
Im Endspiel vor rund 500 Zuschauern zwischen dem Gastgeber Oranienburger FC und Falkensee-Finkenkrug schlug in der MSB-Arena die große Stunde von Kim Schwager. Der Angreifer bewegte sich die vollen 12 Minuten fast nur in der Hälfte des OFC und beschäftigte die gegnerischen Spieler. Und Oranienburgs Torwart Nick Schrobback, der drei Mal hinter sich greifen musste. Die ersten beiden Treffer erzielte Schwager aus halblinker Position und spitzem Winkel ins lange Eck. Das dritte Tor fiel fast spiegelverkehrt von der halbrechten Seite. Einhelliges Lob dafür gab es anschließend von allen Trainern. Oranienburgs Coach Hans-Joachim Oertwig: "Kim Schwager hat heute den Unterschied ausgemacht." Falkensees Co-Trainer Silvio Koos freute sich über die Leistung des Teams: "Wir sind hergefahren und wollten einfach Spaß haben. Das hat geklappt und aus meiner Sicht haben wir verdient gewonnen, weil wir im Turnierverlauf keinen Punkt abgegeben haben."
Trotz der Finalniederlage war auch Oranienburgs Trainer Oertwig sehr zufrieden mit dem Abschneiden seiner Spieler: "Die Mannschaft hat ein tolles Turnier gespielt. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Aber Falkensee ist der verdiente Sieger."
Bereits in der Gruppenphase ging in dieser Paarung Falkensee als Gewinner vom Platz - wie auch in den Partien gegen die beiden Lausitzer Vertreter Blau-Gelb Laubsdorf und BSV Guben-Nord. Laubsdorf scheitert nur ganz knapp am Halbfinale: Ein einziges Tor mehr hätte gereicht, um noch an Oranienburg vorbei zu ziehen. Für Guben endete die Auswärtsfahrt punktlos. Der BSV war ohnehin nur mit sechs Spielern angereist. Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich: "Ich bin zwar absolut kein Hallenfreund. Aber mit so einem kleinen Kader zu spielen, ist natürlich eine Katastrophe. Dazu kam auch noch, dass drei unserer polnischen Spieler heute früh noch kurzfristig mit einer Autopanne ausfielen. Nichts desto trotz haben wir uns in den Partien gut verkauft. Und das im dritten Spiel irgendwann die Puste bei nur einem Wechselspieler raus ist, ist klar."
In der Gruppe B erreichten der Titelverteidiger RSV Waltersdorf und der Werderaner FC Viktoria das Halbfinale. Waltersdorf verpasste dort den Einzug ins Finale denkbar knapp: Erst im Neunmeterschießen musste die Entscheidung gegen Oranienburg fallen. Dabei verschoß Torwart Dennis Rahden seinen zweiten Neunmeter. RSV-Spielmacher Dennis Kutrieb: "Wir hätten den Titel natürlich gerne verteidigt. Aber das Halbfinale haben wir unglücklich verloren. In der Halle können ganz kleine Momente entscheidend sein." Werder hatte gegen den späteren Titelträger Falkensee das Nachsehen. Für TuS Sachsenhausen und den MSV Neuruppin blieb nur noch das Neunmeterschießen um Rang 7 und 5.
Bei der Siegerehrung gab es für Kim Schwager noch die Auszeichnung als bester Torschütze mit insgesamt sechs Treffern. Dennis Rahden wurde trotz der Halbfinal-Niederlage als bester Torwart geehrt. Lobend erwähnt wurden anschließend von allen Beteiligten auch die Schiedsrichterleistungen. OFC-Trainer Oertwig: "Was die Organisatoren hier auf die Beine gestellt haben, ist toll. Ich wünsche mir, dass dieses Turnier nicht sterben wird. Es gehört einfach zu Brandenburg und muss auch in den nächsten Jahren stattfinden." Auf die Frage, ob eskünftig im Futsal ausgespielt wird, hat Oertwig auch eine deutliche Meinung: "Wir spielen hier auch nächstes Jahr Hallenfußball!" Und erntete damit zustimmendes Kopfnicken seiner Trainerkollegen.