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Ligavorschau

Spitzenspiel auf Kunstrasen

KOL GIESSEN SÜD: +++ SpVgg Leusel geht als Favorit in Duell mit Tabellendrittem +++ Druck bei SGAES wächst +++ Romrod will kämpfen +++

von Christian Németh (Oberhessische Zeitung) · 24.03.2017, 08:00 Uhr · 0 Leser
Energisch: Marius Geisel (rechts) und die SG Romrod/Zell kämpfen noch um den Ligaverbleib.
Energisch: Marius Geisel (rechts) und die SG Romrod/Zell kämpfen noch um den Ligaverbleib.

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ALSFELD (chn). In der Kreisoberliga Süd will die SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod ihre Negativ-Serie zu Hause beenden. Leusel hofft auf drei Punkte im Topspiel. Und für die abgeschlagene SG Romrod/Zell stehen Kampf und Spaß beidermaßen im Vordergrund.

SpVgg Leusel – SG Trohe/Alten-Buseck (Sonntag, 15 Uhr): „Trohe ist natürlich auch wieder ein schwieriger Gegner, aber es gab in letzter Zeit eigentlich immer interessante Spiele gegen diese Mannschaft. Ich freue mich auf das Spiel“, gibt Ertac Caliskan, Trainer des Kreisoberliga-Tabellenführers (Gießen Süd), vor dem anstehenden Duell mit der SG Trohe/Alten-Buseck zu. Rein tabellarisch betrachtet, handelt es sich bei diesem Aufeinandertreffen sogar um ein Spitzenspiel, rangieren die Busecker zur Zeit doch auf dem dritten Platz, punktgleich mit der Grünberger Dreier-SG. Die jeweilige Form spricht derzeit indes für die Vogelsberger.

Während über der Leuseler Sportvereinigung seit einigen Wochen der Nimbus der Unbesiegbarkeit schwebt – liegt doch die letzte Pflichtspielniederlage bereits gute fünf Monate zurück – geriet die SG Trohe/Alten-Buseck zuletzt ein wenig ins Taumeln. Nach einem soliden Restrunden-Einstand gegen Großen-Linden (3:1) setzte es für die Weinecker-Elf an den vergangenen beiden Wochenenden jeweils Niederlagen gegen den Tabellenfünfzehnten SG Birklar sowie den MTV 1846 Gießen (10.). Von diesen Resultaten gibt sich derweil SpVgg-Trainer Caliskan vorab allerdings unbeeindruckt: „Trohe hat eine gute Offensive, die können schnell nach vorne spielen. Da müssen wir auf der Hut sein.“ Tatsächlich stemmt die SG mit bislang 52 Treffern den derzeit viertstärksten Angriff der Liga. Wichtigster Goalgetter im Dress der Busecker: 1,96 Meter-Hüne Christian Allmann, der in der laufenden Runde bereits neunmal zugeschlagen hat, sich mit diesem Wert allerdings weit hinter dem Leuseler Torjägerlisten-Ersten Marius Bublitz (22 Tore) befindet.

Das Hinspiel ging mit 4:3 knapp an die Alsfelder, am Sonntag stehen Ertac Caliskan voraussichtlich wieder die meisten Akteure seines Kaders zur Verfügung: „Bei uns sieht es ganz gut aus, wir haben zwar ein paar angeschlagene Spieler, die aber hoffentlich bis zum Wochenende wieder fit sind.“ Wichtige Randnotiz: Genau wie die Partie der Leuseler Reserve (13 Uhr), findet das Kreisoberliga-Spitzenspiel auf dem Alsfelder Kunstrasen statt.

SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod – FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod (Sonntag, 15 Uhr): Nach einem unglücklichen Restrunden-Start ist die SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod unverkennbar nahe an den Abstiegsbereich gerutscht. Noch trennen das Mohr-Team zwar fünf Zähler von der auf dem Relegationsplatz befindlichen SG Birklar, nichtsdestotrotz gilt es nun wieder den Vorwärtsgang einzulegen. Die nächste Möglichkeit, um erstmals im Jahr 2017 zu Zählbarem zu gelangen, ergibt sich bereits gegen den Tabellenvierten, die FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod, die auf dem Altenburger Rasenplatz „Am Schloßberg“ gastiert.

„Grünberg spielt eine überragende Saison, die machen das richtig gut. Sie sind natürlich klarer Favorit“, betont SGAES-Übungsleiter Roland Mohr vor dem Aufeinandertreffen. Dennoch pocht der 51-Jährige gegen die Gallusstädter auf ein Erfolgserlebnis, ist doch der letzte Punktgewinn der Vogelsberger, die derzeit eine Negativserie von sieben Niederlagen mit sich herumtragen, auf den 6. November 2016 datiert.

„Wir wollen wegen des Hinspiels noch etwas gutmachen, da haben wir ja deutlich verloren“, erläutert Mohr im Vorfeld der Begegnung und mit Blick auf die 0:5-Pleite im vergangenen September. Zugleich gibt sich der SGAES-Trainer optimistisch und kämpferisch: „Wenn wir unsere Chancen nutzen, dann haben wir auch eine reelle Möglichkeit zu gewinnen. Wir wollen uns nicht kampflos ergeben.“

Fehlen wird der Altenburger Spielgemeinschaft neben den Langzeitverletzten allerdings Stürmer Marvin Rosengart, der sich bei einem A-Junioren-Einsatz einen Bänderanriss zugezogen hat und nun erst einmal mehrwöchig ausfallen wird. Im Gegenzug kehrt jedoch Levin Dietrich, zuletzt studiumsbedingt verhindert, in den Kader zurück, ferner stieg in Julian Kraft in den zurückliegenden Tagen wieder ins Training ein.

SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen – SG Romrod/Zell (Sonntag, 15 Uhr): Nach dem 0:2-Auftritt bei der FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod nun der nächste schwere Gegner für die SG Romrod/Zell auf fremden Geläuf. „In Grünberg hat die Leistung gestimmt, aber leider das Ergebnis mal wieder nicht“, erklärt SG-Abteilungsleiter Clemens Rupp, der angesichts der schwierigen Tabellenlage zwei zentrale Wünsche an die Romröder Mannschaft hat: „Uns bleibt ja nicht mehr übrig, als durchgehend für gute Ergebnisse zu kämpfen und Spaß am Fußball auszustrahlen, egal auf was es am Saisonende hinausläuft.“ Zum insgesamt gesunden Kader stößt zum Spiel dann auch wieder Trainer Hans Weppler, der gestern Abend aus dem Südtirol-Urlaub zurückkehrte. Rupp nimmt dem Team Druck: „Rechnerisch ist zwar noch alles möglich, aber ein Abstieg würde uns nicht umwerfen.“ Dabei betont er aber ebenfalls: „So ein 0:9 wie in Leihgestern, das sollte natürlich keinesfalls zweimal in einer Saison vorkommen.“