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Vereinsnachrichten

„Regulär zu Ende zu spielen, wäre eine Überforderung auf allen Ebenen“

Tennis Borussia befindet sich in der Winterpause. Alle Teams lassen den Trainingsbetrieb ruhen. In den kommenden Wochen wollen sich die Verantwortlichen alle Möglichkeiten einer Saisonfortsetzung anhören.

von FuPa Berlin · 22.12.2020, 08:51 Uhr · 0 Leser
Markus Zschiesche empfängt seine Jungs Anfang Januar zum Trainings-Restart.
Markus Zschiesche empfängt seine Jungs Anfang Januar zum Trainings-Restart. – Foto: Mehmet „Dedepress“
Wann und in welchem Umfang in Berlin wieder Fußball gespielt wird, kann derzeit keiner vorhersagen. Beim Regionalliga-Team von Tennis Borussia will man für alle Fälle vorbereitet sein und bittet das Team, je nach Entwicklung der Lage, bereits Anfang Januar wieder zum Trainingsauftakt.

Viele Regionalligisten haben die vergangenen Wochen trotz spielfreier Wochenende genutzt, um fleißig zu trainieren. Auch Tennis Borussia hatte noch einige Einheiten absolviert, nachdem die Mannschaft aus der Quarantäne im November entlassen wurde. Mittlerweile, so Vorstandsmitglied Tobias Schulze, gebe es im und um das Team keine Fälle mehr. Trotzdem befinden sich alle Mannschaften in der Winterpause.

„Anfang Januar würden wir den Trainingsbetrieb gerne wieder aufnehmen“, lässt er wissen. Gibt dabei aber zu beachten, dass die Entscheidung vom Pandemieverlauf und den Entscheidungen der Politiker abhängt. Bisher hatten alle Regionalligisten mit Sondergenehmigung trainieren dürfen.

Aufgrund der Aussetzung des Spielbetriebs bis Mitte Januar und der Festsetzung der Beendigung der Liga zum 30.06.2021 sieht auch Schulze eine geringe Chance, die Liga im Normalbetrieb zu beenden. „Für den Abschluss der Saison bleiben unter den Rahmenbedingungen am Ende wohl allerhöchstens fünf Monate, wahrscheinlich eher weniger. Die Saison in so einem kurzen Zeitraum regulär zu Ende zu spielen (für uns mit Nachholspielen: 30 Spiele), wäre eine Überforderung auf allen Ebenen“ so Schulze deutlich.

Eine Verkürzung der Saison kann er sich durchaus vorstellen. Dafür wollen die Verantwortlichen sich alle möglichen Konstellationen anhören und besprechen. Eine schnelle Entscheidung soll nicht getroffen werden. Dass am Ende nicht alle Mannschaften zufrieden zu stellen sind, davon geht auch Schulze aus: „Nach der Hinrunde eine verkürzte Entscheidungsrunde zu spielen, scheint sinnvoll. Dafür einen Modus zu finden, der für alle Beteiligten gerecht ist, ist natürlich schwierig. Dass der Verband die Vereine in die Entscheidungsfindung einbezieht, begrüßen wir natürlich. Wir stehen im Austausch mit den anderen Berliner Regionalligavereinen und vor allem mit dem FC Viktoria, so dass indirekt auch unsere Standpunkte in der AG auf den Tisch kommen.“

Finanziell kann sich der Verein derzeit auch ohne Spielbetrieb über dem Wasser halten. „Aktuell stecken wir nicht in akuten Schwierigkeiten. Je länger die aktuelle Situation andauert, desto härter wird es aber natürlich.“ Trotzdem ist man in den kommenden Wochen auch von den immer treuen Anhänger mit abhängig. Die wegfallenden Stickereimaschinen sollen nämlich mit der Aktion #10000TeBeFans ausgeglichen werden. Hier werden „Soli-Tickets“ mit kleinem Aufschlag an den Mann gebracht - auch mit dem Ziel, das Stadion nach dem Re-Start ordentlich voll zu bekommen.

Die Hoffnung auf ausgelassene Stadionstimmung im Mommsenstadion bleibt. Sie macht allen Beteiligten Hoffnung.