
Es ist Dienstag, 21. Mai, drei Tage nach der 3:5-Niederlage im Halbfinal-Hinspiel beim FC Liria Berlin: Auf die Futsaler des TSV Weilimdorf wartet die erste Trainingseinheit nach einer enttäuschenden Vorstellung. Kopfschüttelnd sitzen sie vor dem Bildschirm, auf dem in Videosequenzen noch einmal die Schlüsselszenen des 3:5 schonungslos ablaufen. Kein Fehler bleibt hier unentdeckt.
Die Weilimdorfer können es selbst nicht fassen, wie schlecht sie beispielsweise bei den fünf Gegentoren agiert haben. „Sie haben sich aber nicht gegenseitig für die Fehler verantwortlich gemacht, sondern jeder hat sich an die eigene Nase gepackt“, berichtet Weilimdorfs Sportlicher Leiter Michael Bachmann und gibt Einblick in die Psyche der Spieler: „Die Mannschaft war nach dieser Niederlage gewaltig angespannt, aber sie haben sich jetzt zusammengerauft und überlegt, was sie besser machen müssen.“ Sich zum Beispiel von den kompaktstehenden Berlinern nicht in Zweikämpfe verwickeln zu lassen und dann blitzschnell ausgekontert werden. Denn wollen die Nord-Stuttgarter noch ins Finale um die Deutsche Futsalmeisterschaft einziehen, können sie sich nicht noch einmal so viele Gegentore und am Ende eine Pleite erlauben.
Zwei Treffer muss das Team von Spielertrainer Tomislav Bevanda an diesem Samstag (18.30 Uhr) in der Sporthalle des Weilimdorfer Solitude-Gymnasiums aufholen. „Das geht schnell im Futsal“, sagt Bachmann optimistisch: „Es wird nervenzerreibend, da geht noch so viel in den letzten Sekunden.“ Das wissen auch die Spieler, weshalb am vergangenen Dienstag auf die Anspannung auch eine gewisse Lockerheit folgte. Fast die komplette Mannschaft traf sich nach dem Training im Vereinsheim. „Es wurde gesungen und getanzt“, berichtet Bachmann. Die Stimmung ist gut. Und soll am Samstagabend nach dem Halbfinal-Rückspiel noch besser sein. „Wenn wir ins Finale kommen, werden wir im Vereinsheim eine riesen Fete abhalten“, verrät Bachmann.
Vorfreude und Optimismus überwiegen also bei den Weilimdorfern. Auch wenn sich ihr bester Torjäger Manuel Fischer in Berlin am vergangenen Samstag verletzte und nun wegen eines Bänderrisses für das Rückspiel nicht zur Verfügung stehen wird. „Andere Teams würden da vielleicht jammern, aber wir machen da kein großes Fass auf. Natürlich fehlt er, aber wir haben genug andere, gute Spieler“, sagt Bachmann und fügt hinzu: „Die Mannschaft kämpft auch für ihn.“ Denn eins ist klar: „Wir wollen ins Finale. Der ganze Verein brennt darauf.“ Und sollten die Weilimdorfer das tatsächlich schaffen, wird es neben der Fete im Vereinsheim auch bei der Videoanalyse im Training danach wieder nickende anstatt schüttelnde Köpfe zu sehen geben.
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