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Allgemeines

Sportminister: Stade de Luxembourg um 2.000 Plätze erweiterbar

Infrastrukturen nur ein Teil der Prioritäten der kommenden Legislaturperiode, während die Politik das Rückgrat des Sports stärken will

von Paul Krier · 06.02.2024, 16:40 Uhr · 0 Leser
Sportminister Georges Mischo
Sportminister Georges Mischo – Foto: paul@lsn.sarl

Am Dienstagvormittag stellte der neue Sportminister Georges Mischo die Sportpolitik und damit verbundenen Prioritäten für die Legislaturperiode 2023-2028 der versammelten Sportpresse vor. Seine Strategie stützt sich dabei auf fünf Säulen, eine davon ist die Infrastrukturentwicklung.

Die gesellschaftlichen Auswirkungen, die Stärkung der Sportbewegung, der Gesundheits-, Breiten- und Freizeitsport sowie der Leistungs- und Hochleistungssport sind die anderen Prioritäten.

Gegen Ende der Pressekonferenz fragte ein anwesender Journalist, ob das „Stade de Luxembourg“ nicht bereits von Anfang an mit einer zu niedrigen Kapazität gebaut worden war. „Es kann um rund 2.000 weitere Plätze ausgebaut werden“ wusste Minister Georges Mischo zu berichten. Demnächst habe man diesbezüglich eine Unterredung mit der FLF, persönlich habe Mischo bereits mit Paul Philipp, dem Vorsitzenden des mitgliederstärksten Sportverband Luxemburgs, im Rahmen eines Länderspiels darüber gesprochen.

Ist das Stade de Luxembourg bereits zu klein?
Ist das Stade de Luxembourg bereits zu klein? – Foto: photos.lsn.sarl

Auch wenn die Infrastrukturen - darunter fällt z.B. auch das Sportmuseum in Esch/Alzette - und konkreter ein eventueller Ausbau des „Stade de Luxembourg“ die Fußballanhänger vermutlich am meisten interessieren, so waren andere Themen die heute Vormittag angeschnitten wurden eigentlich wichtiger und dürften vor allem für Sportler sowie Vereins- und Verbandsverantwortliche aus dem Fußball ihre Wichtigkeit haben.

Stärkung der Sportbewegung

Wie der CSV-Minister mehrfach unterstrich, möchte man das Rückgrat des Luxemburger Sports stärken, was aber nur klappe, „wenn wir alle zusammen anpacken, Ressourcen bündeln und die der Verbände und Vereine hinzuholen“ wie er gegen Ende der Pressekonferenz erklärte.

Konkret sprach Mischo davon, die organisatorischen Kapazitäten von Vereinen und Verbänden zu stärken. Wenn man die Basis stärke, würde man mehr Qualität im Sportsektor bekommen. Ähnlich wie sein Vorgänger Georges Engel spielt der Sport für den einstigen Bürgermeister von Esch/Alzette auch in der Gesundheit bzw. der Krankheitsprävention sowie bei der Integration und Inklusion sowie der Gleichberechtigung eine wichtige Rolle.

Der Spitzensport

Als Herausforderung sieht das Sportministerium, das Niveau im Hochleistungssport halten und noch verbessern zu können. Ein Puzzleteil davon sei z.B. das neue Sportlyzeum in Mamer. Für Athleten, die nicht von ihrer Sportart leben können, möchte man zudem den Weg einer dualen Karriere mit einem zweiten Standbein für diese Sportler fördern. Neben der Sportsektion der Armee wird auch der ähnliche zivile Weg ins Auge gefasst, der schon seit Jahren im Gespräch ist.

Der „médico sportif“, die obligatorischen sportärztlichen Untersuchungen für lizenzierte Sportler, soll reformiert werden. Dass es wegen Terminengpässen oft zu starken Verzögerungen beim „médico“ kommt, beeinträchtigt oft Profisportler, die kurzfristig zu Vereinen kommen und sofort spielen sollen. Mischo: „Wir versuchen Lösungen zu finden, diese sind aber nicht immer möglich.“ Die Stadt Esch soll einen eigenen „médico“ bekommen, der diesem Namen auch würdig sei, so Mischo weiter.

Sportförderung

Zusammen mit den verschiedenen Stakeholdern (Sportbewegung inkl. Clubs, Verbänden usw., Gemeinden, dem Parlament und einer Reihe an verschiedenen Ministerien) möchte man den Sport generell fördern. „Wir versuchen, dass die Kinder den Geschmack am Sport finden“ erklärte Minister Mischo. Zugleich bedauerte er, dass erst rund zehn Prozent der Gemeinden Luxemburgs über einen Sportkoordinator verfügen würden. Um die Qualität der Sporterziehung in den Grundschulen künftig zu erhöhen, wird im LTPES in Mersch seit Herbst eine entsprechende Ausbildung angeboten.

>> Download der Präsentation von Sportminister Mischo

Ehrenamt und Organisation

„Der Rückgang im Ehrenamt bereitet mir viele Sorgen“ äußerte sich Georges Mischo zu einem der größten Problemfelder der Gesellschaft insgesamt. Die Anpassung des Sporturlaubs sei dafür eventuell ein Hebel, doch auch das Angebot an Fortbildungen, Beratungen und Subventionen für technisches und administratives Personal könnten ausgebaut werden. Ein weiterer Hebel soll die Digitalisierung von Prozessen sein.

– Foto: MSP

Sonstiges und Finanzen

In schwierigen Zeiten sei es laut Minister Mischo schwer, mehr Geld aus dem Staatsetat zu bekommen. Dennoch sei man aktuell mit dem Finanzministerium in Verhandlungen, welche aber noch nicht abgeschlossen seien. Weiter ist vorgesehen, eine Schlichtungsstelle für Sportler einzurichten, die Probleme mit ihren Verbänden haben und das Sportgesetz soll überarbeitet werden.

