
SV Leiwen-Köwerich – FC Bitburg (Samstag, 17 Uhr, Hartplatz Leiwen).
Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage vor dem letzten Spiel des Jahres für die beiden Traditionsclubs nicht sein. Während Bitburg seinen 16. Saisonsieg und damit die Fortsetzung der beeindruckenden Dominanz in der Liga anpeilt, steht für die Gastgeber aus Leiwen die Präsenz in einer überregionalen Liga auf dem Spiel.
Trotz einiger erfahrener Spieler, mit denen Trainer Rudi Thömmes seinen kleinen Kader anreichern konnte, weist die letzte Leiwener Bilanz neben sieben Niederlagen nur den Heimsieg gegen Ralingen aus. Auch die Erinnerungen an das Hinspiel im Herbst sind nicht erwärmend: da gingen die Moselaner nämlich mit 0:5 im Bitburger Stadion unter.
SG Arzfeld – SG Badem (Samstag, 18 Uhr, Kunstrasen Arzfeld).
Den dritten Saison-Heimsieg peilt die SG Arzfeld im Heimspiel gegen Badem an. Die Gastgeber fühlten sich in den bisherigen Hinrundenspielen auswärts oft wohler als zu Hause, der sechste Tabellenplatz ist ein Beleg für die gute Rolle, die die Westeifeler in der Liga spielen. Ein Heimsieg gegen die schwächelnden Gäste aus Badem wäre so recht nach dem Geschmack von Trainer Andreas Theis, der sich nur allzu gerne an den 6:0-Husarenstreich im Hinspiel an der Kyll erinnert.
Angespannt ist dagegen die Lage beim Ex-Rheinlandligisten in Badem. Als Tabellenzwölfter ist die Elf von Trainer Roger Reiter derzeit in Sichtweite der Abstiegsränge platziert, wegen der am Vorsonntag ausgefallenen Partie gegen Konz hängen die Kyllaner im Dunstkreis der Gefahrenzone fest.
SG Bettingen – SV Rot-Weiß Wittlich (Samstag, 18 Uhr, Rasenplatz Oberweis).
Schafft der Aufsteiger und Tabellenletzte aus Bettingen und Oberweis noch vor der Winterpause die Wende? Die Hoffnung auf ein Happy-End im Aufstiegsjahr ist bei der Elf von Marco Wallesch jedenfalls ungebrochen. So fatal es auch klingt: Bettingen verdiente sich spielerisch und kämpferisch oft Bestnoten, nur die Offensive konnte ihre Scheu vor den gegnerischen Kästen nicht ablegen. Auf und nieder ging es zuletzt auch beim Mitaufsteiger Rot-Weiß Wittlich, der als Tabellenachter eine ordentliche Aufstiegssaison spielt. Nach der deutlichen Niederlage in Badem ließen die Rot-Weißen das 4:1 in Körperich folgen und gaben dann die Heimpunkte an Arzfeld ab. Beim 6:0-Hurra-Heimsieg gegen Ruwertal produzierte die Torfabrik dann wieder ähnlich reichlich wie im Hinspiel, dass die Wittlicher mit 8:1 gewannen.
SV Konz – SG Ralingen (Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Konz).
Nach der Zwangspause wegen der in Kyllburg aufgrund widriger Platzverhältnisse ausgefallenen Partie vom Vorsonntag wollen die Konzer unbedingt ihr Punktekonto aufstocken. Die Saar-Mosel-Städter sammelten im Aufstiegsjahr bislang 20 Zähler, mit dem siebten Saisonsieg wäre das Überwintern im Mittelfeld gesichert.
Ganz andere Sorgen haben die Gäste von der Sauer, die als Tabellenvorletzter in Konz antreten. Die kargen zehn Saisonpunkte machen den Ernst der Lage in Ralingen deutlich, der letzte Sieg liegt acht Wochen zurück und wurde im Heimspiel gegen Körperich errungen. Immerhin baut Trainer Martial Servais seine Elf mit den Erinnerungen an das Hinspiel auf: da nämlich gewann Ralingen mit 3:1 gegen den Neuling.
SG Wittlich – SG Saartal Schoden (Sonntag, 14.30 Uhr, Kunstrasen Wittlich).
Nichts zu meckern gibt es derzeit bei der SG Wittlich, die zwölf Spiele unbesiegt ist und in der Hinrunde nur die Niederlage in Bitburg einstecken musste. Die Elf von Coach Christoph Krähling gilt als Mannschaft der Stunde und bewies zuletzt beim 6:1-Auswärtscoup in Ralingen ihre Klasse. Keine Frage, dass der Tabellenzweite auch gegen Saartal als erster Anwärter auf die Zähler gehandelt wird.
Wittlich gewann zwar das Hinspiel an der Saar mit 3:1, doch Vorsicht ist geboten. Die Saartaler weisen mit 43 Saisontreffern exakt die gleiche Bilanz wie die Gastgeber auf, nur die Defensive hängt mit durchschnittlichen Werten nach. Abgesehen vom Auswärtssieg im Ruwertal blieb Saartal in der Fremde bislang bescheiden.
TuS Schillingen – TuS Mosella Schweich (Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Schillingen).
Nach fünf sieglosen Spielen werden in Schillingen die Erinnerungen an den letzten 5:0-Heimkracher vor sechs Wochen gegen Leiwen wach, doch mit dem Tabellendritten aus Schweich stellt sich ein Anwärter für höhere Aufgaben vor.
