
Der 18. Spieltag der Westlausitzer Kreisoberliga konnte aufgrund der fast frühlingshaften Temperaturen am Wochenende trotz des hochwinterlichen Termins vollzählig ausgespielt werden. Für eine Sensation sorgte dabei der TSV Pulsnitz mit einem 3:0 (3:0) beim Tabellenführer SG Crostwitz. Die Gäste aus der Lebkuchen-Stadt überrumpelten förmlich den hochfavorisierten Gegner und hatten den „Dreier“ bereits nach 17 Minuten sicher im Gepäck. Patrick Nitsche (6., 8.) sowie Michael Herrlich sorgten frühzeitig für klare Verhältnisse. Trainer Sebastian Kachlock jubelte: „Das war wieder einmal ein toller Pulsnitzer Husarenstreich.“ In seiner Elf gab Eric Mey sein Debüt. Er kam vom Bischofswerdaer FV II nach Pulsnitz. Auf der Gegenseite vertrat Ex-Schiebock-Torjäger Thomas Latkolik Chef-Coach Pavel Runt.
Durch diese überraschende Niederlage der Crostwitzer und dem 5:0 (2:0)-Auswärtserfolg in Rammenau verkürzte der LSV Bergen seinen Rückstand zur Tabellenspitze auf fünf Punkte. Die Bergener lagen bereits nach neun Minuten auf der Siegerstraße. David Pohl (5.) und Steffen Kloß trafen. Danach kamen die Rammenauer, bei denen Neuzugang Markus Heine vom Landesklasse-Team aus Bischofswerda in der Startelf stand, besser in die Partie. Allerdings ohne zählbaren Erfolg. David Pohl (61.) und Patrick Scholz (65., 90.) nutzten ihre Konter zur Ergebniserhöhung.
Der SC Großröhrsdorf revanchierte sich mit einem 4:1 (0:1)-Erfolg gegen Motor Cunewalde für die klare 0:4-Pleite zum Saisonauftakt. Allerdings benötigten die Kicker um Trainer Christoph Egerer dazu etwas Anlaufzeit. Zur Pause führten die Gäste durch ein Tor von Lukas Broschinsky in der 24. Minute noch mit 1:0. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff verletzte sich Großröhrsdorfs Torwart Roberto Klotz bei einem Zusammenprall. Der Keeper musste mit einer vier Zentimeter langen Platzwunde am Kopf sogar zum Nähen ins Krankenhaus. In Ermangelung eines Ersatz-Schlussmanns ging mit Lars Klein ein Feldspieler in den Kasten. „Das war irgendwie eine Initialzündung. Wir haben gesagt, jetzt erst recht“, erklärte Kapitän Thomas Hensel. Der 38-jährige Innenverteidiger bestritt am Sonnabend sein 500. Spiel im Trikot des SC. Der gebürtige Großröhrsdorfer war als Jugendlicher im Trainingszentrum in Bischofswerda aktiv, spielte danach einige Jahre in Pulsnitz und Arnsdorf. Mittlerweile ist er aber aus der Stammformation des Tabellen-Dritten nicht mehr wegzudenken. „Wenn die Gesundheit mitspielt, bleibe ich schon noch eine Weile am Ball“, hofft Hensel.
Dabei wird das Spiel gegen Cunewalde sicher in der Erinnerung des Jubilars haften bleiben. Trotz fehlendem etatmäßigem Torwächter drehten die „Gage“-Spieler den Spieß noch um. Rico Rudolph (59.), Stefan Mühlbauer (80., 90.) sowie Tobias Thomschke (90.+5) sorgten für Freudentänze bei allen Beteiligten. Coach Egerer ballte die Faust: „Das war toll! Wir haben schon eine richtig gute Mannschaft hier. Die meisten Jungs spielen seit zig Jahren zusammen, ab und zu kommen Leute aus dem eigenen Nachwuchs hinzu“. Für die Cunewalder war diese Niederlage hingegen nach dem 3:0-Nachholsieg in Rammenau wieder ein Rückschritt. Auch Ex-SV See-Kicker Stepan Rumler, der in der Winterpause vom tschechischen Verein FK Semily zur Motor-Elf wechselte, konnte das Fiasko nicht verhindern.
Einen glänzenden Einstand als Trainer beim SV Zeißig feierte Stefan Hoßmang. Der 47-Jährige übernahm das Ruder beim Tabellen-Siebten, nachdem zuletzt Jugendleiter Rene Wüstenhagen und Präsident Frank Schmaler interimsweise gecoacht hatten. Beim 4:1 (2:1)-Sieg gegen den TSV Wachau erzielte Robin Unruh drei Treffer (7., 25., 51.). Zwischenzeitlich traf Rico Beier zum Anschluss (44.), David Schumacher stellte den Endstand her (56.). „Wir wollen wieder zu alter Stärke zurückfinden“, gab Co-Trainer Daniel Krasowski als Zielstellung für die Rückrunde heraus. Post Germania Bautzen kam gegen den SV Gnaschwitz-Doberschau zu einem deutlichen 3:0 (2:0)-Sieg. Ronny Zetsch erzielte in der 25. Minute die 1:0-Führung. Es war bereits das zwölfte Saisontor des 36-Jährigen. Cornelius Tittel (29.) und Philipp Lalurny (80.) trugen sich ebenfalls in die Schützenliste ein.
Aufsteiger SV Königsbrück/Laußnitz musste sich gegen Ralbitz/Horka binnen drei Minuten geschlagen geben. Stefan Bensch traf in der 65. Minute, Peter Domaschke fabrizierte sein zehntes Saisontor in der 67. Minute. Wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Solls wurden Königsbrück/Laußnitz sechs Punkte am grünen Tisch aberkannt.
Die Königswarthaer drehten gegen Wittichenau einen 0:1-Rückstand (Marcus Thomas/25.) noch in einen 3:1 (1:1)-Sieg um. Erik Goldmann verwandelte zunächst einen Foulelfmeter (44.) und besorgte in der 81. Minute die Führung. Kurz vor ultimo erhöhte David Fleißner (85.). Mit einem Unentschieden endete das Aufsteiger-Duell zwischen dem FSV Lauta und der SG Wilthen (1:1). Die Gäste, inzwischen verstärkt mit den Ex-Cunewaldern Martin Golbs und Tom Schulze, gingen durch Frank Beger in Front (47.). In der 61. Spielminute rettete Christian Heine der Lautaer Mannschaft wenigstens einen Punkt.