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Spielbericht

Rotation überzeugt zwar nicht, ist aber eine Runde weiter

von Ringo Gründel · 08.09.2019, 19:47 Uhr · 0 Leser

Eine Runde weiter, so lautet das Fazit der neunzig Minuten in Claußnitz. Bei der Einheit-Reserve taten wir uns jedoch schwer und zeigten nur vor der Pause, dass wir eine Klasse höher spielen.

Von Beginn an bestimmten wir das Geschehen mit viel Ballbesitz und ruhigem Spielaufbau. Nach der frühen Führung durch Floris Hammerfreistoß (6.) kassierten wir mit dem ersten und vor dem Seitenwechsel eigentlich einzigen Torschuss des Gegners den Ausgleich als wir einen Freistoß nicht energisch genug klärten (13.). Doch unbeeindruckt davon brachte der bei einem clever ausgeführten Freistoß mit aufgerückte Andi nach Eingabe von Marcel Rotation wieder in Front (15.). In der Folge drängten wir gegen tief stehende Claußnitzer auf das 3:1. Auch kamen wir oft in den Rücken der gegnerischen Abwehr, beendeten aber den Angriff nicht mit einem weiteren Treffer. Möglichkeiten für Philipp, Karli, Jawad und Benny waren da, jedoch so richtig zwingend war das alles nicht. Gegen Ende des ersten Spielabschnitts wurde unser Spiel zunehmend phlegmatisch, immer mehr Fehler schlichen sich ein, der Ball wurde zu lange gehalten und der besser postierte Nebenmann oft übersehen (von außen hatte man manchmal den Eindruck, diesen nicht sehen zu wollen).

Aus diesem Trott kamen wir leider nicht mehr raus. Gegen weiter defensiv gut stehende Gastgeber fehlte es einfach an Bewegung und Geschwindigkeit, um Lücken zu reißen. So plätscherte die Begegnung lange Zeit höhepunktlos und ohne Einschussmöglichkeiten dahin. Nur zwei Freistöße von Flori konnten das Fußballerherz etwas erwärmen. Claußnitz wollte noch nicht, Gerz’n konnte nicht. Zwanzig Minuten vor dem Abpfiff hatten die Einheit-Kicker den erneuten Ausgleich auf dem Fuß, doch unser Keeper Sven parierte saustark. In der Schlussphase riskierten die Einheimischen mehr, brachten unser Tor aber nicht mehr in Gefahr. Im Gegenteil, wir nutzten den größeren Raum, die zu zwei klaren Gelegenheiten führten (Jawad per Kopf an den Pfosten und Benny am langen Eck vorbei), aber nicht zur Entscheidung. Diese fiel erst mit dem Schlusspfiff als nach schönem Spielzug über Philipp – Benny – Haubi, der sich für diese Partie zur Verfügung stellte, Karli den vom Torhüter abprallenden Ball über die Linie drückte (90.).

Ruhm konnte man sich in diesem Spiel ohnehin nicht verdienen, daher auch nicht damit bekleckern. Jedem sollte aber bewusst sein, dass wir fußballerisch und tempomäßig eine große Schippe drauflegen müssen.