
Für Sascha Wolter, den sportlichen Leiter der SG Oberkirchen/Grügelborn, steht außer Frage, dass man nach der hervorragenden Hinserie nun auch den Aufstieg in die Landesliga Nord anpeilt. „Wir stehen auf Platz Eins, da wollen wir nun auch am Ende sein und dann sehen wir, was die Landesliga Neues bringt. Wir haben im Winter mit Thomas Freitag vom Ligakonkurrenten SG Namborn/Steinberg-Deckenhardt/Walhausen einen weiteren Torwart geholt, der zuletzt länger pausierte, ansonsten haben wir an unserem erfolgreichen Team nichts geändert“, nimmt Wolter die Herausforderung der kommenden Monate an. Trainiert wird die SG, die über das Saisonende existieren wird, von Pascal Schmidt und Lukas Biehl. In den beiden Freisener Gemeindeteilen ist man auf höherklassige Aufgaben jedenfalls gut vorbereitet.
Thomas Meyer, Trainer der SG Dirmingen/Berschweiler, nimmt den Zweikampf an, verweist jedoch auf eine große Verletztenliste. „Wir haben derzeit fünf Spieler, die zum Stamm gehören, nicht im Training. Einige werden sicher auch noch beim ersten Spiel ausfallen, da müssen wir damit rechnen, dass wir nicht auf allen Positionen die Bestbesetzung aufbieten können“, sagt Meyer, der einen Neuzugang begrüßen durfte. „Manuel Graf ist zu uns zurückgekommen, er hat zuvor bei uns in der Jugend gespielt und wechselte dann zum FC Hertha Wiesbach. Als er ins Aktiven-Alter kam, hat er aber länger ausgesetzt und will jetzt bei uns wieder anfangen, wir hoffen, dass er unser Team verstärkt“, blickt Meyer voraus.
Gleich im zweiten Spiel des neuen Jahres könnte sein Team Fakten schaffen, dann geht es zum Dritten SG Scheuern-Steinbach-Dörsdorf. Deren Trainer Patrick Beia sieht diesem Spiel mit Spannung entgegen. Er weiß aber auch, dass es wohl das Spiel der letzten Chance für seine Mannschaft ist. „Wir haben im Sommer viele Spieler getauscht, haben die Neuen integriert und spielen eine gute Runde. Wir können ohne Druck aufspielen, können gelassen in die Rest-Rückrunde gehen. Wenn wir das erste Spiel erfolgreich bestehen, kommt es zum Heimspiel gegen den Tabellenzweiten, wir könnten den Abstand auf vier Punkte verkürzen, vielleicht werden sie dann nervös“, sagt der frühere Eppelborner Spieler. In seinem Kader gab es keine personellen Änderungen, so dass das Team nun weiter zusammen wachsen könnte, um dann in der kommenden Saison gefestigt um die Meisterschaft mitzuspielen. „Aber wenn wir in dieser Runde noch vorne angreifen wollen, müssen wir nicht nur die ersten zwei Spiele gewinnen“, schätzt er die Chancen auf die Vizemeisterschaft eher gering ein.
Auf den hinteren Plätzen ist lediglich der Kontakt von Schlusslicht SG Hoof-Osterbrücken zum Vorletzten SG Peterberg abgerissen, bei neun Punkten Rückstand kann in den beiden St. Wendeler Stadtteilen bereits für die Kreisliga geplant werden. Davor ist alles möglich, zwischen Platz Neun und Dreizehn sind es nur vier Punkte. Mittendrin sind die punktgleichen SV Hasborn II und SG Wolfersweiler-Gimbweiler. Beide liegen mit 18 Punkten auf den unsicheren Plätzen Dreizehn und Vierzehn
Hasborns Trainer Frank Leonhardt, der das Team noch bis Saisonende trainieren wird, sieht die Lage seiner Mannschaft nicht so dramatisch. „Wir haben noch einige Verletzte, aber bis auf Stefan Schätzel, der sich einen Handwurzelbruch zuzog, sind bis zum Neustart alle wieder dabei“, sagt er. Und Schätzel dürfte den Hasbornern richtig fehlen, der 22-jährige erzielte in zehn Spielen elf Treffer und war auch schon in der Saarlandliga im Einsatz. Dort traf er in neun Berufungen ein Mal. „Ansonsten hat sich bei uns nicht viel geändert bei der Zweiten, wir hätten mehr Saarlandspieler einsetzen können, verzichteten darauf aber. Nun gibt es in der Ersten auch viele Verletzte oder angeschlagene Spieler, so dass wir da bis in den April keinen Zuwachs erwarten können“, ergänzt er. Für Leonhardt sind aber die ersten Spiele entscheidend, in denen sein Team größtenteils auf die direkte Konkurrenz trifft. „Wenn wir einige Plätze gutmachen wollen, was aufgrund der geringen Abstände im hinteren Tabellendrittel möglich ist, müssen wir in den ersten Spielen Punkte holen, wenn es gegen die direkten Konkurrenten geht“, sagt er.
Trainer Juri Schewtschenko von der SG Wolfersweiler/Gimbweiler ist davon überzeugt, dass sein Team die Klasse hält. „Wir haben im Sommer viele junge Spieler eingebunden, das hat eine Zeit gedauert, nun sind sie etwas erfahrener. Ich bin überzeugt vom Kader, deshalb gab es im Winter keine Änderungen und wir haben zehn Tage vor dem Restrunden-Start auch keine Verletzten zu beklagen“. Möglicherweise ist es die letzte Saison als saarländisch/rheinland-pfälzische Spielgemeinschaft, wenn dem so ist, will Schewtschenko und sein Team erst recht nicht die Spielgemeinschaft mit einem Abstieg beenden. „Wir haben wie in jeder Halbserie wieder ein Spiel im Gimbweiler, werden alle anderen Begegnungen aber in Wolfersweiler austragen“, sagt er. „Wir haben viele Punkte in den Schlussminuten abgegeben, da müssen wir uns verbessern, wir müssen in allen Spielen bis zum Ende durchhalten, daran arbeiten wir“, ergänzt er.