2026-01-09T09:36:09.492Z

Allgemeines
ier Gaudig Tore gegen Furtwangen, Maximilian Benz (rechts) gratuliert. | Foto: Wolfgang Scheu
ier Gaudig Tore gegen Furtwangen, Maximilian Benz (rechts) gratuliert. | Foto: Wolfgang Scheu

Sieben starke Argumente für Bärmanns Buben aus Löffingen

Löffingen feiert mit 17:1 Toren und neun Punkten perfekte Woche

Es war eine englische Woche, die unvergessen bleiben dürfte. Die Fußballer des FC Löffingen, zum Start in die Frühjahrsrunde ein bisschen wankelmütig am Ball, waren in den vergangenen acht Tagen die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Landesliga: in 270 Spielminuten kassierte die Elf einen einzigen Gegentreffer und erschreckte die jeweiligen Gegner mit Torlawinen: zum Auftakt eines perfekten Dreiklangs gelang ein 6:1-Heimerfolg gegen den FV Walbertsweiler-Rengetsweiler, dem am 1. Mai ein souveräner 4:0-Sieg in Schonach folgte. Zur Krönung der kollektiven Meisterleistung gab es am vergangenen Samstag einen auch in dieser Höhe verdienten 7:0-Heimerfolg gegen die sichtlich erschütterten Fußballer des FC Furtwangen.

Eine perfekte Woche, die Löffingens Trainer Uli Bärmann, der zum Saisonstart von seinem Vorgänger Tim Heine ein eingespieltes Team übernommen hatte, mit ungebremster Euphorie zur Kenntnis nimmt: „Das war sehr, sehr begeisternd, was in den vergangenen drei Spielen abgelaufen ist.“ Er und seine Spieler seien nach einer perfekten Woche „einfach nur glücklich“. Immer wieder hatte Bärmann in dieser Frühjahrsrunde mit seinen Spielern gehadert, weil sie sich zwar beste Chancen erarbeiteten, aber beim Torschuss zu oft das Ziel verfehlten.

Über die Torquote seiner Elf verliert Bärmann aktuell kein Wort mehr: 17:1 Treffer in drei Spielen, das ist ein Wert, den selbst Eishockeyteams nur selten erreichen. Nach dem 4:0-Erfolg in Schonach zur Wochenmitte hatten die Löffinger am Abend des Tags der Arbeit gemütlich bei einem Bierchen zusammengesessen. Doch was hatten sie nur am Samstag vor dem Anpfiff gegen Furtwangen getrunken? „Super Plus“, vermuteten Fans der hoffnungslos unterlegenen Elf aus dem Bregtal. „Die Buben hatten nur Löffinger Wasser intus“, klärt Trainer Bärmann auf, „das ist ein perfekter Treibstoff“.

Für die perfekte Woche gebe es vor allem einen Grund: den enormen Zusammenhalt. „Wir haben sehr viele Leute im Training“, so der Übungsleiter, alle Spieler hätten eine gute Fitness. Im Angriff sind die Löffinger derzeit so stark und treffsicher besetzt, wie kaum ein anderes Landesligateam. Und weil vorne Simon Weißenberger, Kevin Hoheisel, Alexander Schuler und Florian Isele derzeit treffen, wie sie wollen, geriet Benjamin Gaudig, über Jahre hinweg Torjäger Nummer eins der Löffinger, plötzlich unter Druck. FCL-Teamkollege Marco Kopp hatte vor dem Anpfiff gegen Furtwangen im Vorbeigehen erklärt, dass er sich gar nicht so recht erkläre könne, „wie der Benny früher in einer Saison mehr als 20 Kisten gemacht hat“. Eine Frozzelei, die Gaudig mächtig in Schwung brachte: Obwohl nur eine Halbzeit lang auf dem Platz, steuerte er vier Treffer zur Löffinger 5:0-Halbzeitführung bei und ist den 20 „Kisten“ mit aktuell 19 Treffern ganz nah. Jetzt, so Bärmann, hätten seine „Buben“ durchaus Lust auf mehr. „Mehr Tore, mehr Punkte, noch mehr Spaß am Ball.“ Es klingt wie eine Kampfansage. Am Samstag gastieren die Löffinger zum Hochschwarzwaldderby im Neustädter Jahnstadion.

Aufrufe: 06.5.2019, 17:25 Uhr
Johannes Bachmann (BZ)Autor