
Am vergangenen Sonntag musste der Landesligist RSV Praest im zwölften Saisonspiel den 50. Gegentreffer hinnehmen und verlor die Partie beim TSV Meerbusch II mit 0:2. Nun steht für das Schlusslicht bereits das letzte Spiel der Hinrunde an. Dass die in der Spielklasse überforderten Praester in der Heimpartie am Sonntag, 14.30 Uhr, gegen den VfR Fischeln doch noch zumindest einen Zähler in der ersten Saisonhälfte holen, ist angesichts der nach wir vor großen Personalnot unwahrscheinlich.
Die Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis hat man bei den Schwarz-Gelben dennoch nicht verloren. „Wir wollen auf jeden Fall an die ordentliche Leistung aus dem Meerbusch-Spiel anknüpfen und müssen einfach weiter dran glauben“, sagt RSV-Coach Roland Kock. Die Fischelner, die zuletzt eine 1:3-Heimniederlage gegen die VSF Amern hinnehmen mussten, sind aktuell Tabellenneunter mit einer ausgeglichenen Bilanz von jeweils vier Siegen, Unentschieden und Niederlagen. Bei bekanntlich vier Absteigern ist die gefährdete Zone für die Mannschaft aus Krefeld allerdings nur fünf Zähler entfernt, so dass sich die Gäste im Emmericher Süden keine Blöße geben wollen.
Neben den langfristigen Ausfällen wird am Sonntag beim RSV Praest zusätzlich Daniel Zwiekhorst beruflich bedingt nicht dabei sein können. Roland Kock hat aber zumindest die Hoffnung, dass Calvin Stein, der zuletzt wieder trainiert hat, gegen den VfR Fischeln eine Option sein könnte. Nachdem der Klassenerhalt in der Landesliga längst außerhalb der Reichweite ist, laufen bei den Praestern inzwischen verstärkt die personellen Planungen für die kommende Saison – dann wohl in der Bezirksliga. So sollen in den nächsten Wochen die entscheidenden Weichen gestellt werden. „In der Winterpause werden wir uns dann alle noch einmal sammeln und wollen anschließend mit Anstand auch den Rest dieser Saison über die Bühne bringen“, sagt der Praester Coach.
Arda Gözüdok, von dem sich der RSV Praest im Oktober getrennt hatte, hat derweil einen neuen Verein gefunden. Der Mittelfeldakteur spielt ab dem kommenden Jahr für den Hamminkelner SV. Für den Bezirksligisten war Gözüdok bereits in der Saison 2018/19 aktiv, anschließend wechselte er zum PSV Wesel-und dann 2020 zum RSV Praest.