Packender Krimi: ATSV Erlangen belohnt sich spät
von Moritz Passberger · 21.07.2018, 16:31 Uhr · 0 Leser
Freuen sich über den ersten Zähler in der Bayernliga (von links): Tim Ruhrseitz, Ahmet Kulabas, Klaus Faßold, Ismail Yüce und Neu-Keeper Sven Gordzielik. F: Rebel
"Wir mussten hier heute ein Zeichen setzen, wir wollten Fußball spielen. Es war ein sehr gutes Spiel, weil auch Würzburg immer wieder gefährlich war. Meine Jungs haben super gekämpft. Schön, dass wir uns am Ende mit einem Punkt belohnen konnte", atmete Erlangens Cheftrainer Shqipran Skeraj nach zwei Auftaktpleiten auf. Der ATSV einen Traumstart in die Partie erwischte. Einen Pass in den Strafraum von Tim Ruhrseitz erwischte Ahmet Kulabas nicht, doch Klaus Faßold traf zum 1:0 (4.). In der Anfangsphase des Spiels war der ATSV besser, hatte mehr Chancen als die Gäste aus Würzburg. Der WFV war immer wieder über Standards gefährlich, wie beim 1:1 als der Ball nach einem Eckball von der rechten Seite in den Strafraum kam und David Drösler per Kopf das 1:1 erzielen konnte (31.) Erlangens neuer Keeper Sven Gordzielik war zwar noch dran, doch er konnte den Einschlag nicht mehr verhindern. Es ging nun rauf und runter. Nur knapp fünf Minuten später traf Yüce Ismail zum 2:1 in der 37. Minute. Ruhrseitz wieder mit der Vorlage, diesmal auf Yüce, der den Ball aus 20 Metern eiskalt verwandelte. Vor der Halbzeitpause hatten die Gäste noch eine Chance, doch Gordzielik nahm den Ball sicher auf.
Nach dem Seitenwechsel erwischten dieses Mal die Gäste den Blitzstart. Sebastian Fries traf per Nachschuss, nachdem Gordzielik den Schuss von Adrian Istrefi nicht sicher fangen konnte (47.). Beide Mannschaften gaben sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden. Erlangen hatte eine Riesenchance, doch der Schiedsrichter Martin Speckner entschied darauf, kein Tor zu geben, da WFV-Keeper André Koob den Ball seiner Meinung nach bereits unter Kontrolle hatte und ihm das Leder aus den Händen geschlagen wurde. In der 70. Minute wurde es per Freistoß gefährlich, als Istrefis Versuch aus 30 Metern die Latte touchierte. In der 72. Minute trafen die Gäste dann aber doch zum 2:3 - und wie: Patrick Hofman traf mit einem Knaller aus knapp 25 Metern oben rechts ins Tor. Davon ließen sich die Erlanger nicht unterkriegen und kurz vor Schluss belohnte sich der ATSV mit dem 3:3-Ausgleich: Auf Vorlage von Ruhrseitz war es erneut Faßold, der den Pass volley in die Maschen zimmerte (88.). "Wir haben ein intensives Spiel gesehen. Wir wussten, dass es ein Kampfspiel werden würde. Erlangen kam besser rein, wir kontnen uns nach etwa 20 Minuten aus der Umklammerung befreien. Dann waren wir hellwach, kriegen dann aber nach einem individuellen Fehler das 2:1. In der Pause fielen deutliche Worte, denn so kann man sich nicht prsäentieren. Wir hätten hier gerne drei Punkte mitgenommen, aber das Remis geht in Ordnung und wir sind damit im Großen und Ganzen auch zurfrieden", resümierte WFV-Coach Marc Reitmaier.