2025-12-03T05:51:34.672Z

Spielbericht

Nullnummer auf dem Acker in Blankenloch.

Am 11. Spieltag gastierte die Germania aus Karlsruhe beim SV Blankenloch II. Mit der Chance im Gepäck, den Verfolgern aus Eggenstein am Ende des Tages um 8 Punkte enteilt zu sein, sowie perfektem Fußballwetter bei wenigen Grad und recht viel Sonne, war alles angerichtet für das Tipico Topspiel der Woche.

Für ebenjenes zauberte die Heimmannschaft ihren größten Trumpf aus dem Ärmel: Ein Feld, das in Abmessungen und Bodenbelag eher einem Tennisplatz, denn einem Fußballrasen gleichkam. Nichtsdestotrotz fanden die Grün-Weißen gut in die Partie, kontrollierten das Spiel auf dem Boden und erarbeiteten sich Chancen. Nach und nach verlagerte sich der Spielanteil jedoch zugunsten der Gastgeber, die mit langen Abschlägen vorliebnahmen und giftig auf die zweiten Bälle gingen. Auf einem sowieso schon recht knapp bemessenen Platz spielten sich zu viele Aktionen im Zentrum ab, woraus ein ums andere Mal Ballverluste resultierten. In den Aktionen nach vorne fehlte häufig die letzte Präzision, woran sicherlich das Spielfeld seine Aktien hatte; eine Mannschaft wie die Germania kann das aber eigentlich nicht ernsthaft als Argument für ein durchwachsenes Spiel in Erwägung ziehen.
So machte es Blankenloch nicht schlecht und kam durchaus, vor allem über Standards, zu gefährlichen Aktionen, die in letzter Konsequenz allesamt jedoch von Schlussmann Tobias „Heilbutt“ Heilmann entschärft werden konnten. Mit einem im Endeffekt dankbaren 0:0 ging es dann in die Kabine.

Halbzeit zwei, normalerweise die Schokoladenhälfte des Tabellenführers, startete mit mehr Biss im Zweikampf, jedoch ebenso wenig offensivem Fortune. Man merkte den Gästen aber durchaus an, dass sie bereit waren, noch mehr zu tun. Die langen Bälle von Blankenloch wurden besser entschärft, die Zweikämpfe im Mittelfeld gewonnen und das Spiel wieder ruhiger aufgebaut. Da die Gastgeber jedoch auch sehr kompakt verteidigten, kam die Germania kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Sam Huhnke hatte dabei wohl noch die beste Möglichkeit, verstolperte diese allerdings 10m vor dem gegnerischen Tor.
Nach einigen kleinlichen Schiedsrichterentscheidungen war der Spielfluss, wenn er denn jemals richtig vorhanden war, endgültig passé. Der größte Aufreger der Schlussphase war ein potenzielles Handspiel von Johannes Waßmuth im Strafraum nach einem Freistoß der Gastgeber. Über den folgerichtigen Strafstoß, den es aus Sicht der Germania nur sehr glücklich nicht gab, hätte sich niemand beschweren können.

Letztlich endete die Partie nach vielen langen Bällen und wenig schönem Fußball 0:0. Angesichts der Einstellung der Gegner auch eine gerechte Punkteteilung. Für die Mannschaft von der Fasanenmauer bedeutet dieses Ergebnis zwar zum ersten Mal in dieser Saison einen Punktverlust, nichtsdestotrotz steht man nach 11 Spielen ungeschlagen mit sechs Punkten Abstand und zwei Gegentoren absolut zurecht an der Spitze. Und eines ist sicher: Nach dem ersten torlosen Spiel der Spielzeit wird sich die Offensive der Germania am nächsten Sonntag mit Wut im Bauch auf heimischem Geläuf wieder belohnen!

Aufrufe: 06.11.2022, 22:08 Uhr
Tobias HeilmannAutor