
Im zweiten Saisonspiel gelang der erste Saisonsieg unter Ihrer Regie als neuer Trainer. Wie haben Sie die Partie gegen Messerich erlebt?
REGER Das war ein kurzweiliges, intensives und enges Spiel mit dem besseren Ende für uns. Wir haben zwei kurze Rückschläge mit dem verschossenen Elfmeter von Marius Diederichs und der Gelb-Roten Karte gegen Marius Heck verdauen müssen. Doch nichtsdestotrotz haben wir eine super Moral und die nötige Zweikampfhärte bewiesen und das Spiel in der letzten Sekunde gedreht. Wir sind in Unterzahl in Führung gegangen, haben dann durch einen Abwehrfehler das 1:1 bekommen und nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld das 2:1-Siegtor erzielt. Diederich hat vorbereitet, ich verlängert und Jannik Iske den Abpraller reingemacht. Der absolute Siegeswille war entscheidend.
Sie haben das Team im Juli übernommen. Wie kam das Engagement zustande und wie ist Ihre Spielidee?
REGER Der Kontakt kam über unseren Vorsitzenden Norbert Röthig zustande. Ich habe ja früher in Geichlingen gespielt und nach dieser Zeit wollte ich erste Erfahrungen im Trainerbereich sammeln. So bin ich zum luxemburgischen Erstdivisionär FC 47 Bastendorf gegangen, coachte eine super Truppe mit spielstarken Fußballern in der dritthöchsten Liga dort. Das System habe ich im Vergleich zu meinem Vorgänger Klaus Grüber etwas geändert. So ist ein relativ offensives System angedacht, wobei wir schon aus einer sicheren Abwehr heraus agieren wollen.
Sehen Sie sich eher als Spieler oder eher an der Seitenlinie und wie wurden die Abgänge von Daniel Schink, Yannic Meier-Prümm und Christian Esch kompensiert?
REGER Prinzipiell wollte ich nicht mehr spielen, doch wenn es die Situation erfordert, will ich der Mannschaft schon auch noch auf dem Platz helfen. Diese Abgänge haben wir gut kompensiert. Mit Thorsten Wagner haben wir einen guten und sicheren Torwart reaktiviert. Er hat sich fit gemacht in der Vorbereitung und ist schon jetzt ein Rückhalt. Jannik Iske ist nach Kreuzbandriss auch wieder fit und hat gegen Messerich das entscheidende Tor gemacht. Er spielt als Abwehrchef einen sicheren Ball. Und Stephan Schwaller ist nach vier Kreuzbandrissen auch wieder auf dem Weg, sodass er im Herbst sein Comeback feiern könnte. Mit dem jungen, 19-jährigen Hajo Hari, der aus Grevenmacher kam, haben wir einen guten Fang gemacht. Er hat für sein Alter ein super Spielverständnis und ist pfeilschnell. (L.S.).