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Ligabericht

Siegreiches Duo hält Titelrennen weiter offen

KLA FD-LAUTERBACH: +++ Lautertal verpasst Sieg +++

von Lauterbacher Anzeiger · 16.05.2016, 20:05 Uhr · 0 Leser
F: Patten
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Lauterbach (kk/fub). Weiterhin offen ist das Titelrennen in der Fußball-Kreisliga A Fulda/Lauterbach. Die Topteams TSV Ilbeshausen (1:0 gegen die SG Maberzell/Gläserzell) und FSG Wartenberg/Salzschlirf (3:1 in Hainzell) lösten erwartungsgemäß ihre Aufgaben.

Im Tabellenkeller verpasste die SG Lautertal mit dem 3:3 gegen den SV Großenlüder II den Befreiungsschlag, den auch die SG Grebenhain/Bermuthshain in Giesel (0:3) anvisiert hatte. Beide Vogelsberger Klubs werden unter der Woche nun der SG Giesel die Daumen drücken, damit der Aufsteiger die SG Maberzell/Gläserzell im letzten Nachholspiel wohl endgültig in die Abstiegsrelegation schießt.

Die Tormaschine der Gastgeber hatte im ersten Abschnitt noch gewaltig Ladehemmung. Man fand zunächst einfach kein Konzept, die Gäste zu überwinden. Die SG Maberzell/Gläserzell stand hinten ziemlich engmaschig und ließ auch nicht viel zu. Auch in der zweiten Hälfte lief zunächst nicht viel zusammen. Erst ein Eckball sollte die Entscheidung bringen. Nach deren Hereingabe stand Routinier Thomas Winter goldrichtig und köpfte das erlösende goldene Tor. Danach vollzogen die Gäste ein Kehrtwende, öffneten ihre Verteidigung und begannen, selbst mächtig Druck zu machen. Fortan bestand die Hauptarbeit des Tabellenführers nur noch darin, die Bälle ,,herauszublasen", wie es Abteilungsleiter Thomas Mönnig formulierte: ,,Es war kein schönes Spiel mehr und war am Ende ein dreckiger Sieg. Egal wie, Hauptsache drei Punkte." Am Ende wurde es noch ein hitziges Spiel mit vielen kleinen Nickligkeiten, aber ohne besondere Härte oder Unfairness. Und trotzdem musste Schiedsrichter René Sauerwald alleine in den letzten zehn Minuten noch vier gelbe Karten verteilen.

Tor: 1:0 Thomas Winter (58.).

Es war zunächst eine schwere Hürde, die der Tabellenzweite in Hainzell zu überwinden hatte. Die Gastgeber gingen eine harte und körperbetonte Gangart und versuchten, mit langen Bällen den Gegner zu überlisten. Dabei schien ihnen das frühe Führungstor entgegen zu kommen. Aber nur zwei Minuten später bekam die FSG einen Foulelfmeter zugesprochen. Dabei parierte Torhüter Dominic Fladung den Schuss von Tim Horenkamp, ehe Niklas Möller goldrichtig stand und den Nachschuss zum Ausgleich verwertete. Danach war es zunächst ,,eine Partie auf Augenhöhe mit Torchancen auf beiden Seiten", wie FSG-Sprecher Walter Rößler ausführte. In der zweiten Halbzeit waren die Gäste dann klar spielbestimmend. Auch waren ausreichend Torchancen vorhanden, die teils großartig vom starken Keeper der SG entschärft wurden. Aber in der 76. Minute war auch dieser machtlos, als eine Direktabnahme von Nils Jander im gegnerischen Kasten einschlug. Es war zugleich der Knackpunkt in der Partie zugunsten der FSG, denn jetzt musste Kleinlüder/Hainzell die Abwehr öffnen. ,,Das kam uns natürlich sehr entgegen, so dass wir ganz am Ende noch den dritten Treffer setzen konnten", freute sich der zufriedene Gästesprecher.

Tore: 1:0 Joshua Garden (5.), 1:1 Niklas Möller (7.), 1:2 Nils Jander (76.), 1:3 Viktor Martens (90.). Rote Karte: André Bonaus (Kleinlüder/Hainzell, 53.) wegen Tätlichkeit. BV: Tw Dominic Fladung (Kleinlüder/Hainzell) pariert FE von Tim Horenkamp (7.).

