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Nur die Trefferquote trübt die Bilanz

Schäfer sieht den Landesliga-Aufsteiger trotz der jüngsten Niederlagen auf einem guten Weg

von Carsten Schröder · 20.07.2016, 11:00 Uhr · 0 Leser
Neu beim SVH: Mit den Zugängen Sebastian Kirchen, Fabian Sombetzki, Marcel Kraft, Tim Goebel und Daniel Zolotareov (v. li.) geht es auf die Saison zu.	Foto: photoagenten/Christine Dirigo
Neu beim SVH: Mit den Zugängen Sebastian Kirchen, Fabian Sombetzki, Marcel Kraft, Tim Goebel und Daniel Zolotareov (v. li.) geht es auf die Saison zu. Foto: photoagenten/Christine Dirigo

Pfeddersheim. Erst die Wormatia-Zweite, dann die TSG Pfeddersheim – und am Mittwoch noch mal die Regionalliga-Reserve von der Alzeyer Straße. Die Auslosung (und der Erfolg) bei Fußball-Stadteisterschaft in Weinsheim und jetzt dem Eichbaum-Cup in Pfeddersheim hat für ein strammes Programm gesorgt, das der SV Horchheim auf der Zielgerade der Vorbereitung zu bewältigen hat. Zwar möchte sich beim Landesliga-Aufsteiger niemand beschweren, wie Gerhard Schäfer betont. Optimal, das kann der „Co“ aber nicht leugnen, ist dann doch anders. Schon vor dem zweiten Gruppenspiel in Pfeddersheim mochte Schäfer nicht leugnen: „Das hat alles schon jetzt viel Kraft gekostet.“

Allerdings: Gerade vor diesem Hintergrund schiebt der Co-Trainer gleich nach, seiner jungen Mannschaft ein Kompliment machen zu müssen. „Sie haben das bisher gut gemacht“, beurteilt er die Niederlagen im Finale der Stadtmeisterschaft (1:3) sowie jetzt gegen die TSG Pfeddersheim keineswegs nur negativ. Zwar klingt das 0:5 gegen den Oberligisten nach „standesgemäß“. Auf der Suche nach einem Klassenunterschied musste man am Montag im Uwe-Becker-Stadion aber bis zur Pause schon zur Lupe greifen. Weil die sehr offensiv auftretende TSG-Elf da in der Vorwärtsbewegung (Schäfer: „Die wollten wohl eine frühe Entscheidung suchen“) immer wieder den Ball herschenkten, rollte ein Konter nach dem nächsten in Richtung des Pfeddersheimer Kastens, den Bakary Sanyang gegen Daniel Zolotareov und Alexander Dorn aber mit Glück und Können sauber hielt. Erst mit dem plötzlichen Rückstand folgte der Einbruch beim SVH, wonach sich Schäfer ans Finale der Stadtmeisterschaft erinnert fühlte – und den zweiten Teil der abgeschlossenen Meistersaison in der Bezirksliga. „Der Abschluss war ja schon in der Rückrunde ein Manko bei uns“, ruft der Co-Trainer in Erinnerung – und hofft, dieses möglichst bald abstellen zu können.

Bei der Ursachenforschung möchte sich Schäfer übrigens nicht mit der Jugend seiner Mannschaft oder aktuell dem Kräfteverschleiß aufhalten. „Auch in der Bundesliga treffen die Stürmer ja manchmal über Monate nicht“, sagt er und zeigt sich überzeugt, dass der Knoten irgendwann auch wieder platzt. „Man muss gerade den jungen Spielern einfach das Vertrauen aussprechen und mit Torschusstraining am nötigen Selbstvertrauen arbeiten.“

Insgesamt sieht Schäfer seine Mannschaft in der Vorbereitung auf die neue Saison, die am 31. Juli mit dem Heimspiel gegen die Spvgg. Ingelheim startet, auf einem guten Weg. „Wir können nicht unzufrieden sein, die Jungs ziehen voll mit“, so der Coach mit Blick auf Engagement und Trainingsbeteiligung. Die beiden Niederlagen vermögen das Bild da nicht zu trüben. Und vielleicht kehrt ja schon am Mittwoch im zweiten Duell mit der Wormatia-Zweiten innerhalb von fünf Tagen die Treffsicherheit zurück.