
Der SV Anzing hat beim Sparkassenpokal die Qualifikation für die Finalrunde verpasst. Eine Niederlage gegen TSV 1860 Rosenheim besiegelte das Aus.
Anzing/Rosenheim – In einer Dreiergruppe bekam es das Anzinger Team von Christian Rauch und Christian Rickhoff in der Zwischenrunde des 43. Sparkassenpokals mit dem SB Chiemgau Traunstein (Landesliga) und dem SV Westerndorf (Kreisliga) zu tun. In der Auftaktpartie gegen Letzteren schien es für den SVA-Traum vom Weiterkommen bereits ein jähes Ende zu geben. Wenige Momente vor Schluss der 15-minütigen Spielzeit lag man mit 0:3-Toren in Rückstand.
„Wir haben uns dann noch zurückgekämpft und Moral bewiesen“, war Rauch erfreut. Adrian Blumberg und ein Doppelpack von Raphael Hösl entschärften die Ausgangssituation vor dem Duell mit Mitfavorit Traunstein. Dem SVA gelang selbstbewusst tatsächlich die große Überraschung. Hösl, Markus Behr und Adrian Blumberg trafen beim 3:1-Erfolg. „Das war wirklich eine tolle Leistung. Wir haben alles aufs Parkett gebracht, was nötig war und völlig verdient gewonnen“, freute sich Rauch über die Qualifikation für eine Vierergruppe, in die sich neben Traunstein zwei weitere schwere Brocken gesellten.
Gegen die Überraschungsmannschaft des SV Kolbermoor (Kreisklasse) bekam der SVA kurz darauf die Grenzen aufgezeigt. „Sie hatten vielleicht nicht die besten Einzelspieler, aber beeindruckten durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Sie waren klar besser als wir“, gestand Rauch, nachdem die Anzinger mit 0:4 unter die Räder gekommen waren. Dennoch bestand weiterhin Hoffnung aufs Weiterkommen, denn auch der zweite Platz in der Vierergruppe hätte zur Teilnahme am Finalturnier berechtigt.

Dafür benötigte der Kreisligist im abschließenden Spiel gegen den TSV 1860 Rosenheim (Bayernliga), den Rekordgewinner des Turniers, zumindest eine Punkteteilung. „Es war sehr eng. Wir haben bis zur letzten Sekunde gedrückt, aber unsere Chancen nicht genutzt. Rosenheim hat den Sieg letztlich über die Zeit gerettet“, so Rauch nach der knappen 1:2-Niederlage gegen den Favoriten, die das Anzinger Aus besiegelte.
„Trotzdem fahren wir mit erhobenen Hauptes zurück. Wir können zufrieden sein, dass wir überhaupt so weit gekommen sind. Wir haben es genossen vor einer solch tollen Kulisse zu spielen“, zog Rauch ein positives Gesamtfazit. Anzings Keeper Deniz Erden erhielt mit der Auszeichnung als ‘Bester Torhüter des Turniers’ zumindest noch ein schönes Trostpflaster. (Florian Hennig)