
TSV Aindling - TSV Landsberg (Fr., 19 Uhr)
(Bilanz seit 1997: 1 Sieg Aindling - 0 Remis - 2 Siege Landsberg)
Für die Hausherren freilich wird das allenfalls ein Thema ganz am Rande sein. Sie haben andere Sorgen. Der Tabellenstand ist seit Monaten bedrohlich. Und jetzt kommt noch dazu, dass die Zeit verdammt knapp wird. Ganze sechs Mal besteht noch die Gelegenheit, das Konto mit derzeit 30 Punkten aufzustocken. Da ist selbst gegen die souveräne Nummer eins ein Sieg erforderlich, es wäre der vierte „Dreier“ im vierten Auftritt vor eigenem Publikum 2014.
„Mir wäre es lieber, wenn die schon Meister wären“, sagt Aindlings Trainer Roland Bahl. Dann würden die Landsberger die Aufgabe vielleicht weniger druckvoll angehen. „Wir haben uns durch die Niederlage in Oberweikertshofen wieder enorm in Zugzwang gebracht.“ Dort sei nicht alles schlecht gewesen: „Aber wir haben es nicht geschafft, ein Tor zu erzielen. Das müssen wir wieder hinkriegen, damit wir zu Hause gewinnen.“
Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Tobias Hellmann. Der Torhüter hatte sich am Samstag am Rücken verletzt. Bahl: „Er hat sich spritzen lassen.“ Erst kurzfristig wird sich entscheiden, ob Hellmann wieder seinen Platz zwischen den Pfosten einnimmt oder ob ihn Sven Wernberger ersetzt.
Julian Bergmair muss aufgrund seiner muskulären Probleme noch warten; Simon Haas dagegen könnte heute zu einer Alternative auf der rechten Abwehrseite werden. Xhevalin Berisha weilt noch in seiner Heimat und Samet Kurt ist nach seinem Muskelfaserriss über Lauftraining nicht hinausgekommen. Er wird gegen Landsberg ebenfalls nicht dabei sein.
Wie soll es bei der ersten Fußballmannschaft des TSV Aindling über das Saisonende hinaus weiter gehen? Roland Bahl sagt zu dieser Frage: „Wir werden in den nächsten Tagen Gespräche führen. Wir müssen trotz der sportlich schwierigen Situation auch für die Zukunft planen, was für niemanden ganz einfach ist.“ Aber ein bisschen weniger kompliziert wäre, falls man die Herkulesaufgabe gegen Landsberg bewältigt.
Landsbergs Trainer Sven Kresin lässt keinen Zweifel daran, dass er die Meisterschaft klarmachen will: „Wir holen in Aindling drei Punkte.“ Um 19 Uhr wird die Partie angepfiffen – 90 Spielminuten später wollen die Landsberger die Korken knallen lassen. Dabei haben es die Landsberger aber keineswegs mit einem Team im Mittelfeld der Tabelle zu tun: Aindling kämpft um den Klassenerhalt. „Sie müssen eigentlich gewinnen“, sagt Kresin, doch darauf könne man keine Rücksicht nehmen. „Aindling hat dann noch Spiele, in denen sie die nötigen Punkte holen können, aber wir wollen sie selbst.“
Dabei kann der Landsberger Trainer diesmal auf den kompletten Kader zurückgreifen. Die zuletzt fehlenden Spieler seien alle wieder im Lauftraining, und „es fahren alle mit“. Einzig auf den gesperrten Kapitän Sebastian Nichelmann wird er wohl verzichten müssen.
Gelingt den Landsbergern ein Sieg, wäre der Aufstieg geschafft. Im Falle eines Unentschiedens kommt es auf das Spiel am Samstag (3. Mai) gegen Kottern an. Auch da würde ein Unentschieden genügen, um die Meisterschaft zu holen. Sollte allerdings Kottern 1:0 gewinnen und beide Mannschaften am Ende punktgleich sein, wäre auch der direkte Vergleich unentschieden. In diesem Fall wird als Nächstes die „nach dem Subtraktionsverfahren ermittelte Tordifferenz in der Gesamttabelle“ zur Entscheidung herangezogen. Da sind die Landsberger momentan mit einem Plus von 32 Toren dem TSV Kottern (+10) klar überlegen.
Wirklich kritisch würde es nur mehr, falls Kottern in Landsberg mit 2:1 oder höher gewinnen würde und der TSV Landsberg in den restlichen Spielen keinen Sieg mehr verbuchen könnte.
Nördlingen, das rein rechnerisch ebenfalls noch auf 65 Punkte kommen könnte, hat den direkten Vergleich mit dem TSV Landsberg verloren – die Kresin-Elf hatte sich 5:0 und 3:0 durchgesetzt. Es spricht also alles für Landsberg – die Frage ist nur, wann der Matchball verwandelt wird.
Schiedsrichter: Gezim Rasani (Schalding)