
Blöd nur, dass der Unparteiische wohl ungefähr verstand, was der Kroate von sich gab. Sabljic flog vom Platz. „Halb so wild, aber sollte natürlich nicht passieren,“ sagte Coach Marcel Wollenberg. Kein Wunder, dass er so gelassen blieb: Trotz Unterzahl ging seine Elf in der Partie gegen den SV Eurasburg/Beuerberg als Sieger hervor. Der Aufsteiger hält mit dem 2:1 Kontakt zur Spitze der Kreisklasse 3. Der Siegtreffer fiel in der Schlussphase.
Sabljics Ausschluss markierte sogar den Weckruf für das Team. Die Gastgeber hatten zuvor wenig zustandegebracht. Selbst der Führungstreffer in Form einer starken Einzelaktion von Sandu Poplacean zeigte keine Wirkung. Augenblicke später flutschte ein Nachschuss durch die Abwehr und an das Bein von Christoph Lößl – Eigentor und Ausgleich. Wollenberg sah die „schlechteste Halbzeit“ unter seiner Regie. Also seit dieser Saison.
Die Folge: Umstellungen und ein Appell. „Danach haben wir klüger gespielt“, lobte Wollenberg. „Auch die Laufbereitschaft war über der Schmerzgrenze.“ Sein Team erkannte, dass die spielerischen Fertigkeiten nicht ausreichen würden. Die Fußballer kämpften, stark arbeiteten sie das Siegtor heraus. Stefan Kautecky bediente Thomas Ostermeier, der ließ sich nicht mehr aufhalten. or
1. FC Garmisch-P. II – SV Eurasburg 2:1 (1:1)
1. FC II: Eichschmid – Serin, Lössl, Sylejmani, Loshi, Tatlici, Ostermeier, Poplacean, Kautecky, Jonietz, Sabljic. – Eingewechselt: Gebremariam, Kournaz, Rusitschka. Schiedsrichter: Ionannis Tsoultsidis (FC Eintracht München). – Zuschauer: ca. 30.
Tore: 1:0 (12.) Poplacean, 1:1 (15.) Lößl (ET.), 2:1 (83.) Ostermeier. Gelbe Karten: Lößl, Jonietz – Gellner, Zotti Delli, Lange, Hartmann, Geld-Rot: Delli (89.)