
Der Vorsprung aber hielt nicht lange, denn der an diesem Nachmittag sehr starke Tim Roth schoss einfach mal aufs Tor, und der nicht ganz unhaltbare Ball landete zum 1:1 im Netz (47.).
Danach wurden die Gäste sicherer ohne spielerisch den großen Unterschied zwischen den Tabellenplätzen klarzumachen. In der 61. Minute flog Herforsts Christian Reuter mit einer gelb-roten Karte vom Platz. Er hatte Tim Reuter im Strafraum gelegt. Den Elfmeter allerdings setzte Speichers Robin Eiden neben das Tor.
Das Geschehen verlegte sich nun mehr und mehr in die Hälfte der Gastgeber, und in der 64. Minute war es wiederum der überragende Roth, der sich den Ball in der eigenen Hälfte schnappte, mit seiner Schnelligkeit drei Verteidiger überlief und den Ball im langen Eck zum 2:1 unterbrachte. Die Herforster gaben nicht auf, hatten jetzt aber Mühe, konstruktiv vors Tor der Speicherer zu kommen.
Als der Spitzenreiter in der 78. Minute wieder mal konterte, wusste sich die heimische Abwehr wieder nur durch ein Foul zu helfen. Den zweiten Elfmeter verwandelte Speichers Kapitän Artur Poloshenko souverän zum 3:1 für den SVS. Kurz vor Schluss gelang seinem Bruder Oleg nach einer Ecke des eingewechselten Daniel Frank sogar noch das vierte Tor für die Töpferstädter.
Das Ergebnis fiel sicherlich zu hoch aus, denn die Herforster boten den Gästen einen großen Kampf, der letztendlich pikanterweise durch den Ex-Herforster Tim Roth entschieden wurde.
Der Trainer des Gastgebers, Dieter Krütten, meinte nur: „Wir waren in der ersten Halbzeit stark, haben es aber versäumt, Tore zu schießen und mussten dann feststellen, dass ein Spiel 90 Minuten dauert.“
Martin Wagener auf Speicherer Seite zeigte sich ob der Leistung seiner Mannschaft erfreut, merkte allerdings auch an: „Wir standen in der ersten Hälfte nicht kompakt, haben zwei, drei starke Konter zugelassen, was wir ursprünglich vermeiden wollten. In der zweiten Halbzeit waren wir dann druckvoller. Ich muss der Mannschaft ein Lob für ihren Teamgeist zollen, wie gut sie den verschossenen Elfmeter verdaut hat. Niemand hat dem Schützen einen Vorwurf gemacht. Das war eine starke Gesamtleistung.“
Da Widersacher Schleid beim SV Neunkirchen-Steinborn mit 1:2 verlor, baute Wageners Team die Tabellenführung aus und hat jetzt vier Punkte Vorsprung auf Platz zwei.
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