
Pascal Stahl heißt der unangefochtene Matchwinner des TSV Großbardorf beim späten, sehr späten 2:1-Sieg über den SV Heimstetten. Aber alles der Reihe nach: Heimstetten fand zunächst besser in die Partie und kam durch Christoph Schmitt gleich zu einer Riesenchance. Der SVH-Spieler kann den Ball aber aus 40 Metern nicht im verwaisten TSV-Tor unterbingen. Als auch die Heimelf durch Piecha wenige Minuten später zu ihrem ersten Hochkräter kamen, entwickelte sich eine lebendige Partie, in der die Gäste in der 38. Spielminute in Führung gingen: Ein Freistoß segelt lange und hoch in den Strafraum, ein SVH-Akteur lässt "abtropfen" und Andreas Neumeyer versenkt die Kugel aus acht Metern per Direktabnahme im Großbardorfer Kasten. In Halbzeit zwei warfen die Unterfranken wesentlich mehr in die Waagschale und wurden schließlich für ihr "Dauerfeuer" ab der 60. Spielminute belohnt - und zwar mit der vollen Ausbeute. Nachdem Heimstetten durch Konterchancen mehr und mehr Entlastung schaffen konnte, schlug die Stunde des Pascal Stahl: Im dritten (!) Nachschuss drückt Stahl die Kugel mit Hängen und Würgen über die Linie (86.). In der Nachspielzeit ist Stahl noch einmal zur Stelle, diesmal mit dem Kopf und wird wenig später von der TSV-Jubeltraube "begraben". Ergo: Großbardorf verdiente sich diesen Sieg aufgrund des unbändigen Willens in Halbzeit zwei, und bemühte am heutigen Abend das Glück des Tüchtigen.
Den Schweinfurtern gelingt auch im fünften Spiel in Serie kein Sieg. Gegen die 60er aus Rosenheim begann die Scheer-Elf stark und ging durch Christian Dan in Folge eines Sturmlaufs mit mehreren guten Gelegenheiten in Führung. Nachdem Dan in der 10. Minute bereits eine Riesenmöglichkeit auf den Führungstreffer ausließ, machte er es drei Minuten später wesentlich besser: Flanke Stefan Seufert und Christian Dan spitzelt den Ball über die Linie zum zu diesem Zeitpunkt hochverdienten 1:0. Danach schlich sich bei den Schweinfurter eine unverständliche Passivität ins Spiel ein und Rosenheim wurde förmlich eingeladen, die Spielanteile an sich zu reißen. Nachdem Rosenheim immer stärker wurde, folgte wenig überraschend der Ausgleichstreffer: Schweinfurt-Keeper Stephan Essig faustet außerhalb des Fünfers nach dem Ball, trifft aber den Rosenheimer Stürmer Andreas Voglsamer am Kopf. Es folgte ein absolut bereichtigter Elfmeterpfiff und das 1:1 durch Michael Kokocinski (75.). Auch danach waren die Gäste besser und näher dran am 2:1. Am Ende blieb's bei der halbwegs gerechten Punkteteilung, weil Schweinfurt das erste Spieldrittel dominierte. Der FC05 muss sich aber die Frage stellen, wieso man sich das Heft danach derart aus der Hand nehmen ließ.
Frohnlach scheint seine erste Liga-Niederlage seit rund einem halben Jahr gut überstanden zu haben. Nach dem 1:3 in Heimstetten setzte sich die Kurth-Elf mit eben jenem Ergebnis am heutigen Abend gegen den Würzburger FV durch. Dabei begann die Partie mit einem Dämpfer für die Oberfranken: Steffen Krautschneider schließt in der 14. Spielminute den ersten echten Angriff der Gäste zum 0:1 ab. Danach schaltete sich der VfL vermehrt ins Spiel ein und kam noch vor dem Seitenwechsel zum Ausgleichstreffer, als Thomas Karg einen Klärungsversuch der WFV-Defensive aufnahm und den Ball im Winkel versenkte (40.). Mit einem Blitzstart nach dem Seitenwechsel stellten die Frohnlacher durch Christian Beetz auf 2:1. Ein Umstand, den der WFV nicht auf sich sitzen lassen wollte. Als die Drangphase der Unterfranken allerdings ohne Torerfolg blieb, suchte der VfL sein Glück wieder in der Offensive. In der 73. Minute dann der 3:1-Siegtreffer durch Tayfun Özdemir, der einen langen Flankenball von Paul Scheller mit vollem Risiko volley nimmt und ihn aus 14 Metern Torentfernung unhaltbar im Netz versenkt. Letztlich ein verdienter Heimsieg der Frohnlacher, denen aber auch am heutigen Tag einiges abverlangt wurde.
Eine Partie ohne große Aufreger, die obendrein nicht gerade prickelnd für die 150 Zuschauern in Rosenheim war. Der Sportbund lieferte über die gesamte Spielzeit eine spielerisch recht magere Leistung ab. Die Gäste vom FSV Erlangen-Bruck nahmen sich dies zunutze und kamen in der 40. Minute zum goldenen Treffer des Abends. Rico Röder setzte energisch nach und traf aus spitzem Winkel zum 0:1-Gästesieg, der am Ende wohl in Ordnung geht. Gerade als der Sportbund etwas mehr Zugriff aufs Spiel fand und sich mehrere Torchancen durch Franz Eyrainer, Michael Tot und Manuel Ring ergaben, schlug Erlangen zu und nimmt so die drei Punkte aus Oberbayern mit. In einer mäßigen Partie gewinnt von zwei heute schwachen Mannschaften die erfahrenere. Erlangen springt auf Rang 13, Rosenheim rutscht ab auf Rang neun.
Der FC Eintracht Bamberg beendet seine Durststrecke, der FC Ismaning kassiert seine zweite Niederlage am Stück. Zu Spielbeginn sah aber alles zunächst ganz anders aus. Ismaning agierte gefällig und entwickelte zunehmend Torgefahr. Just als Bamberg mehr und mehr ins Spiel fand, gingen die Gäste mit 1:0 in Führung. Florian Wolf netzte ein zur Führung für den amtierenden Bayernliga-Meister. Der 25-Jährige zielt links außen stehend aufs lange Eck und knallt den Ball unter die Latte (13.). Quasi im Gegenzug die Antwort des FC Eintracht: Peter Heyer köpft einen Eckball von Christoph Herl zum 1:1 in die Maschen (16.). Noch vor der Pause stellte Alexander Deptalla mit seinen ersten beiden Saisontoren auf die 3:1-Halbzeitführung, die zu diesem Zeitpunkt wohl noch zu hoch ausfiel. In Halbzeit zwei waren die Bamberger dann aber die klar spielbestimmende Mannschaft mit den besseren Torchancen. Eine davon nutzte der eingewechselte Dinis Ribeiro kurz vor Schluss zum 4:1-Endstand, nachdem er zuvor bereits eine tolle Chance ausließ und den Ball auf statt im Tornetz zappeln ließ. Vom FC Ismaning ging nach dem Seitenwechsel keine Gefahr mehr aus, weshalb man schlussendlich auch über die Höhe der Niederlage nicht mehr streiten brauchte.