Ein Hauch von Olympia in Luxemburg

Wie Sportminister Georges Mischo dann noch verriet, soll der olympische Fackellauf am 27.Juni im Dreiländereck Luxemburg-Deutschland-Frankreich passieren. Näheres dazu konnte am Dienstagvormittag noch nicht gesagt werden, da man sich erst am heutigen Nachmittag zu diesem Thema mit der französischen Botschafterin in Luxemburg trifft. Weiter wurde verraten, dass es in Paris eine „Maison du Luxembourg“ und eine Luxemburger Fanzone geben wird.

Pressemitteilung des Sportministeriums

Le mardi 6 février, le ministre des Sports, Georges Mischo, a présenté les ambitions de la politique sportive et les grandes lignes du programme gouvernemental 2024-2028.

Le sport, en tant qu'élément essentiel de la vie sociale, économique et sanitaire, mérite une approche ambitieuse. Le ministre a déclaré : « Notre objectif est de créer une politique sportive inclusive visant à encourager la pratique sportive sous toutes ses formes. Je m’engage à promouvoir le sport en mettant en évidence ses multiples motivations et bienfaits. De plus, au vu du potentiel considérable du sport en matière de prévention pour la santé mentale et physique, notre politique sportive ambitieuse permettra de générer des économies pour notre système de sécurité sociale. »

Georges Mischo a également souligné que la compétition, bien qu'importante, ne devrait pas être le seul objectif du sport. « Mon engagement consiste à encourager l'ensemble de la population à adopter un mode de vie actif et à faciliter la découverte et la pratique du sport dans des installations de qualité », a souligné Georges Mischo.

Il a également mis l’accent sur le renforcement des capacités organisationnelles du mouvement sportif, visant ainsi à avoir un impact significatif sur la société entière. Ces initiatives visent à promouvoir la qualité du mouvement sportif, en mettant en avant des valeurs telles que l'intégration, l'inclusion, l'égalité des genres, la diversité et l'intégrité dans le sport, y compris le sport de haut niveau.

De plus, et dans le but de promouvoir davantage le développement du sport au Luxembourg, il est envisagé de renforcer la collaboration avec d’autres ministères de même qu'avec le secteur communal.

La politique sportive repose sur cinq piliers fondamentaux, chacun visant à promouvoir le sport sous des aspects spécifiques.

Impact sociétal

  • Renforcer l'inclusion, l'intégration, l'égalité des genres et la cohésion à travers une augmentation du soutien financier et de l'encadrement des clubs sportifs
  • Renforcement du bénévolat dans le sport
  • Améliorer la collaboration entre les acteurs au niveau local par le biais du coordinateur sportif auprès des communes
  • Faire avancer le projet d’un Musée national des sports
  • Réformer l'ALAD et ancrer la notion d'intégrité dans le sport
  • Introduire une instance de médiation indépendante en tant que point de contact pour les athlètes et les fédérations
  • Collaboration avec le Paralympic Committee et les Special Olympics

Renforcement du mouvement sportif

L’autonomie de fonctionnement du COSL, des fédérations et des clubs sera à tout moment respecté, tout en les accompagnant et en les soutenant dans leur évolution vers des structures plus professionnelles, notamment en développant les capacités organisationnelles du mouvement sportif.

  • Développement des subventions pour le personnel technique et administratif des fédérations et réforme du subside Qualité+
  • Évaluation du congé sportif
  • Développement des métiers du sport
  • Renforcement de l’offre de formations de l'Institut national de l’activité physique et des sports (INAPS)
  • Promotion de la collaboration et des partenariats entre cadres techniques et administratifs du mouvement sportif au moyen d’ateliers, de séminaires, d’évènements, de conférences et de forums
  • Analyse du fonctionnement du contrôle médico-sportif et établissement de synergies avec la médecine scolaire
  • Promotion de la digitalisation des processus en simplifiant les démarches administratives

Le sport-santé, le sport-loisir et le sport pour tous

  • Renforcement des ressources des clubs sportifs dans le développement des programmes d’activité physique et de sports adaptées à tous les âges et niveaux
  • Promotion du potentiel de prévention primaire, secondaire et tertiaire du sport pour la santé physique et mentale à travers des programmes de haute qualité
  • Promotion de programmes de prévention des blessures
  • Soutien aux initiatives de santé et d’activité physique au niveau communal
  • Mise en place d’un réseau de coordinateurs sportifs dans les communes pour renforcer la collaboration entre les acteurs

Le sport de haut niveau et le sport d’élite

  • Développement et extension de l’offre du Sportlycée et du LIHPS
  • Amélioration de l'encadrement de nos sportifs de haut niveau et de nos jeunes talents sportifs
  • Développement de la double carrière
  • Poursuite des démarches en vue de la mise en place d’une carrière civile parallèlement à la section des sportifs d’élite de l’armée
  • Congé sportif
  • Améliorer et développer l'offre de formations

Infrastructures

Le développement du sport nécessite des infrastructures sportives fonctionnelles et polyvalentes qui répondent à la croissance démographique et aux besoins des clubs et des fédérations.

Une politique d'information plus transparente sera mise en place pour rendre les subventions plus accessibles.

  • Élaboration d’un concept d'infrastructure sportive nationale et régionale
  • Développement d’infrastructures pour répondre aux besoins régionaux et communaux
  • Transformation de l'INS en AINS pour assurer la gestion des infrastructures sportives nationales et à envergure nationale

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