn, das ein oder andere mal regelrecht auseinander, ließ aber Chancen von Alexander Großmann (71.) und Christian Runkel (78.) aus, bevor der Neuzugang aus Kaan das Schweitzer-Festival mit seinem 5:1 (78.) etwas störte.
Für die Elf vom „Rosengarten“ gab es nach den fünf Unentschieden zum Start die erste Niederlage - der Fehlstart ist perfekt. Noch bitterer als das Ergebnis und der Blick auf die Tabelle war allerdings die Verletzung von Verteidiger Torsten Dicke, der mit einem dicken „Ei“ am Sprunggelenk mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste.