
"Wir brauchen noch mindestens vier Siege", kalkuliert SV-Spielertrainer Alexander Schraml (40). Der scheidende Übungsleiter rechnet aber noch mit einem harten Stück Arbeit. "Unser Kader ist nicht sonderlich groß und es gibt schon wieder einige Hiobsbotschaften." Kreativspieler Joachim Manzenberger leidet an einer chronischen Schambeineintzündung und wird höchstwahrscheinlich auch in der Restrückrunde nicht auflaufen können. Matthias Häusler fällt aufgrund einer Knieverletzung einige Zeit aus, Legionär Lubos Janecek hat sich einen Bänderriss zugezogen. Dafür ist Johannes Vogl von seinem studienbedingten Auslandsaufenthalt zurück und auch Alexander Fruth und Andreas Friedl, die sich beim Auswärtsspiel in Zenting beide schwer am Knie verletzten, sind wieder einsatzfähig. Personell gab es in der Winterpause beim Tabellenachten weder Zu- noch Abgänge zu vermelden.
"Ich hoffe, dass nichts mehr passiert, denn sonst kann es richtig eng für uns werden", meint Schraml, der mit seinen Jungs beim ersten Testspiel eine 0:7 Klatsche gegen den TSV Mauth kassierte. Dennoch ist der ehemalige Bayernligakicker zuversichtlich, dass der angestrebte Ligaerhalt frühzeitig unter Dach und Fach gebracht werden kann. "In unserer Mannschaft steckt genügend Potenzial. Zudem spielen wir gegen noch fast alle Teams, die momentan hinter uns rangieren." Der bisherige Riedlhütter Saisonverlauf glich einer Achterbahnfahrt. Nach gutem Start folgte eine Flaute, ehe man neun Partien hintereinander ungeschlagen blieb, sich dann aber mit klaren Niederlagen in Zwiesel und gegen Fürsteneck in die Winterpause verabschiedete. "Ausfälle hin oder her - mit unserer Zwischenbilanz können wir nicht zufrieden sein. Wir hätten auf alle Fälle vier, fünf Punkte mehr einspielen können, ja einspielen müssen", betont der A-Lizenzinhaber.
Den Feinschliff für die Operation "Klassenerhalt" will man sich am übernächsten Wochenende holen, wenn man in Kareth-Lappersdorf ein Trainingslager bestreitet. Vorher probt man noch gegen den Oberligisten TV Freyung, die Generalprobe erfolgt dann beim TSV Waldkirchen II. Hinter den Kulissen läuft derzeit die Trainersuche für die kommende Runde auf Hochtouren. "Wir können noch keinen Abschluss vermelden, wollen dieses Thema aber schnellstmöglich vom Tisch haben", informiert SV-Fußballchef Christian Sterr, der einen spielenden Chefanweiser bevorzugen würde.