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Sperber wacht zu spät auf – Lokstedt verdient in nächster Pokalrunde

von Mathias Reß · 10.09.2021, 23:17 Uhr · 0 Leser
Zuschaueraufnahme
Zuschaueraufnahme – Foto: Thomas Schmidt

In der Meisterschaft konnte der SC Sperber aus der Bezirksliga 3 mit zwei Niederlagen und einem Unentschieden noch nicht wirklich überzeugen. Im LOTTO-Pokal-Wettbewerb siegten sie allerdings bei DUWO 08 (4:1) und bei Germania Schnelsen (5:1) schon zweimal deutlich. Nun ging es also in der dritten Runde gegen den Landesligisten Eintracht Lokstedt (Staffel 3) der im laufenden Wettbewerb zuerst den Lemsahler SV mit 3:0 schlug und dann den SV Groß Borstel mit 9:2 besiegte.

In den allerersten Minuten präsentierte der SC Sperber gute Ansätze, um zum Torabschluss zu kommen. Die größte Gelegenheit hatte dabei Dustin Vespermann, der es jedoch nicht schaffte, die frühe Führung herauszuholen. Das klappte auf der anderen Seite dann aber besser. Denn im direkten Gegenzug zeigte Eintracht Lokstedt ein Umschaltspiel wie aus dem Lehrbuch: Ein perfekt gespielter Diagonalball auf die rechte Seite wurde direkt weiter in den Strafraum geleitet, wo Ersin Cavus aus fünf Metern zum 1:0 für die Gäste einnetzte. Ab dann gehörte die gesamte erste Halbzeit nur noch der Eintracht. Ein ums andere Mal fanden die Männer von Trainer Anto Josipovic ihre Wege, um gefährlich in der gegnerischen Box aufzutauchen. Die Sperber-Kicker waren sehr damit beschäftigt, das Offensivspiel der Gäste abzuwehren. Zur Halbzeitpause hätten sie sich schon gut und gerne bis zu fünf Gegentore gefangen haben können, was die Hausherren aber zu verhindern wussten. Nur gegen das zweite Tor der Gäste sind auch sie machtlos gewesen. Tom Münster war es, der schon in der 20. Minute die Bude zum 2:0 für Eintracht Lokstedt knipste und ihnen einen komfortablen Vorsprung verschaffte.

Die zweite Halbzeit wurde ausgeglichener
Mit der Hereinnahme von Stürmer Timo Gahrmann brachte SCS-Trainer Benjamin Voß ab der 46. Minute wieder Schwung ins Spiel seiner „Sperberaner“. Der Neuzugang kam im Sommer von der Zweitvertretung des 1. FC Phönix Lübeck aus der Verbandsliga Süd-Ost in Schleswig-Holstein und belebte das Spiel der Hausherren ungemein. Größtenteils entwickelte sich die Partie sogar recht ausgeglichen. Der Klassenunterschied, den man während der ersten 45 Minuten sehr deutlich ausmachen konnte, war in der zweiten Halbzeit nicht mehr so klar zu erkennen. Doch genau in der stärksten Phase der Gastgeber konterte die Eintracht sehr gefährlich und zwang den eingewechselten Seyed Ali Zadfer zu einem Foul, das schließlich einen Elfmeter für die Lokstedter zur Folge hatte. Vom Punkt verwandelte Omar Boutrif schließlich sicher und erhöhte somit die Führung seines Teams auf 3:0 (65.).

Damit schien die Messe gelesen. Auch wenn sich der SC Sperber in der zweiten Halbzeit wirklich gut verkaufte, konnte er nichts allzu großes mehr gegen den Landesligisten ausrichten. Zwar erzielten die Gastgeber nach einem Standard noch den Anschlusstreffer, als Timo Gahrmann einen Freistoß aus dem Halbfeld mit dem Kopf verlängerte und Maxym Marx schließlich zum 1:3 einnickte (74.), allerdings sollte es das dann auch gewesen sein. Auffällig gut spielten neben dem Sperberaner Timo Gahrmann auf der Seite von Eintracht Lokstedt auch Torschütze Ersin Cavus und Mohamed Mahmoud Ali.