
VON MICHAEL GRÖZINGER
Planegg – Einerseits ist der Trainer des SV Planegg-Krailling froh, dass das ewige Verschieben des Wiedereinstiegs nun endlich ein Ende hat. Andererseits sieht er seine Mannschaft „erst seit anderthalb Wochen auf dem richtigen Weg“. Viele personelle Sorgen wegen Verletzten und Urlaubern plagten den Kreisligisten in der langen Vorbereitung. Entsprechend wechselhaft gestalteten sich die Ergebnisse der Testspiele: Unter anderem kassierte der SVP zwei deftige Klatschen (0:8, 0:7).
Dabei ist der Kader der Blau-Schwarzen über den Sommer eigentlich sogar gewachsen. Mit Michael Ettl und Yunus Reis, die beide mit dem Fußballspielen aufhörten, verzeichneten die Planegger nur zwei echte Abgänge. Hinzu gesellten sich Alexandros Takiris, der sich einer Leisten-OP unterzieht und auf unbestimmte Zeit ausfällt, sowie Tobias Halfmann, der verletzt ebenfalls lange fehlen wird. Auf der anderen Seite rückten mit Dino Tadic, Rafail Nikolaou, Henoc Kiesse und Noail Kado alleine vier Spieler aus der eigenen U19 in den Herrenbereich auf. Dazu schlossen sich drei externe Spieler dem SVP an, die jedoch noch nicht alle spielberechtigt sind. „Es ist auch noch nicht klar, ob alle in der Ersten spielen werden“, sagt Lelleck über die sieben Neuen. „Aber sie tun uns gut, denn wir haben im gesamten Herrenbereich Bedarf“, ergänzt der Coach. Noch sind die Kader der beiden Mannschaften nicht final getrennt. Trainiert wird meist gemeinsam, was auch der urlaubsbedingt teils geringen Anzahl an Spielern geschuldet ist. Demnächst soll sich aber herauskristallisieren, wer nominell der Ersten und wer der Reserve zugeordnet wird.
Der unangenehmen Vorbereitung zum Trotz halten die Planegger an ihrem Saisonziel Aufstieg fest. Lelleck geht sogar noch einen Schritt weiter und stellt klar: „Solange wir ihn nicht geschafft haben, wird der Bezirksliga-Aufstieg immer das Ziel sein.“ Aufgrund aller gegebenen Umstände schätzt er diese Aufgabe heuer allerdings noch schwieriger ein als im Vorjahr. Damals scheiterte der SVP erst in der Relegation.
Dabei bietet sich den Planeggern in der laufenden Saison sogar eine zusätzliche Chance auf den Aufstieg über den Ligapokal. In ihn möchte Lelleck allerdings nicht zu viele Hoffnungen setzen. „Wenn es darüber klappt, nehmen wir das natürlich gerne an“, erklärt der Coach, lässt aber sogleich durchblicken, dass ihn dieser Zusatzwettbewerb des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) nur mäßig interessiert: „Ich habe mir noch nicht mal angeschaut, wie viele Teams sich qualifizieren oder wie oft wir gewinnen müssten.“ Generell ist Lelleck weiterhin nicht überzeugt vom Sonderweg des BFV in der Corona-Pandemie, akzeptiert ihn aber. „Ich genieße derzeit trotzdem alles mit Vorsicht“, sagt er.
Eine Vorbereitungspartie steht für die Würmtaler an diesem Sonntag noch an, um in einer Woche in bestmöglicher Form den Pflichtspielbetrieb anzugehen. Der Gegner bei der Generalprobe hat es in sich: Ab 16 Uhr gastiert Landesligist TSV Gilching-Argelsried an der Hofmarkstraße. Patrick Ochsendorf wird im Duell nicht mitwirken, ebenso wenig beim Restart gegen den SV Lochhausen (siehe Kasten unten). Der Torjäger ist nach seinem Platzverweis vor knapp zwei Wochen für beide Spiele gesperrt.
Vorbereitungsplan
Testspiele: FC RW Oberföhring – SV Planegg-Krailling 8:0, MTV Berg – SV Planegg-Krailling 3:3, SV Planegg-Krailling – 1. SC Gröbenzell 2:0, FC Deisenhofen II – SV Planegg-Krailling 5:4, SK Srbija München – SV Planegg-Krailling 7:0, SV Heimstetten II – SV Planegg-Krailling 1:1, SV Planegg-Krailling – TSV Gilching-Argelsried (Sonntag, 13. September, 16 Uhr)
Erstes Pflichtspiel: SV Planegg-Krailling – SV Lochhausen (Sonntag, 20. September, 15 Uhr)