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Nominierte feiern internationale Erfolge

von Mathias Freese · 22.02.2014, 05:04 Uhr · 0 Leser
Mansur Faqiryarmit einem Einlaufkind in Meppen
Mansur Faqiryarmit einem Einlaufkind in Meppen

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Als Holger Smit mit dem OTB 1985 in die Basketball-Bundesliga aufstieg, begann Olaf Geserick gerade mit dem Triathlon - und VfB-Torhüter Mansur ...
Als Holger Smit mit dem OTB 1985 in die Basketball-Bundesliga aufstieg, begann Olaf Geserick gerade mit dem Triathlon und VfB-Torhüter Mansur Faqiryar war noch gar nicht geboren. 2013 holten sie alle einen internationalen Titel und verdienten sich damit die Nominierung für die NWZ-Sportlerwahl 2013, deren Sieger am 31. März im Theater Laboratorium ausgezeichnet werden. Faqiryar 28 Jahre führte Afghanistan bei der Südasienmeisterschaft zum Sieg. Smit 57 wurde mit Deutschland Ü-55-Weltmeister. Geserick 45 holte den EM-Titel der Altersklasse 45 über die Olympische Distanz.

Beim großen Triumph wurde der VfBer zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt und das als Torwart. "Das war schon ungewöhnlich, es gab da auch einen kleinen Hype um mich", sagt der 28-Jährige, der seine Mannschaft jedoch in den Vordergrund stellt: "Wichtiger war, dass das Team alles gegeben hat." Dem VfB ist er dankbar für die Unterstützung: "Kommt die offizielle Einladung aus Afghanistan, finden wir immer einen Weg. Und wenn ich nur zwei Tage nach einem Spiel in Laos einen Ligaeinsatz in Bremen habe", freut sich Faqiryar, für den das Nationalteam "eine Herzensangelegenheit" ist.

Der in Kabul geborene Student des Wirtschaftsingenieurwesens kam als Baby mit seinen Eltern nach Deutschland. "In meiner Brust schlagen zwei Herzen", sagt Faqiryar. Er fühlt sich als Afghane und Deutscher. Er versucht, neben Sport und Studium für seine Heimat etwas zu bewirken: In Afghanistan will er eine Fußballschule aufbauen, zudem hilft er, einen öffentlich zugänglichen Spiel- und Sportpark zu errichten. "Ich möchte dort durch die Projekte bessere Voraussetzungen schaffen", erklärt er.

Der VfB steht aber weiter im Vordergrund: "Wir hatten in dieser Regionalliga-Saison früh nichts mit dem Abstieg zu tun das war gut. Jetzt wollen wir möglichst jedes Spiel gewinnen und das Privileg genießen, auf hohem Niveau Fußball spielen zu können."

Auch der 57-jährige Smit hat nach 697 Einsätzen für den OTB bis zum Jahr 1991 in der 1. und 2. Bundesliga im vergangenen Jahr durch den Gewinn der Ü-55-WM in Griechenland einen Höhepunkt erlebt. An seine große OTB-Zeit erinnert sich der Diplom-Kaufmann gerne zurück. "Es war genial, als wir 1985 in die 1. Liga aufgestiegen sind. Wir mussten im letzten Saisonspiel gegen Wolfenbüttel nur gewinnen die Haareneschhalle war eine Stunde vor Anpfiff ausverkauft", weiß Smit noch. Es wurde ein Triumphzug: Ein 102:48 reichte, um sich Platz zwei in der Aufstiegsrunde vor dem OSC Bremerhaven beide 10:6 Zähler zu sichern.

Seit der Zeit habe sich der Basketball verändert, meint Smit. "Der Trainingsaufwand ist größer geworden, der Sport athletischer und schneller. Früher war ja keiner Profi, da hat keiner jeden Tag trainiert. Das kann man nicht mehr vergleichen", sagt der Vater von zwei ebenfalls sportlich erfolgreichen Kindern. Sohn Kevin NWZ-Sportler der Jahres 2012 spielt bei den EWE Baskets, Tochter Nadine nach ihrer Zeit beim VfL seit vergangenen Sommer bei Handball-Zweitligist SVG Celle. "Zum Leistungssport sind die beiden von selber gekommen ich habe sie nicht gedrängt", erklärt Smit und ergänzt schmunzelnd: "Auch wenn ich früher eher Ball mit ihnen gespielt habe, als zu basteln."

Auch im Triathlon habe sich in den vergangenen 25 Jahren viel verändert, weiß Geserick. "Verbessertes Material, viel mehr Wettkämpfe, einige Regeländerungen", zählt er auf. Darunter fällt die vermehrte Freigabe des Windschattenfahrens, seit der Sport 2000 olympisch wurde. "Das habe ich erst kritisch gesehen. Jetzt finde ich es gut. Es ist zum Teil fairer denn sonst wird unerlaubt im Windschatten gefahren", meint der 45-Jährige, der mit dem 1. TCO "Die Bären" schon in der Bundesliga aktiv war.

Als Kind begann Geserick mit Schwimmen. Als er zum Triathlon umstieg, merkte er, dass ihn "das Schwimmen im Bad gelangweilt hat". Zuletzt war er deshalb mehr im Freiwasser und gewann 2013 neben der Landesmeisterschaft 2,5 Kilometer auch die Rennen durchs Zwischenahner Meer 3,1 sowie das Inselschwimmen von Norden nach Norderney 8,4. "Ein einmaliges Erlebnis", resümiert Geserick, der bereits eine Ironman-Distanz Schwimmen: 3,8; Radfahren: 180; Laufen: 42,195 in Australien absolvierte. Das Rennen verband er mit einer vierwöchigen Reise.

"Ich benutze Wettkämpfe gerne, um mir die Gegend anzugucken", erzählt er. 2013 absolvierte er einen Triathlon im Breisgau, an dem er schon seit der ersten Austragung vor 25 Jahren teilnehmen wollte. "Es war sehr schön, ich bin froh, dass das endlich geklappt hat", sagt Geserick, der den EM-Titel, den er 2013 im türkischen Alanya gewann, bei der in diesem Jahr im österreichischen Kitzbühel ausgetragenen Europameisterschaft erneut holen will.