2024-07-12T13:30:11.727Z

Spielbericht
F: Varoga
F: Varoga

Schwanewede vergibt 4:1-Führung

Trotz der hohen Führung trennen sich Schwanewede und Worpswede am Ende mit 4:4

Die beiden Top-Favoriten auf den Meistertitel in dieser Saison, der FC Hansa Schwanewede und die Bezirksligaabsteiger vom FC Worpswede, trafen am Sonntag im Topspiel aufeinander. Die Worpsweder konnten zwar früh in Führung gehen, doch Schwanewede drehte das Spiel und führte zu Beginn der zweiten Halbzeit mit 4:1. Doch gegen den FC Worpswede darf man sich nicht zu lange ausruhen - Hansa verpennte die zweite Halbzeit und der FC sicherte sich am Ende zumindest noch einen Punkt.

FC Hansa Schwanewede - FC Worpswede 4:4

Ersatzgeschwächt und mit Mittelfeldspieler Felix Ambrosi im Tor reiste der FC Worpswede am Sonntag zum Topspiel beim FC Hansa Schwanewede an. "Leider waren ein paar Leute im Urlaub bzw krank, ansonsten hätten wir sicher noch die eine oder andere Option mehr gehabt", erklärte Trainer Patrick Wellbrock. Einen Ersatz mussten die Gäste sich auch für ihre Torwartposition suchen, die Ambrosi ersatzweise übernahm: "Einer musste sich bereiterklären und das habe ich dann gemacht. Dafür dass ich sonst Feldspieler bin, bin ich schon zufrieden mit meiner Leistung", erklärte der eigentliche Mittelfeldakteur nach dem Spiel.

Die erste Chance sicherten sich dann auch die Worpsweder, die dadurch direkt in der 5. Minute durch Niklas Heitmann in Führung gehen konnten. Doch Schwanewede erholte sich schnell von dem Rückstand und riss das Spiel in den nächsten Minuten immer mehr an sich: "In der ersten Halbzeit haben wir uns insgesamt nicht gut angestellt. Wir haben alle Tore nach individuellen Fehlern kassiert", ärgerte sich Wellbrock nach dem Spiel, "Wenn das so nicht passiert wäre, wären wir sicherlich auch als Sieger vom Platz gegangen und das war eigentlich auch unser Ziel."

Belohnen konnten sich die Hanseaten das erste Mal in der 11. Minute, als eine Flanke bei Thorsten Vethacke landete, der nur noch seinen Fuß an der richtigen Stelle haben musste und so den Ausgleich erzielte. Nur zwei Minuten später köpfte Jonas Neumann sein 4. Saisontor nach einem Freistoß von Kevin Müller ein und drehte damit das Spiel. Die Gastgeber waren nun die tongebende Mannschaft und belohnten sich nach weiteren fünf Minuten erneut: Emil Tepper setzte die Worpsweder Abwehr so unter Druck, dass ein Pass vom Verteidiger direkt bei Vethacke landete, der zum 3:1 einnetzte.

In der zweiten Halbzeit bot sich zunächst ein ähnliches Bild: Schwanewede drängte nach vorne und wurde in der 50. Minute von Tino Brünjes belohnt, der einen Ball ungünstig zum 4:1 ins eigene Tor lenkte. Mit der vermeintlich sicheren Führung im Gepäck ruhten die Hauseherren sich in den nächsten 40 Minuten mehr und mehr aus und bettelten förmlich um einen Gegentreffer. Worpswede nahm die Einladung dankend an und meldete sich mit dem Anschlusstreffer durch Jan-Henrik Kück in der 77. Minute zurück.

Knapp 10 Minuten später erhöhte Kück mit seinem zweiten Treffer auf 4:3, doch auch dieser Weckruf sollte den Hanseaten noch nicht laut genug sein, sodass kurz vor dem Abpfiff Alpha Falikou Fadiga tatsächlich noch den Ausgleich erzielte und den Gästen damit einen Punkt rettete.

"Insgesamt haben wir uns in der ersten Halbzeit zu schnell aus der Ruhe bringen lassen, nach der Pause haben wir das spielerisch besser gelöst. Wir haben die individuelle Qualität, um solche Spiele zu gewinnen und das haben wir in der zweiten Halbzeit gezeigt. Für einen Sieg kam das nur leider zu spät", erklärte Worpswedes Coach nach dem Spiel.

"Zwei, drei Spieler von uns waren kaputt, Worpswede hat gut gespielt in der zweiten Halbzeit, aber man darf nach einem 4:1 natürlich nie und nimmer unentschieden spielen, das ist eine gefühlte Niederlage", ärgerte Schwanewedes Trainer Andreas Dirks sich nach dem Spiel, "Im Endeffekt hat Worpswede es mehr gewollt und dann haben sie es aufgrund der zweiten Halbzeit auch verdient. Wir müssen unsere Torchancen konsequenter nutzen und dürfen nicht aufhören Fußball zu spielen."


Schiedsrichter: Volker Scheper
Tore: 1:0 Niklas Heitmann (5.), 1:1 Thorsten Vethacke (11.), 2:1 Jonas Neumann (13.), 3:1 Thorsten Vethacke (18.), 4:1 Tino Brünjes (50. Eigentor), 4:2 Jan-Henrik Kück (77.), 4:3 Jan-Henrik Kück (86.), 4:4 Alpha Falikou Fadiga (89.)

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Aufrufe: 018.9.2018, 10:45 Uhr
Lena VarogaAutor