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Sandro's Schuss ins Glück

3.Liga, 30. Spieltag: Stuttgarter Kickers - SC Preußen Münster 1:0 (1:0)

von Hans-Joachim Sterr · 13.03.2016, 00:29 Uhr · 0 Leser
Zuerst geehrt,mit Kickers-Präsident Rainer Lorz, dann Torschütze, Alessandro Abruscia. Foto: CTS-Sportfoto
Zuerst geehrt,mit Kickers-Präsident Rainer Lorz, dann Torschütze, Alessandro Abruscia. Foto: CTS-Sportfoto

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Die Stuttgarter Kickers haben nach dem 1:0-Heimsieg vor 3600 Zuschauern im Gazi-Stadion auf der Waldau gegen den neuen Klub von Ex-Trainer Horst Steffen, den SC Preußen Münster, die Abstiegsränge der 3. Liga verlassen. Das goldene Tor für die „Blauen“ schoss Alessandro Abruscia, der vor der Partie für sein 100. Kickers-Spiel geehrt wurde. In der 44. Minute traf der Kickers-Spieler mit einer herrlichen Direktabnahme. Aus gut 20 Metern flatterte der Ball über Torhüter Niklas Lomb hinweg ins Netz.

Torschütze Sandro Abruscia war auch sonst der beste Kickers – Spieler und war nach seinem Schuss natürlich ganz glücklich.“Der Ball sprang nochmals auf und ich hielt einfach drauf. Ich hab gesehen, dass die Richtung stimmt. Als der Ball im Netz zappelte war ich glücklich.“ Die 1:0 Führung für die Kickers in einem keinesfalls berauschenden Spiel zur Halbzeit nicht ganz unverdient. Kickers Trainer Tomislav Stipic brachte mit Bajram Nebihi für Stephane Mvibudulu nur einen neuen Mann. Nebihi zeigte aber schon beim Warmmachen auf sein immer noch angeschlagenes Fußgelenk. „Ich wollte es probieren, es ging auch, aber nach der ersten Hälfte musste ich passen.“ Für Nebihi, der in der ersten Halbzeit wie viele seiner Mitstreiter keinen berauschenden Auftritt hatte, kam dann doch Mvibudulu. Heimkehrer Horst Steffen wurde in seiner „Heimat“ mit seinen Preußen gut empfangen.


„Ich traf wieder alte Freunde und es hat zunächst Spaß gemacht ,das Spiel hat mir dann gezeigt, dass nicht alles so lie wie ich es mit gedacht habe.“ Tatsächlich war die erste Halbzeit nicht sonderlich aufbauend. Viel Mittelfeldspiel, keine genauen Pässe, dies aber auf beiden Seiten. Nach 13 Minuten das erste Lebenszeichen der Preußen. Adriano Grimaldi spielte den Ball zu Philipp Hoffmann. Dessen Schuss war aber keine echte Prüfung für Rouven Sattelmaier im Kickers Tor. Für Grimaldi mit seiner letzte Aktion auf dem Feld. „Ich habe schon von Beginn an gemerkt, dass der Oberschenkel zwickte, dann ging einfach nichts mehr.“ Horst Steffen musste den Stürmer auswechseln. Marcel Reichwein kam, das Spiel wurde dadurch nicht besser. Die Kickers hatten auch kleinere Chancen. Sandrino Braun mit einem Schuss in der 28. Minute und nach einer Vorlage von Braun schoss Edisson Jordanov den Ball über den Querbalken. Viel los war in der ersten Halbzeit wirklich nicht. Erst als Alessandro Abruscia sich in der 44. Minute ein Herz nahm, durften die Kickers Fans jubeln. Der Deutsch – Italiener drosch den Ball aus halb rechter Position aus 20 Metern über Lomb in die Maschen. Die Kickers jubelten angesichts dieses „Sonntagsschusses“ und die Preußen samt Trainer Horst Steffen waren am Boden. Kickers Trainer Tomislav Stipic natürlich glücklich.“ Wir haben in der ersten Halbzeit ein ganz,ganz schlechtes Spiel gemacht. Wenn du dann durch ein solches Tor in Führung gehst musst du zufrieden sein. Ich denke in der zweiten Hälfte haben wir es ein wenig besser gemacht, aber gewonnen haben wir nicht weil wir gut gespielt haben, sondern weil die Mannschaft ein eingeschworener Haufen ist. Die haben gekämpft und wollten den Sieg. Das hat am Ende geklappt.“ Tatsächlich gab es im zweiten Abschnitt einige gefährlich Situationen auf beiden Seiten. Das ganze aber erst nach einer guten Stunde Spielzeit. Nach einem Freistoß und der nachfolgenden Ecke von Fabian Baumgärtel hatte Erich Berko eine Chance. In der 70. Minute bediente dann Berko, der bis zur Grundlinie lief, herrlich Abruscia, der vergab aber. Keine zwei Minuten später rettete dann Rouven Sattelmaier die Kickers Führung. Der Ball kam von Marcel Reichwein geschossen in den Strafraum der Kickers und Fabian Leutenecker lenkte via Hinterteil den Ball Richtung Kickers Tor. Sattelmaier sicherte den Ball kurz vor überschreiten der Torlinie. Durchatmen bei den Kickers. „Wir haben wirklich um jeden Ball gekämpft“ freute sich auch Abwehrmann Hendrik Starostzik „ nur durch den Kampf der gesamten Mannschaft haben wir die drei Punkte behalten“.


In der 73 Minute hätte „Supermann“ Abruscia die vorzeitig Entscheidung sicherstellen können. Nach einem herrlichen Spielzug der Kickers, am Ende passte Mvibudulu den Ball zu Abruscia, setzte Sandro den Ball an den linken Außenpfosten. In der 84. Minute nochmals durchatmen bei den Kickers – Fans. Marcel Reichwein mit einem abgefälschten Schuss, den Rouven Sattelmaier noch gerade so zur Ecke lenken konnte. Münster nun doch noch mit dem Willen zum Sieg. Hendrik Starostzik mit einer Rettungstat, dann noch ein Knaller von Stephane Tritz aber am Ende ein wertvoller Sieg für die Kickers. Die können jetzt schon zum nächsten Spiel, dem Derby in Großaspach schielen. Dort wartet eine heiße Partie auf die „Blauen“. Da wird Stürmer Petar Sliskovic noch nicht mit von der Partie sein.“Mir wurde ein Stück vom Meniskus entfernt und es dauert schon noch drei, vier Wochen bis ich wieder bei der Mannschaft bin“. Die Mannschaft wird jetzt noch mehr kämpfen müssen und wird auch wieder lernen müssen, Aufgaben spielerisch zu lösen. Der Abstiegskampf ist hart, die Kickers sind mittendrin aber die Jungs von Trainer Tomislav Stipic haben diesen Kampf auch voll angenommen.


Stuttgarter Kickers:
Sattelmaier – Leutenecker, Stein, Starostzik, Baumgärtel – Gjasula – Abruscia (88. Bihr), Jordanov, Braun, Berko – Nebihi (46. Mvibudulu)

SC Preußen Münster: Lomb – Kopplin, Schweers, Pischorn, Tritz – Laprevotte (74. Özkara), Phillips, Schwarz – P. Hoffmann (63. Krohne), Grimaldi (20. Reichwein), Kara

Schiedsrichter: Benjamin Bläser (Niederzier)

Zuschauer: 3.530

Tor: 1:0 Abruscia (44.)