2024-05-24T11:28:31.627Z

Spielvorbericht
Einsatzbesprechung: Trainer Christoph Saller mit Stürmer Jonas Poniewaz.  Oliver Rabuser
Einsatzbesprechung: Trainer Christoph Saller mit Stürmer Jonas Poniewaz.  Oliver Rabuser

Solider FC-Start: Zwei Unentschieden sind eine gute Basis für die Garmisch-Partenkirchner

Zweites Heimspiel in der Landesliga Südwest

Nach Mering kommt Memmingen: Nach zwei Unentschieden zum Saisonstart dürsten die Kicker des 1. FC Garmisch-Partenkirchen nach einem Sieg

Garmisch-Partenkirchen – Natürlich haderten sie mit ihrem Schicksal. Schließlich lag der Sieg so nah. Nach einer Stunde führten die Landesliga-Fußballer des 1. FC Garmisch-Partenkirchen in Mering 3:0, hatten sogar in Unterzahl den Vorsprung ausgebaut. Und dann gab’s dafür nur einen Punkt. Das späte Remis fühlte sich automatisch wie eine deftige Watschn an. Beim Auslaufen, beim Duschen und auch noch beim Heimfahren.

Logisch: Wer anders gefühlt hätte, wäre wohl auch fehl am Platz. Doch: Über dieses unglückliche Resultat hinaus gibt es vor dem nächsten Heimspiel an diesem Samstag gegen den FC Memmingen II (15 Uhr) auch eine positive Erkenntnis dieses zweiten Spieltags der neuen Saison: Der 1. FC kann trotz der personellen Veränderungen mit seiner jungen Mannschaft offenbar mithalten. „Das weiß die Mannschaft fern der Emotionen auch“, versichert Trainer Christoph Saller, dass diese Botschaft trotz der nicht ganz idealen Ausbeute durchgedrungen ist. Gewiss: Es werden noch stärkere Gegner kommen, unvorhergesehene Ereignisse den Zusammenhalt auf die Probe stellen. Stand jetzt aber gibt es nichts, das grundsätzlich infrage gestellt werden müsste.

Gegen Olching holten die Garmisch-Partenkirchner einen 0:2-Rückstand mit entschlossenem Willen auf, in Mering hielt die Elf trotz baldiger Unterzahl den Gegner lange auf Distanz. Und doch: Eine Belohnung in Form gewonnener Matches darf nicht zu lange ausbleiben. Zwei Remis bedeuten nach zwei Runden eben auch wieder nur Position elf in der Tabelle.

Am Mittwoch gab es nach dem Schlusspfiff sehr wohl erste Diskussionen rund um die späten Gegentreffer. Teilweise ohne große Not. In Summe ein unhaltbarer Sonntagsschuss, gefolgt vom vielleicht einzigen gravierenden Stellungsfehler, negativ ergänzt durch eine übermotivierte Grätsche im Mittelfeld sowie eine fragwürdige Handspiel-Entscheidung des Unparteiischen – das sind Faktoren, die hinsichtlich nachlassender Kräfte in nummerischer Unterlegenheit keinen Ansatz für epische Kritik darstellen sollten.

Was als kleines Alarmsignal verstanden werden könnte: In der Summe sind es schon wieder fünf Gegentore in zwei Partien. „Grundsätzlich zu viel“, bestätigt Saller. Doch müsse man den Einzelfall betrachten. Der Coach verweist eben auf die geschilderten Situationen. Klar ist dennoch: „Du holst leichter die Punkte, wenn du hinten weniger kassierst.“

Dass Fehler passieren werden, war wegen der Altersstruktur des Teams abzusehen. Saller baut auf Geduld. Die notwendigen Ergebnisse kämen „zwangsläufig“, wenn die Mannschaft so „seriös“ weiterarbeite. Das bis dato unaufgeregte Spiel seiner Elf sei eine „gute Basis“.

Mit den Memmingern trifft das FC-Team nun auf eine junge, ambitionierte Elf. „Jeder mag auf sich aufmerksam machen.“ Saller erwartet eine offensiv ausgerichtete Mannschaft aus dem Allgäu. „Sie wird uns aggressiv anlaufen, darauf müssen wir gefasst sein.“ Umgekehrt sollen sich die Platzherren in den offensiven Räumen entsprechend in Szene setzen, mit Bedacht und Überlegung auf Torabschlüsse hinarbeiten.

Dabei muss Saller auf eine der positiven Überraschungen aus den Auftaktbegegnungen verzichten. Jonas Schrimpf hat sich nach dem Mering-Spiel krank gemeldet. Als ersten Ersatzmann nennt der Coach Jonas Poniewaz, der nach starken Trainingseindrücken ohnehin nahe an der Startelf war.

Aufrufe: 019.7.2019, 18:50 Uhr
Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Oliver RabuserAutor