
Die Sulzemooser holten aus ihren beiden Partien im Jahr 2018 nur einen Punkt. Wäre es gegen den Tabellenersten und Zweiten gegangen, hätte Trainer Michael Stiller mit dieser Ausbeute eventuell leben können. Sein Team traf aber jeweils auf das Tabellenschlusslicht – und leistete Aufbauhilfe. Gegen Moosburg unterlag der SVS mit 1:3, woraufhin der Gegner in der Tabelle kletterte und der SV Nord auf den letzten Platz abrutschte. Gegen den kam der SVS am vergangenen Wochenende nicht über ein 1:1-Remis hinaus. „Wir müssen uns auf jeden Fall steigern“, sagt Markus Wagenpfeil, der technische Leiter des SVS. Die Sulzemooser stehen in der Tabelle zwar im gesicherten Mittelfeld auf Rang sechs, sie wollen ihre gute Position aber nicht leichtfertig verschenken. „Uns ist das Selbstvertrauen etwas abhanden gekommen. Das müssen wir uns im Training und dann in den Spielen wieder zurückholen“, so Wagenpfeil. Gegen Feldmoching, das als Tabellenelfter in dieser Saison unter seinen Möglichkeiten bleibt, will der SVS den ersten Sieg im Jahr 2018 einfahren – zumal er noch eine offene Rechnung mit dem Gegner hat.
„An das Hinspiel erinnern wir uns nicht gern. Wir haben 2:1 geführt und viele Chancen auf das 3:1 liegen lassen. In der Nachspielzeit haben sie das mit dem Treffer zum 2:2-Ausgleich bestraft“, blickt Wagenpfeil zurück. Vier Tore in einem Spiel beider Teams sind übrigens keine Rarität: In den vier Duellen der vergangenen beiden Spielzeiten fielen jeweils mindestens vier Tore. Ob es dieser Mal wieder so kommt?
Obwohl Feldmoching mit Albert Rudnik (sieben Tore) und dem im Winter aus Unterföhring zurückgewechselten Robert Söltl zwei Top-Stürmer im Team hat, läuft es in der Offensive nicht rund. Die SpVgg erzielte erst 22 Tore – nur drei Teams trafen seltener. Zum Vergleich: Der SVS steht bei 38 Treffern.
Während die Sulzemooser die Saison so gut wie möglich beenden wollen, denken sie bereits über die Sommerpause hinaus. Im Winter gab der SVS bekannt, dass Peter Held ab der kommenden Saison das Traineramt übernehmen wird. Nun verkündete der Verein seinen ersten Neuzugang – und der ist ein alter Bekannter: Mestan Chasim wechselte in der Saison 2015/2016 von Sulzemoos nach Niederroth und kehrt nun zum SVS zurück. „Wir sind froh, dass er wieder kommt. Er ist ein Freund und dazu ein guter Fußballer“, sagt Wagenpfeil und geht auf die Stärken des 28-Jährigen ein: „Messi kann auf der rechten Seite alle Positionen spielen, in der Offensive fühlt er sich aber wohler. Er ist ein technisch versierter Spieler, der eine vorbildliche Einstellung mitbringt und immer alles gibt.“
In den kommenden Wochen wollen die Sulzemooser die Planungen für die Spielzeit 2018/2019 weiter vorantreiben - ohne dabei das aktuelle Geschehen aus den Augen zu verlieren. „Wir wollen gegen Feldmoching den ersten Sieg nach der Winterpause einfahren“, so Wagenpfeil.