2026-01-15T09:41:53.693Z

Allgemeines
F: Marc Baltes
F: Marc Baltes

Realismus beim FC Viktoria Wegberg

Beim FC Viktoria Wegberg sieht man sich als Verein, der sich realistisch einschätzen kann.

Deshalb hatte Christopher Schiwietz, Trainer und Geschäftsführer der Viktoria, auch die Stirn gerunzelt, als sein Team vor der Saison in die Rolle des Mitfavoriten gedrängt wurde.

„Wir haben in der vergangenen Saison eine sehr gute Rückrunde gespielt“, sagt Schiwietz. Angefangen zu punkten habe man aber erst, als der Abstieg aus der Kreisliga C so gut wie feststand. Da gab es auch überraschende Ergebnisse wie das 0:0 gegen Gerderath II. „Mir war aber klar, dass wir am Leistungslimit gespielt haben und das nicht immer abrufen können“, so der Trainer. In der D-Liga belegt Viktoria nach der Hinrunde den achten Platz in einer überraschend ausgeglichenen Staffel. „Wir haben einen guten Kader“, urteilt Schiwietz. Doch aus diesem Kader stehen nicht immer alle Spieler zur Verfügung. Da bleibt die Kontinuität auf der Strecke. So gelang mit der Topelf das 8:0 gegen Rurich II, verlor man durch urlaubs- und verletzungsbedingte Ausfälle geschwächt, das Derby beim SC Wegberg II mit 1:3. Da war kurz vor der Halbzeit ein wichtiger Innenverteidiger verletzt ausgefallen. In der notwendigen Umstellungsphase kassierte man dann zwei Gegentore. Der Trainer bezeichnet seine Mannschaft auch als „etwas launische Diva“. Gegen starke Gegner läuft man zu großer Form auf. Wird man zur Spielbestimmung gezwungen, wird es schwierig. Der Trainer hat aber auch richtig schlechte Spiele ausgemacht wie beim 0:1 gegen Kückhoven II. Und gegen Klinkum II (3:3) sei man die klar bessere Mannschaft gewesen, hätte aber die Chancen nicht genutzt. Einige Punkte mehr seien möglich gewesen. Die Viktoria hatte in der Hinrunde auch zahlreiche Elfmeter „hinnehmen“ müssen. „Sechs bis sieben Gegentore“ seien durch Elfmeter gefallen. Mit Spielern aus der Stammmannschaft und „Trainingsauffüllern“ liegt die Trainingsbeteiligung bei zehn und mehr Leuten. Schiwietz hat auch ein Punktesystem eingeführt, in das Trainingsbeteiligung, Startelfeinsatz Torerfolge, Torvorlagen und soziales Engagement einfließen. Zusätzliche Punkte gab es auch für eine Aktion, bei der der Trainer von der Resonanz überrascht war. Zwölf Spieler erklärten sich bereit, die Voraussetzungen für das Sportabzeichen zu erfüllen. Schiwietz war darauf sehr stolz. Und beim vorweihnachtlichen Essen hat er Gutscheine für Sportartikel an die Top-Drei verteilt. Dem Trainer ist wichtig, die Homogenität im Team zu halten. Und es freut ihn, dass Viktoria auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Ein ganz großes Lob hat er für Simon Hoenen parat, der mit 38 Jahren konditionell und spielerisch starke Leistungen bringt. „Er ist ein Eckpfeiler in unserem Team“. Schiwietz hat den früheren Viktorianer Markus Heiermeier, der wieder nach Wegberg gezogen ist, als Co-Trainer installiert. Dem Trainer und Geschäftsführer geht es auch um den Zusammenhalt. Dazu leisten Vorsitzender Moritz Broich und der zweite Geschäftsführer und Spieler Stefan Jennes sehr gute Arbeit.

Aufrufe: 023.12.2017, 20:00 Uhr
AZ/ANAutor