
Der TSV Neusäß steht erneut im Finale des Totopokals auf Kreisebene. Der Augsburger Kreisligist besiegte vor 150 Zuschauern den TSV Aindling mit 1:0. Das Tor des Abends erzielte Johannes Lotter in der 41. Minute. Einen Abend zum Vergessen erlebte Kissings Trainer Marco Henneberg. Zunächst musste er hilflos von der Bank mitansehen, wie seine Mannschaft vom TSV Bobingen teilweise vorgeführt wurde. Am Ende platzte mit 0:6 der Traum vom erneuten Finaleinzug.
Zunächst bekamen die Zuschauer wenig zu sehen. Das lag nicht am dichten Nebel über dem Lohwaldstadion, sondern daran, dass beide Mannschaften in erster Linie einmal Fehler vermeiden wollten. Die Neusässer Abwehr um Raphael Marksteiner und Marcel Schoder stand kompakt, im Spiel nach vorne fehlte allerdings die Präzision. Aber man war giftig. In der 40. Minute luchste Lukas Siebert seinem Gegenspieler den Ball ab, passte genau auf Johanne Lotter, der durch die Hosenträger von Aindlings Schlussmann Robin Scheurer zum 1:0 traf. Ein übles Foul von Gabriel Merane an Lukas Siebert, für das Schiedsrichter Manfred Keil völlig zurecht die Rote Karte zog, eröffnete den eigentlichen Pokalfight. Während Aindling viel zu umständlich auf den Ausgleich drängte, hätten Sascha Tesic (74.) und zweimal Bathuan Aysan (80. und 83.) bei Kontern alles klar machen müssen. Der TSV Aindling trat erst wieder in den letzten Minuten in Erscheinung. Zunächst sah Felix Danner nach einem taktischen Foul die Gelb-Rote Karte (87.), dann setzte Simon Knauer einen Freistoß an die Querlatte und Antonio Mlakic scheiterte mit dem Abpraller an Tobias Kastenhuber. Der Torhüter des TSV Neusäß hatte bis dato einen eher entspannten Abend verbracht, zeigte sich in den entscheidenden Szenen gegen Markus Nix (90.) und einen Kopfball des aufgerückten Aindlinger Keepers (90.+5) auf dem Posten. Der Ausgleich und ein damit verbundenes Elfmeterschießen wären sowas von ungerecht gewesen. „Das zunächst eher langweilige Spiel ging zum Ende hin ziemlich auf die Pumpe“, so sportlicher Leiter Klaus Raßhofer. „Wir müssen bei unseren Konterchancen mehr Ruhe am Ball bewahren. Aber insgesamt war es eine starke Leistung.“ (Oli) Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Manfred Keil (Wassertrüdingen) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Johannes Lotter (40.)
Rot: Gabriel Merane (67./TSV Aindling)
Gelb-Rot: Felix Danner (87./TSV Aindling)

Am Mittwochabend sahen die rund 110 Zuschauer einen deutlichen Klassenunterschied auf dem Kunstrasenfeld. „Von Beginn an hatten wir keinen Zugriff. Es hat einfach gar nichts gepasst. Bobingen hat uns früh attackiert und unter Druck gesetzt und dann unsere Fehler ausgenutzt“, sprach Henneberg von einem verdienten Erfolg der Singoldstädter. Bereits nach 15 Minuten klingelte es erstmals im Kasten von Daniel Sedlmeir. Maximilian Krist traf aus rund dreißig Metern zur Gästeführung. Nach rund einer halben Stunde erhöhte Hüseyin Tomakin per Foulelfmeter auf 0:2. Spätestens als Bobingens Torjäger Florian Gebert kurz vor der Pause eine Bilderbuchkombination zum 0:3 vollendete, war die Partie entschieden. In der Halbzeit nahm Marco Henneberg einige Wechsel vor, auch um so manchen Spieler eine Pause zu geben. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Liga“, hatte der Coach im Vorfeld der Partie betont. Eine derartige Klatsche hätte er dennoch gerne vermieden. „Die Jungs wissen, dass es keine gute Leistung war, aber es gibt solche Tage. Daraus muss man seine Schlüsse ziehen.“ Auch im zweiten Durchgang wurde es für den KSC nicht besser. Tomakin besorgte in der 55. Minute das 0:4, ehe Berkay Akgün (73.) und Paul Simmler (82.) den verdienten Endstand herstellten. Die Gegentore wiegten für Kissing aber weit weniger schlimm als die Verletzung von Luca Ogino. Der Mittelfeldspieler verletzte sich nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung schwer. Ohne Fremdeinwirkung verdrehte sich der 25-Jährige das Knie und musste mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss gleich wieder vom Feld. „Das ist richtig bitter, vor allem für ihn auch privat, da er gerade eine Ausbildung macht“, so Henneberg, der aber bereits wieder nach vorne blickt. „Das Spiel müssen wir abhaken. Wir waren nicht gut und haben viele Fehler gemacht, allerdings haben wir auch gegen eine richtig starke Mannschaft gespielt.“ (sry) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Markus Casazza - Zuschauer: 110
Tore: 0:1 Maximilian Krist (15.), 0:2 Hüseyin Tomakin (28. Foulelfmeter), 0:3 Florian Gebert (43.), 0:4 Hüseyin Tomakin (55.), 0:5 Berkay Akgün (73.), 0:6 Paul Simler (82.)