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Spielbericht

Rotation findet offensiv keine Lösungen

von Ringo Gründel · 15.09.2020, 11:59 Uhr · 0 Leser

Ballbesitz ist nicht gleichbedeutend mit einem Sieg. Diese Erfahrung musste im Sommer nicht nur die deutsche Nationalmannschaft und zuletzt der FC Bayern München machen, sondern heute auch unser Team. Natürlich wäre es vermessen uns mit diesen Mannschaften zu vergleichen, aber beim torlosen Remis in Sachsenburg hatten wir ähnliche Probleme. Es fehlte an Tempo, Kreativität und Kaltschnäuzigkeit beim Nutzen der wenigen, aber hochkarätigen Torchancen. Da der Gegner dazu noch einen starken Keeper hatte und wir auch noch etwas Pech im Abschluss, kam am Ende ein 0:0 heraus. Positiv war, dass wir dem Gastgeber nicht eine Einschussmöglichkeit ließen. Die Sachsenburger verdienten sich den Punkt mit einer leidenschaftlichen, kompakten Abwehrleistung durchaus redlich.

Die Partie gegen elf verteidigende Platzherren begann zäh. Gerzn fand jedoch keine Lösungen. Zu viele Fehler bei Ballan- und -mitnahme, allgemeine Hektik im Vorwärtsspiel und falsche Tempi beim Passspiel in die Spitze störten den Spielaufbau. Oft wurde die falsche Entscheidung getroffen, ob Dribbling, Abspiel oder Abschluss. Dies verfolgte uns leider über weite Strecken. So dauerte es fast eine halbe Stunde bis wir die erste echte Torgelegenheit hatten, doch Patrick scheiterte nach guter Vorarbeit von Jawad am Keeper. Danach hatten Marcel (Kopf), Benny und Andi eine Dreifachchance, doch auch hier sprang am Ende nur ein Eckball heraus. Einen kapitalen Freistoß von Flori holte der gegnerische Schlussmann aus dem Winkel, ein weiterer verfehlte das Tor haarscharf.

Insgesamt fahrig blieben unserer Aktionen nach gutem Start mit ein paar Halbchancen (Patrick, Marcel, Benny) auch im zweiten Durchgang. Zu schnell verfielen wir wieder in den alten Trott. Zwischen der 65. und 80.Minute hatte Rotation seine beste Phase. Erst wurde ein Schuss von Benny von der Linie geschlagen, dann traf Rambo in aussichtsreicher Position das Tor nicht und später Benny noch den Innenpfosten. Zum Ende war unser Spiel, auch wenn wir alles versuchten, wieder von zu großer Nervosität geprägt. Sicher verständlich, dass man dann die Brechstange herausholt, wenn die Zeit davonläuft, aber ein geeignetes Mittel war es gegen gute verteidigende Sachsenburger nicht.

Und vielleicht sogar besser für uns, wir sind die Tabellenführung wieder los.