,,Ich weiß nicht, ob wir uns über dieses Remis freuen oder ärgern sollen", lautete die erste Einschätzung von Lautertals Spielertrainer Andreas Scharbert. Am Ende kam er zum Ergebnis, dass der Ärger überwiegt, weil man aus den gebotenen Tormöglichkeiten in der zweiten Halbzeit ganz einfach zu wenig gemacht habe. Dabei war die Partie von zwei Grund auf verschiedenen Halbzeiten geprägt. Gleich der frühe Rückstand gegen den Mitkonkurrenten, wo man nach dem 0:2 schon alle Felle davon schwimmen sah. Dann das zeitliche glückliche Anschlusstor mit dem Pausenpfiff. Es folgte die Aufholjagd mit der 3:2-Führurg, mit der völligen Überlegenheit auf dem Platz und ,,drei ganz dicken Chancen", denen Scharbert letztlich nachtrauerte. Und am Ende drückten die Gäste noch einmal mächtig auf die Tube und heimsten in den Schlussminuten einen Punkt ein und versauten der SG den dringend benötigten Dreier. Da wurde die Gefühlswelt der Spieler und Anhängerschaft schon mächtig strapaziert. ,,Aufgrund der aktuellen Ausgangslage zwei ganz klar verlorene Punkte", so Scharbert abschließend.

Tore: 0:1 Michael Gies (12., FE), 0:2 René Krug (37.), 1:2 Andreas Greb (45.), 2:2 Andreas Scharbert (60., FE), 3:2 Kevin Krause (81.), 3:3 René Krug (86.).

Es war ein von Beginn an einseitiges Spiel, in dem im Prinzip nur die Gastgeber den Ton angaben. ,,Wir haben es eigentlich versäumt, uns mit Toren zu belohnen. Wir hatten die Schlitzerländer völlig im Griff", so Spielertrainer Gunter Eidmann: ,,Und dann der unverhoffte Ausgleich kurz vor dem Pausenpfiff. Aus heiterem Himmel heraus ergab sich urplötzlich eine Chance für den Gegner und der Ball war drin." Vorausgegangen war trotz der Überlegenheit eine Fehlerkette, die sich bis nach hinten durchgezogen hatte. Dabei konnten sich die Gäste auch in der Folgezeit kaum profilieren oder eine nennenswerte Möglichkeit erspielen. Und trotzdem war nach Aussage von Eidmann ,,eine gewisse Unsicherheit" vorhanden. Das 2:1 kurz nach der Pause, von ihm selbst erzielt, sei wichtig, aber nicht beruhigend gewesen. ,,Ein Ergebnis, das immer auf der Kippe steht, ist sehr gefährlich", wusste Eidmann. Letztendlich blieben die Punkte in Stockhausen, so dass die zehn Punkte aus den letzten vier Spielen so langsam das positive Saisonende einläuten dürften.

Tore: 1:0 Michael Eidmann (11.), 1:1 Marcel Gutermuth (43.), 2:1 Gunter Eidmann (55.).

,,Bei uns ist an diesem Tag überhaupt nichts zusammengelaufen. Die erforderliche Körpersprache war nicht ansatzweise vorhanden. Dann kannst du auch nichts erreichen", so Abteilungsleiter Hans Bayer. Mit viel Engagement und sehr einsatzfreudig waren allerdings die Gastgeber unterwegs, die ebenfalls noch auf die wichtigen Punkte angewiesen sind und jetzt ein wenig durchschnaufen können. Und dann kam auch noch dazu, dass alle drei Tore der SG Giesel durch Abwehrfehler der Oberwälder begünstigt waren. Zum Ende hin hatten die Gäste dann doch noch zwei Torchancen, wobei besonders die von Heiko Oechler in der 80. Minute zum Torerfolg hätte führen können. Letztlich eine weitere bittere Niederlage für die Oberwälder, die jetzt in arge Bedrängnis kommen könnten, wenn die Gegnerschaft unter der Woche zu Punkten kommen sollte.

Tore: 1:0 und 2:0 Simon Schlitzer (16. und 38.), 3:0 Tobias Rübsam (64.).