Selbst, wenn Mosella-Trainer Jochen Weber einräumt, seine Elf könne keinen Gegner so einfach vom Platz fegen und jedes Spiel wie selbstverständlich gewinnen, werden den Gästen im Hochwald doch die besseren Siegchancen eingeräumt. Nur beim 1:2 zu Hause gegen Rascheid ließ sich die Mosella zuletzt unangenehm überraschen. Am letzten Sonntag kehrte die Weber-Elf mit dem 3:1 gegen Leiwen aber in die Erfolgsspur zurück. Auch das Hinspiel gewann Schweich mit 3:0.
SG Rascheid – SG Wallenborn (Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Geisfeld).
Im Hochwald freut man sich über die erfolgreiche Aufholjagd der vergangenen Wochen, die die schwache Startphase der Gaspers-Elf vergessen machten. Die jüngste 0:6-Klatsche in Bitburg wurde durch den 2:1-Auswärtscoup in Schweich egalisiert. Gegen den Tabellenvierten aus Wallenborn haben die Hochwälder noch eine Rechnung wegen der 2:3-Hinspielniederlage in der Eifel offen. Die Gästeelf des Trainerduos Zimmer/Hesslein hat nach den Siegen gegen Körperich, Ruwertal und Bettingen bereits Platz vier in der Wintertabelle sicher. Nur das deftige 0:5 in Arzfeld trübt etwas die Weihnachtsstimmung.
SG Ruwertal – SG Körperich (Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Kasel).
In der Liga registriert man mit Erstaunen die schwarze Serie der Talentschmiede um Coach Jan Stoffels, im Club sehnt man sich durch die Rückkehr vieler verletzter oder derzeit pausierender Spieler herbei. Ein Heimsieg gegen Körperich wäre also Balsam auf die Wunden der Gastgeber, die bislang mit der drittschwächsten Trefferbilanz von nur 20 Toren auffielen.
Rang 13 mit 13 Zählern soll also keine Unglücksbasis sein, von der Ruwertal seinen fünften Saisonsieg anpeilt. Körperich zeigte sich nach dem Husarenstreich gegen Bitburg zuletzt launisch: Niederlagen gegen Wallenborn und Rot-Weiß Wittlich, Sieg in Badem und Remis gegen Arzfeld.
SERIE: GANZ NAH DRAN
Am 30. Juni nächsten Jahres ist endgültig Schluss. Dann will Josef Grundhöfer (Foto: privat) der „All-inclusive-Versorger“ seines TuS Schillingen seine Vereinslaufbahn beenden und mit 80 Lebensjahren verdient in Rente gehen. Bescheiden und zielorientiert war der „Sepp“ immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde – gleich ob als aktiver Spieler, Schiedsrichter, Betreuer, Platzwart, Vereinswirt oder Handwerker.
Seit wann im Verein: Ich bin seit über 65 Jahren Mitglied im Verein. Den „SV Schillingen“ gab es schon seit 1928, doch erst unser damaliger Pastor Woll sorgte 1950 für die Umbenennung des Clubs in den Turn- und Sportverein Schillingen. Der Pastor wollte neben Fußball unbedingt das Turnen fördern. Ich bin mit zehn Jahren in den Verein eingetreten, doch Turnen war nie so mein Ding, ich habe lieber Fußball gespielt.
Aktive Laufbahn: Ich habe überwiegend in der zweiten Mannschaft gespielt. Danach habe ich mich als AH-Betreuer und Manager nützlich gemacht.
Schiri-Laufbahn: Fünf Jahre lang war ich als Schiedsrichter gemeldet. Das war von 1970 bis ’75. Ich habe die Spiele bis zur Kreisliga B geleitet und war im Austausch mit dem Saarländischen Fußballverband auch im Nachbarkreis aktiv.
Darauf habe ich immer Wert gelegt: Ich habe mich immer auf die Spiele konzentriert und war nie für die Nebensächlichkeiten am Rande empfänglich. Ich habe dafür gesorgt, dass die Rahmenbedingungen stimmten und die Spiele reibungslos abgelaufen sind. Die Show-Elemente auf und neben dem Platz waren nicht mein Ding.
Sonstige Funktionen im Klub: Neben meiner Tätigkeit als Spieler oder Betreuer habe ich mich als Vereinswirt im Clubhaus eingebracht und die Pflege unserer beiden Sportplätze übernommen. Auch meine handwerklichen Fähigkeiten waren beim Bau verschiedener Clubeinrichtungen gefragt.
Herausforderung Rasenplatz: Die Pflege unseres neuen Rasenplatzes, der 2004 gebaut wurde, ist bis heute für mich eine große Herausforderung. Mir ist keine Arbeit zu viel, um den Platz in einem einwandfreiem Zustand zu halten und für eine optimale Bespielbarkeit zu sorgen. Natürlich achte ich auch penibel darauf, dass der Rasen bei ungünstiger Witterung nicht bespielt oder mutwillig zertreten wird. Seit 20 Jahren habe ich Erfahrung in der Grünpflege, man braucht schon ein besonderes Händchen dafür. Auch am Sonntag wollen unsere Jungs im Heimspiel gegen Mosella Schweich wieder auf dem Rasen spielen. Wir müssen dann mal sehen, ob das Wetter mitspielt und der Platz bespielbar ist. Bei Regen, Schnee und Eis wird der Platz zu sehr strapaziert.
Das erwarte ich in dieser Saison von unserer Mannschaft: Das zweite Jahr in einer Liga ist oft das schwerste. Unterm Strich traue ich unserer Elf aber den Klassenerhalt zu. Trotz meiner 80 Lebensjahre bin ich noch bei fast jedem Spiel unserer Mannschaft dabei. ⇥(J.W.)