
Weil im Anschluss die Sicherheitskräfte keine hundertprozentige Sicherheit garantieren konnten, wurde der B-Ligist aus dem Verkehr gezogen und soll mit Hilfe der Polizei aus der Halle am Berufsschulzentrum eskortiert worden sein. Das Trainerteam der LSG hat der FuPa-Redaktion eine Stellungnahme übermittelt. Die Langenberger SG spricht von einer unberechtigten Disqualifikation und wehrt sich gegen die Vorwürfe. Dabei erhebt sie ihrerseits Vorwürfe gegen den Veranstalter und geht hart mit den Schiedsrichtern ins Gericht.
Update: Die LSG hat ihr Statement nochmal erneurt. Der Wortlaut:
Unberechtigte Disqualifizierung
Nach diversen unberechtigten Vorwürfen möchten wir uns zur gestrigen Disqualifizierung äußern:
Zuerst möchten wir uns als Verein für die aufgetretenen Unannehmlichkeiten entschuldigen, da die LSG Birlikspor eine ambitionierte Fußballmannschaft ist, die sich in der Vergangenheit in solchen Turnieren respektvoll und angemessen verhalten hat.
Durch die Ereignisse der gestrigen Stadtmeisterschaft und die daraus resultierten Schlagzeilen im Internet wurde ein negatives Bild auf unsere Mannschaft geworfen. Der Ruf der Mannschaft ist nicht nur für die Spieler und Trainer wichtig, sondern für alle Mitglieder und Angehörige des gesamten Vereins. In einem Turnier, welches aus bekannten Gesichtern aus Velbert besteht, ist jeder bemüht, seinen Ruf zu wahren und ein positives Bild abzugeben.
Im gestrigen Fall besteht eine Rufschädigung. Die Veranstalter des Turniers (Mitglieder aus TSV Neviges) haben wissentlich eine falsche Tatsache über uns verbreitet und damit bewusst unser Ansehen geschädigt. Die Veranstalter alarmierten dreimal (!) die Polizei. Die Zuschauer waren verständlicherweise über die zahlreichen Einsatzkräfte verwundert, da in dieser Situation zu keinem Zeitpunkt eine Gefahrenlage vorhanden war. Die Polizeibeamten selbst wussten nicht, warum sie gerufen worden sind. Die Vertreter der LSG sprachen mit der Polizei. Die Polizei betonte, dass der Veranstalter unter Berücksichtigung des Hausrechts die LSG aus dem Turnier disqualifiziert und damit aus den Örtlichkeiten verweist. Neben dem Fehlverhalten des Turnierveranstalters ist auch die Inkompetenz der Schiedsrichter beachtenswert. Diese hatten nämlich zu keiner Sekunde das Spiel unter Kontrolle und präsentierten das Gegenteil des Grundsatzes der Parteilosigkeit.
In so einem Format gehören Emotionen dazu. Es gab lediglich verbale Äußerungen, da sich die Spieler über die Fehlentscheidung der Schiedsrichter aufgeregt haben Die Schiedsrichter wurden weder bedroht, noch wurde von unserer Seite einer Tätlichkeit ausgeübt. Insgesamt wurden drei rote Karten zeigt, diese sind völlig überzogen. Der Schiedsrichter sah die rote Karte als einzige Lösungsmöglichkeit, obwohl kurze Verwarnungen ausreichend gewesen wären. In der Vergangenheit griffen sich die Spieler an, beleidigten sich und es kam zu mehreren Rudelbildungen.
Diese Auseinandersetzungen sind viel schlimmer gewesen und ausgeartet. Niemand alarmierte aber die Polizei. Im gestrigen Turnier kann jeder bestätigen, dass der Einsatz der Polizei nicht notwendig war und lediglich ein Mittel war, um uns als LSG aus dem Turnier zu disqualifizieren. Der Veranstalter war nicht in der Lage, ein Turnier zu leiten. Er behauptete, dass die Gegner nicht mehr gegen uns antreten wollen. Auch das entspricht nicht der Wahrheit, da wir das Gespräch zu einigen Mannschaften suchten.
Die letzten beiden Spiele hätten wir gegen LSV und Stella angetreten. Beide Mannschaften machten uns deutlich, dass sie gegen uns antreten möchten. Nach einigen Diskussionen mit den Sicherheitsleuten wurde die Disqualifizierung zurückgezogen. Alles hatte sich beruhigt und viele Spieler mussten vom Trainer der LSG zurückgerufen werden, da sie aufgrund der Disqualifizierung nach Hause fuhren. Fünf Minuten vor Beginn des vierten Spiels der LSG teilte uns der Veranstalter mit, dass die LSG doch nicht antreten darf. Grund dafür sei, dass er uns nicht mehr im Turnier haben möchte. Die Art und Weise wie mit uns umgegangen worden ist, ist nicht zu akzeptieren, verachtend und unfair.
Wir sind uns über die roten Karten bewusst. Auch wenn diese überzogen waren, haben wir diese nach einigen Diskussionen akzeptiert. Niemand wurde bedroht oder angefasst. Fußball ist ein Sport der Emotionen, speziell wenn es um eine historische Veranstaltung wie die Stadtmeisterschaft in Velbert geht, wo sich jeder beweisen möchte.
Unsere Spieler können für Beleidigungen verwarnt werden, aber aus dem Turnier disqualifiziert zu werden und die Polizei zu rufen und vor dem gesamten Publikum zur Schau zu stellen, gleicht schon einer öffentlichen Diffamierung. Natürlich gibt es Meinungsverschiedenheiten, aber diese Art und Weise (auch in den sozialen Medien) hat nichts mit sozialem und respektvollem Umgang zu tun.
So aus dem Turnier disqualifiziert zu werden, ist ein Verbrechen gegen die menschliche Würde.
Das Bild des Vereins wurde geschädigt.
Trainerstab der LSG.