
Am Samstag (15Uhr) wird im Miltacher Regentalstadion das "Spiel der Spiel" in der Bezirksliga Ost angepfiffen. Am viertletzten Spieltag empfängt der Rangzweiten den Primus FC Sturm Hauzenberg, der zwei Punkte mehr auf seinem Konto stehen hat. "Wenn wir gewinnen, dann könnten wir wohl schon für eine Vorentscheidung sorgen", weiß Hauzenbergs Chefanweiser Konrad Behringer.
Der 57-jährige Hutthurmer überlasst derzeit nichts dem Zufall. Die Schlagzahl im Training wurde bereits vor dem Fürstenzell-Spiel auf vier Einheiten erhöhten, auch in dieser Woche üben die Hauzenberger Fußballer viermal. "Ohne Fleiß, kein Preis", lautet das Motto des erfahrenen Chefanweisers, der Miltach beim 4:0 gegen Eggenfelden vor zwei Wochen persönlich unter die Lupe genommen hat. "Eine spielstarke und kompakte Truppe", urteilt der Sturm-Übungsleiter,der mit einer hartumkämpften Partie rechnet. "Wir werden uns nicht verstecken, aber auch nicht mit Mann und Maus stürmen", verrät Behringer bereits im Vorfeld.
Psychologisch scheinen die Gäste einen kleinen Vorteil zu haben, denn Miltach musste im Frühjahr schon drei Niederlagen einstecken. "Uns fehlt einfach ein Knipser", meint Trainer Walter "Just" Wanninger. Beste Torschützen der Oberwaidler sind die beiden Mittelfeldspieler Thomas Iglhaut und Stefan Weikl, die bisher je sechsmal einnetzten konnten. Deshalb sieht der langjährige Landesligacoach den "Sturm" auch in der Favoritenrolle. "Hauzenberg hat in der Offensive mit Leuten wie Starkl, Fuchs, Schmid, Wundsam und Bretl unheimlich viel Qualität." Die Flinte will man aber nicht schon im Vorfeld ins Korn werfen. "Wir sind bestimmt nicht chancenlos und freuen uns auf dieses Spitzenspiel." Gehadert haben die Oberpfälzer zuletzt auch mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. "Spielentscheidende Situationen wurden in den letzten Wochen oft gegen uns gepfiffen. Das ist dann schon manchmal frustrierend", sagt der Finanzbeamte, der den Schlager zumindest nicht verlieren möchte. "Unser im Winter ausgegebenes Ziel war auf einen der ersten beiden Plätze abzuschließen. Da sind wir immer noch voll im Soll."
Auch die Kulisse wird wohl "Spitzenspielwürdig" sein. "Ich rechne, dass uns mindestens 100 Fans begleiten", meint FC-Fußballchef Markus Reischl, der dem Match schon entgegenfiebert. Wenn seine Jungs als Sieger vom Feld gehen, würde Hauzenberg mit einem satten fünf Punkte Vorsprung in die drei restlichen Partien gehen. "Sollten wir aber die Oberhand behalten, dann sind wir wieder Erster", schmunzelt "Just" Wanninger. Das Restprogramm spricht für Miltach - Wensauer, Dendorfer & Co müssen noch bei den Abstiegskandidaten Bad Kötzting II und Hohenau ran und empfangen den bereits gesicherten SV Grainet. Hauzenberg hat noch Heimrecht gegen die unberechenbaren Teams aus Prackenbach und Aicha, zudem gastiert man beim Rangdritten Eggenfelden. "Das ist sind sicher keine einfache Partien für uns, aber auch Miltach muss seine Spiele erst gewinnen", betont Konrad Behringer.