2026-01-09T09:36:09.492Z

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Noch zwei Spiele, dann endet die Ära Guido Ritz bei TuS Marienborn.	Archivfoto: hbz/Schäfer
Noch zwei Spiele, dann endet die Ära Guido Ritz bei TuS Marienborn. Archivfoto: hbz/Schäfer

Ob Tränen fließen, weiß er nicht

Guido Ritz sitzt am Sonntag zum letzten Mal in einem Heimspiel auf der Marienborner Trainerbank

Marienborn. Vor vier Wochen bekam Guido Ritz mitgeteilt, dass er am Saisonende nach jahrelanger Zusammenarbeit seinen Posten als Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Landesligisten TuS Marienborn räumen muss. Am Sonntag (15 Uhr) steht für Ritz gegen den VfB Bodenheim nun sein letztes Heimspiel als TuS-Trainer auf dem Programm. Wir haben mit ihm über den bevorstehenden Abschied, seine beiden Söhne und eine mögliche Rückkehr gesprochen.

Am Sonntag steht ihr letztes Heimspiel als TuS-Trainer an. Wie ist ihre Gefühlslage momentan?

Dass ich nach so vielen Jahren das letzte mal zu Hause an der Seitenlinie stehen werde, ist ein komisches Gefühl. Ich hoffe, ich kann mich mit einem Sieg verabschieden.

Nach Bekanntgabe der Trennung waren sie geknickt. Sind Sie über die Enttäuschung mittlerweile hinweg?

Ich freue mich zwar auf meine neue Aufgabe, aber die Umstände über mein Aus belasten mich noch immer. Ich hatte die Hoffnung, hier noch etwas bewegen zu können.

Was werden Sie am meisten vermissen?

Die familiäre Atmosphäre in Marienborn war schon etwas ganz Besonderes.

Wird es bei Ihnen Abschiedstränen geben?

Ich kenne mich in einer solchen Situation nicht. Deshalb weiß ich nicht, wie ich reagiere. Ich lass' mich überraschen.

Wird es eine Abschiedsparty geben?

Darüber habe ich mir, auch wegen unserer momentanen Tabellensituation, noch keine Gedanken gemacht. Und bei einem möglichen Abstieg muss man auch erstmal sehen, ob man das überhaupt will.

Wie schwer würde es Ihnen fallen, die TuS als Absteiger zu verlassen?

Das würde natürlich sehr an mir nagen und wäre ein Makel in meiner Bilanz. Schließlich bin ich noch nie abgestiegen. Wir werden alles dafür tun, dass das so bleibt.

Was war ihr schönstes Erlebnis in all den Jahren?

Die beiden Aufstiege in die Bezirksliga 2013 und 2015 in die Landesliga waren schon etwas Besonderes. Auch das Triple aus Meisterschaft, Kreispokal und Bezirkspokal 2008 mit der A-Jugend war schön.

Ihre beiden Söhne Dennis und Marco haben bisher unter Ihnen bei der TuS gespielt. Bleiben die beiden in Marienborn?

Ich habe noch nicht mit ihnen darüber gesprochen. Sie sind volljährig und müssen das selbst entscheiden, unabhängig von meiner Person.

Werden Sie irgendwann, vielleicht in einer anderen Funktion, nach Marienborn zurückkehren?

Das weiß ich nicht. Zudem müssen das ja auch immer zwei Seiten wollen. Ab dem 1. Juli werde ich erst mal all meine Energie in meine neue Trainertätigkeit in Budenheim stecken.

Aufrufe: 013.5.2016, 17:30 Uhr
Pascal WidderAutor