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Allgemeines

Neues Spielsystem im Lernprozess

Kreisoberligist SG Laufenselden im FuPa-Wintercheck +++ Trainer und Sportdirektor sprechen über die neue Spielphilosophie des jungen Teams

von Tim Respondek · 11.01.2019, 12:00 Uhr · 0 Leser
Die SG Laufenselden ist heute in unserem FuPa-Wintercheck. Ohne Geld, aber dafür mit Zusammenhalt in der Kreisoberliga. F: steevy84 - fotolia
Die SG Laufenselden ist heute in unserem FuPa-Wintercheck. Ohne Geld, aber dafür mit Zusammenhalt in der Kreisoberliga. F: steevy84 - fotolia
Wiesbaden. Mit bescheidenen Mitteln und einer herausragenden Jugendarbeit entwickelt sich die SGL Jahr für Jahr immer weiter. Im "Redaktions-Talk" kam die These auf, dass man sich nur Spieler holen sollte, die sich mit dem Verein identifizieren und genau das trifft auf die SG Laufenselden zu. Fast nahezu alle Spieler kommen aus dem direkten Umfeld sowie aus der eigenen Jugend, daher kann man mit stolz sagen, dass man als Elfter die Hinrunde in der Kreisoberliga abgeschlossen hat.

Gewollter spielerischer Umbruch

"Gut gemeint ist bekanntlich nicht selten das Gegenteil von gut gemacht. Eine vermeintlich richtige Philosophie zum falschen Zeitpunkt und schon endet der Tatendrang schnurstracks im Misserfolg. Der Saisonstart inklusive der Vorbereitung war zum Teil durchsetzt mit ernüchternden Ergebnissen. Dies war den Verantwortlichen mit dem gewollten Umbruch und dem neuen Trainer jedoch bewusst. Doch nach und nach konnten wir unser neues Spiel durchsetzen und auch gegen starke Gegner punkten", stellt Sportdirektor Markus Dick fest.

Systemumstellung - Team im Lernprozess

"Wir haben unserer Mannschaft eine neue DNA, in Form eines neuen Spielsystems, verpasst. Da so etwas natürlich vor allem Zeit benötigt, dauerte es etwas, bis sich der Erfolg auch in Form von Ergebnissen widerspiegelte. Dennoch muss hieran weiter gearbeitet werden, denn Verbesserung ist ein fortlaufender Prozess, der nicht von jetzt auf gleich greift, sondern die angesprochene Zeit benötigt", fügt der Trainer Max Merken bei.

An der Konstanz arbeiten

Merken möchte an einer Sache in der Rückrunde gründlich arbeiten und zwar an der Konstanz: "Zum Glück sind wir von schwerwiegenden Verletzungen verschont geblieben, daher eine durchweg ansprechende Trainingsbeteiligung und als Team zu einer echten Einheit zusammen gewachsen. Und wie bereits beschrieben, ist unser Lernprozess noch lange nicht abgeschlossen. Es muss noch etwas mehr Konstanz her, was jedoch auch dem extrem jungen Durchschnittsalter unseres Teams geschuldet ist. Dafür ist auch die Kommunikation ein Punkt, an dem wir arbeiten müssen."

Personelle Veränderungen? Nur durch die eigene Jugend

"Unser interner "Spieler der Hinrunde" Niklas Rausch wird uns bis zum Sommer hin vermutlich fehlen, Trainings- sowie wahrscheinlich auch Spieltechnisch, da er beruflich (Bundespolizeiakademie) nach Lübeck muss. Dazu gekommen sind Maximilian Avramov (aus der Jugend reaktiviert) und Joshua Liepold (ehemals JFV Hohenstein). Des Weiteren ist Manuel Jürgens (A-Jugend) ab Februar 2019 spielberechtigt", geben Merken und Dick bekannt.

Momentaufnahme

Die zwei Verantwortlichen der SGL geben folgendes Ziel für das Jahr 2019 vor: "Oberstes Saisonziel ist und bleibt natürlich der Klassenerhalt. Dieses Ziel zu erreichen, wird angesichts der finanziellen Möglichkeiten und den damit einhergehende Verstärkungen anderer Vereine, schwer genug. Die bisherige Tabellensituation ist nur eine Momentaufnahme, daher wird die Mannschaft und der Trainer voll fokussiert bleiben müssen. Das Spielsystem weiter zu verinnerlichen und kontinuierlich zu verbessern, ist natürlich trotzdem ein fester Bestandteil. Dazu gehört es vor allem, weniger Gegentore zu bekommen. Im Pokal hingegen, würde das junge Team gerne weiterhin für Furore sorgen."