2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines

So tickt der neue Chef der emsländischen Fußballer

Diese Ziele verfolgt der Meppener Heinz-Gerd Evers in den nächsten drei Jahren

Meppen Er vertritt im Emsland als Kreisvorsitzender 120 Fußballvereine beziehungsweise 1019 Mannschaften: Heinz-Gerd Evers. Überschaubar war sein Fußballtalent, doch der 60-Jährige kennt sich beruflich und sportlich mit Leitung und Führung aus.

Der Mensch: Evers ist aktuell 60 Jahre alt. Geboren wurde er in Haren-Rütenbrock, aber die Familie zog nach Meppen, als er ein halbes Jahr alt war. „Dort bin ich aufgewachsen und habe mein Leben verbracht.“ Jetzt wohnt Evers im Meppener Ortsteil Rühle. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und ein Enkelkind. Beruflich ist Evers bei der DAK Gesundheit, einer deutschen Krankenkasse, beschäftigt. Dort leitet er zwei Servicezentren – eins in Lingen und eins in Nordhorn.
Evers gilt als Mann des Ausgleichs. „Viele Leute beschreiben mich so“, sagt er. Es sei immer schwierig, sich selbst einzuschätzen, betont er. „Aber das ist auf jeden Fall mein Bemühen. Ich versuche, wo es möglich ist, Konsens herzustellen.“ Wenn man den Hut aufhabe, egal ob im Job oder im Fußball, könne man sich sicherlich unterschiedliche Meinungen anhören und sich dann danach ein Urteil bilden. „Am Ende ist aber derjenige, der den Hut aufhat, der, der die Entscheidung treffen muss und sie auch nach außen hin vertreten muss.“

Der Fußballer: Bei mehreren Vereinen war Evers aktiv. Angefangen hat er als D-Jugend-Spieler beim SV Meppen. „Dann gab es im Maristenkloster – damals nannte sich das Marianum so – eine eigene Mannschaft. Das war Blau-Weiß Meppen, die es schon seit Jahrzehnten nicht mehr gibt.“ Über einen Schulfreund kam Evers zum VfL Emslage, wo er auch hängen geblieben sei. „Meine Fähigkeiten als Fußballer waren überschaubar“, gibt Evers zu.

Der Schiedsrichter: Von 1977 bis 1999 leitete Evers auf Verbandsebene als Unparteiischer Fußballspiele. Im Anschluss noch ein paar Jahre auf Kreisebene. Sein Trainer habe ihm deshalb empfohlen, doch mal einen Schiri-Schein zu machen. Evers pfiff bis zur 4. Liga und war in der 3. Liga als Assistent tätig. Nach seiner aktiven Laufbahn als Schiedsrichter wurde Evers Kreisschiedsrichterobmann.

Die Ziele: Evers will den Nachwuchs für den Fußball begeistern. Man müsse versuchen, Kinder und Jugendliche wieder zurückzuholen, sagt Evers. „Ihnen Angebote zu machen, dass der Fußballsport das Richtige für sie ist. Da gibt es auch keine Denkverbote.“ Man müsse einfach unterschiedliche Varianten ausprobieren. „Es gibt eine neue Art, wie man Kinderfußball interpretiert. Und das sind Dinge, die wir in die Vereine tragen wollen. Die wir am Ende aber auch nur über die Akzeptanz bei den Vereinen letztendlich realisieren können.“
Evers will auf die emsländischen Vereine zugehen. „Ich werde mich mit Sicherheit häufiger als in der Vergangenheit auf den Plätzen hier bei uns im Kreis sehen lassen.“ Er sei aber auch schon in den letzten Jahren immer wieder unterwegs gewesen.

Aufrufe: 030.9.2021, 09:15 Uhr
EmslandsportAutor