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Ligabericht

Schützenfest bannt Abstiegsangst

KLA FULDA/LAUTERBACH: +++ SG Lautertal überrennt SG Maberzell/Gläserzell und sichert sich Klassenerhalt +++

von Hartwig Zinn (Lauterbacher Anzeiger) · 29.05.2016, 20:45 Uhr · 0 Leser
Wasserdusche von Kevin Krause für Lautertals Spielertrainer Andreas Scharbert. 	Foto: Zinn
Wasserdusche von Kevin Krause für Lautertals Spielertrainer Andreas Scharbert. Foto: Zinn

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Dirlammen. ,,Was ist denn hier los, ich glaub es nicht", rieben sich nicht wenige Zuschauer verwundert die Augen, die das wichtigste Saisonspiel der SG Lautertal in der Fußball-Kreisliga A Fulda/Lauterbach gegen die SG Maberzell/Gläserzell verfolgten. Die brannte ein richtiges Feuerwerk ab - und sicherte sich mit einem unglaublichen 7:3 (4:1) den Klassenerhalt. Völlig losgelöst konnte nach dem Spiel die Sause beginnen, und auch hier waren die Gastgeber spitze.

SG Lautertal - SG Maberzell/Gläserzell 7:3

Vor dem Spiel lag eine gewaltige Spannung in der Luft. Spieler, Funktionäre und auch die Zuschauer wussten nicht, was sie zu erwarten hatten. ,,Die hat uns die zweite Mannschaft weggenommen, wir müssen mit den Roten antreten, wie der FC Bayern München", scherzte Spielertrainer Andreas Scharbert noch direkt vor dem Einlaufen, als sein Team nicht in den üblichen Trikots aufs Feld laufen musste.

Um 15.57 Uhr wurde es ernst. Von der ersten Sekunde an waren beide Teams auf Kampf programmiert. Dabei hatten die Gäste die erste Torchance und hätten nach knapp zehn Minuten in Führung gehen können. Lautertal drehte in der Folge auf. Nach schöner Hereingabe nahm Lars Gundrum den Ball an und lupfte ihn über den herauslaufenden Torhüter ins Gehäuse - 1:0 (18.). Das wirkte wie ein Befreiungsschlag, denn jetzt gaben die Scharbert-Schützlinge richtig Gas. Gundrum, Simon Rink und vor allem der agile Maximilian Caspar wirbelten die Gästeabwehr völlig durcheinander. Innerhalb von zehn Minuten ließen die Gastgeber drei Tore folgen - und die einen oder anderen Besucher fragten sich schon, ob er im falschen Film sei. Das 4:1 duch einen Handelfmeter war nicht zu verhindern, Abwehrchef Kevin Krause hatte Glück, nur die gelbe Karte bekommen zu haben.

Der Pausentrunk war kaum vorbei, da hatte Lars Gundrum schon ein weiteres Male zum 5:1 eingenetzt. Ein Tor genau zum richtigen Moment, das für die Gäste schließlich das Aus bedeutete, zumal der nachfolgende Kopfballtreffer von Patrick Rockel bereits allem Dämme brechen ließ. Aber auch die Konzentration der Gastgeber, die gleich danach jetzt zwei Gegentreffer kassierten. ,,Es steht Null zu Null", forderte Scharbert lautstark seine Mannschaft auf, wieder die Linie und die Spielkontrolle zu finden. Die war dann aber auch bei den Gästen weg, wenn sie denn an diesem Tag überhaupt vorhanden war. Es folgten kleine Nickligkeiten und Fouls auf beiden Seiten, die jetzt aber eher der Konzentration und Kondition geschuldet waren. Denn auch die drückende Schwüle machte den Aktiven schwer zu schaffen. Von allem unbeeindruckt zeigte sich Referee Meiko Becker vom TV Kefenrod. Mit großer Übersicht und Gelassenheit pfiff er nicht alles ab, verteilte aber trotzdem acht gelbe Karten in einer eigentlich fairen Partie.

Glücklichsein vom Ausgang des Spiels, Zufriedenheit und Erleichterung war dann auch bei den Verantwortlichen angesagt. Dies galt für den Engelröder Sportwart Karl-Heinz Hansel und Betreuer Helmut Caspar genauso wie für den Vorsitzenden aus Hopfmannsfeld, Walter Jöckel. Alle lobten den Einsatzwillen und die Kampfbereitschaft des Teams. Und die wackeligen Knie der Spieler waren jetzt auch nicht mehr zu sehen. ,,Ich dachte eigentlich, dass das Spiel enger wird", so ein am Ende völlig ausgepumpter Andreas Scharbert, der sich glücklich zeigte, dass sein Plan zu dieser Partie aufgegangen war.

Lautertal: Rühl; Zinn, Krause, Schneider, Rockel, Rink, Ziegenhain, Gundrum, Kirchner, Caspar, Scharbert. Eingewechselt: Roth, Günther, Greb.

Maberzell/Gläserzell: Will; Flinner, Jestädt, Raschke, Kalb, Möller, Lerg, Nicolai, Wrana, Hübl, Wehner. Eingewechselt: Koch, Stickel, Kümmel.

SR: Meiko Becker (Kefenrod). Z: 150.

Tore: 1:0 Lars Gundrum (18.), 2:0 Maximilian Caspar (30.), 3:0 Andreas Scharbert (36., FE), 4:0 Maximilian Caspar (40.), 4:1 Thomas Raschke (42., HE), 5:1 Lars Gundrum (46.), 6:1 Patrick Rockel (52.), 6:2 Matthias Stickel (53.), 6:3 Kilian Kümmel (57.), 7:3 Simon Rink (81.).