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Pascal Gurks Geschwindigkeit macht ihn begehrt

Regionalligist West: VfB Homberg hat sich ab Juli die Dienste des Rechtsverteidigers von Ratingen 04/19 gesichert. Der 21-Jährige hat als bester Vorlagengeber beim Oberligisten voll überzeugt und will sehen, wie hoch er spielen kann.

von RP / Georg Amend · 15.06.2021, 23:00 Uhr · 0 Leser
Pascal Gurk will beim VfB Homberg durchstarten.
Pascal Gurk will beim VfB Homberg durchstarten.

Das Telefonat nahm Pascal Gurk im Zug entgegen – der Rechtsverteidiger von Oberligist Ratingen 04/19 war gerade auf dem Weg nach München, wo er am Dienstagabend den EM-Auftakt zwischen Deutschland und Frankreich besuchte.

„Das Spiel wird bestimmt ein bisschen schwierig für Deutschland – Frankreich ist eine Top-Mannschaft. Ich hoffe natürlich, dass Deutschland ein paar Tore schießt und punktet, ich befürchte aber, dass es 2:1 für Frankreich ausgeht“, schätzt Gurk.

Pascal Gurk ist durchgestartet

Der 21-Jährige kennt sich mit Offensiv-Fußball aus: In der durch die Coronavirus-Pandemie abgebrochenen Saison erzielte Ratingen 04/19 in nur neun Spielen 30 Treffer, also 3,3 Tore pro Partie. Mit seinen acht Assists in diesen Spielen, die er alle über die komplette Distanz bestritt, avancierte Gurk zum besten Vorlagengeber seines Teams – ligaweit hatte nur Alon Abelski von den Sportfreunden Baumberg einen Assist mehr.

Es war also trotz des Abbruchs eine durchaus erfolgreiche Saison für Gurk, die nun gekrönt wird von einer Beförderung: Der VfB Homberg holt ihn ab 1. Juli in die Regionalliga. „Ich habe gemerkt, dass noch ein bisschen mehr drin ist und dass ich schauen will, wie es eine Liga höher ist“, sagt Gurk, der in Duisburg wohnt und auch deshalb sagt: „In Homberg hat für mich alles gepasst – es sind nur zehn Minuten Anreise, die Mannschaft und das Umfeld sind top. Ich wollte den Schritt jetzt machen. Das ist ein guter Zeitpunkt, jede Sekunde zählt.“

In Sekunden wird auch die Geschwindigkeit bei Sprints gemessen, Gurk ist einer der schnellsten Spieler der Oberliga. Wie flott er genau auf 100 Meter ist, weiß er aber nicht: „Das ist nicht fassbar für die Geräte, das zu messen“, sagt er lachend. Die Geschwindigkeit ist eine seiner großen Stärken, im Sprint ist er kaum mit fairen Mitteln zu stoppen. „Ich habe relativ früh gemerkt, dass ich schneller als andere zum Beispiel in der Schule bin. Mein Bruder Marcel ist auch relativ schnell. Klar kann man da ein bisschen gezielter trainieren, aber bei Schnelligkeit ist es eben so: Entweder du bist schnell oder eben nicht.“ Gurk ist es.

Gurk: Offen, wohin es noch gehen kann

Das führt ihn nun eine Liga höher, wie weit es noch nach oben gehen kann, müsse man sehen, sagt der 21-Jährige: „Im Fußball ist ja alles möglich, das kann schnell gehen oder eben auch nicht. Ich bin da offen. Ein Ziel in die Richtung habe ich nicht. Ich will einfach erst einmal eine gute Saison spielen und dann jedes Spiel davon überzeugt sein, dass ich 100 Prozent gegeben habe.“

2019 war Gurk aus dem Nachwuchs von Rot-Weiß Oberhausen nach Ratingen gewechselt. „Im ersten Jahr lief es ein bisschen holprig, weil ich eine Schambeinentzündung hatte. In der Rückrunde habe ich noch sieben, acht Spiele gemacht, war aber nicht hundertprozentig fit. Ich habe die Spiele aber mitgenommen und wollte sie in die neue Saison übertragen. Dazwischen habe ich den Fokus darauf gelegt, wieder komplett fit zu werden, und habe dann alle Spiele mitgenommen. Wir haben als Mannschaft eine recht erfolgreiche Zehn-Spiele-Saison gehabt. Ich hatte in Ratingen eine schöne Zeit mit netten Jungs in einem coolen Verein und einem guten Umfeld.“ Nun geht es weiter. Erst nach München, dann nach Homberg.