
Der SV Winzer muss im Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisliga Straubing einen herben Rückschlag hinnehmen. Spielertrainer Andreas Stadler (42) hat mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt beim Tabellensiebten erklärt. Ende November hatten die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Christian Geier ihrem Aufstiegscoach mitgeteilt, die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit nach der laufenden Runde nach dann sieben Jahren zu beenden. Nun endet die Liaison doch ziemlich abrupt und der ehemalige Bayernligakicker wechselt zur Frühjahrsrunde als Co-Trainer zur SpVgg Osterhofen.
"Stade hat kurz vor Weihnachten unseren Vorstand darüber informiert, dass er uns mit sofortiger Wirkung verlässt. Ich muss gestehen, dass ich sehr, sehr traurig bin über diese Entwicklung. Ich hätte mir das ganz anders vorgestellt und schon gedacht, dass wir die Zusammenarbeit nach so langer Zeit sauber zu Ende bringen können. Auch die Mannschaft ist sehr enttäuscht über seine Entscheidung", berichtet ein spürbar geknickter Abteilungsleiter Christian Geier.
Beim Landesligisten SpVgg Osterhofen ist Andreas Stadler, der für eine Stellungnahme trotz mehrmaliger Versuche nicht zu erreichen war, ein alter Bekannter, der als Innenverteidiger maßgeblichen Anteil an der Bezirksliga-Meisterschaft 2015 hatte. Der Routinier rückt bei den Herzogstädtern an die Seite von Chefanweiser Christian Dullinger und fungiert als Co-Spielertrainer. Der Forstharter schlüpft damit in die Rolle von Andreas Gerlsberger, der im vergangenen Sommer vom 1. FC Passau in den Landkreis Deggendorf gewechselt ist, seine Laufbahn aber aufgrund hartnäckiger Verletzungsprobleme mittlerweile beendet hat. "Wir freuen uns, dass Andi nach Osterhofen zurück kommt. Vor allem sind wir froh. dass wir nach dem Abschied von Andreas Gerlsberger damit die Co-Trainerposition schnell wieder besetzen konnten. Andi ist topfit und kann trotz seiner 42 Jahre unserer jungen Truppe auch auf dem Platz auf jeder Position helfen", gibt Osterhofens Teammanager Helmut Lemberger zu Protokoll.

Beim SV Winzer übernimmt nun der bisherige Co-Spielertrainer Thomas Häfner gemeinsam mit dem Trainer der zweiten und dritten Mannschaft, Andreas Eder, bis zum Saisonende das Kommando. "Wir haben vollstes Vertrauen in Häfe, dass wir mit ihm unsere Ziele in dieser Saison erreichen. Nichtsdestotrotz müssen wir alle gemeinsam in die Gänge kommen, damit wir den Klassenerhalt schaffen", mahnt Geier, dessen Team lediglich drei Zähler vor dem Abstiegsrelegationsplatz liegt. Die Trainerfrage für die Saison 2023/24 hat der Verein indes bereits geregelt und soll in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden.
