
Wie geht es nach der Abmeldung vom Spielbetrieb für die Profis von Türkgücü München weiter? Wechsel zum Lokal-Rivalen TSV 1860 München werden laut.
München - Das mediale Echo auf den Drittliga-Abzug von Türkgücü München war immens - auch Ex-Torwarttrainer Michael Hofmann gab öffentlich seinen Unmut preis. Den Anhängern des TSV 1860 München hingegen dürfte der Drittliga-Rückzug vom Stadtkonkurrenten Türkgücü München* auf vielerlei Hinsicht gefreut haben. In der Liga wurde den Löwen nach der Spiel-Annulierung des ehemaligen Kivran-Klubs nur ein Punkt abgezogen. Andere Mitaufstiegsaspiranten traf es deutlich härter: der 1. FC Saarbrücken verlor nach seinen beiden Siegen somit sechs Punkte - und Tabellenplatz drei. Von diesem Relegationsplatz trennen die Sechzger nur noch drei Zähler - direkte Duelle gegen Saarbrücken, Osnabrück und Magdeburg stehen zudem noch aus.
Des Weiteren dürften sich die Vereinsverantwortlichen des TSV in dieser Zeit auch vermehrt mit teils interessanten Spielern von Türkgücü München beschäftigen. Während sich der Klub entscheiden muss, wie es weitergeht und ob eine Spielberechtigung oberhalb der C-Klasse beantragt wird, beschäftigen sich die Spieler mit ihrer Zukunft. Zum 1. April sind die Akteure vereinslos - und schauen sich nach einer Alternative um. Und werden zum Teil mit dem Lokalkonkurrenten aus Giesing in Verbindung gebracht.
Hinter Tim Rieder beispielsweise steht ein großes Fragezeichen - bald womöglich aber auch ein dickes Ausrufezeichen. Der Dachauer liebäugelte bereits im Winter mit einer Rückkehr zu den Blauen. Damals unterband der Verein um Geschäftsführer Max Kothny aber noch einen Transfer. In der Abendzeitung bekräftigte der 28-Jährige erneut seine Haltung zu den Sechzgern: „Jeder weiß, wie ich zu den Löwen stehe. Der Kontakt ist nie abgerissen. Ich hoffe, dass man zusammenkommt.“ Ob es für Rieder in München sportlich weitergeht, ist noch ungeklärt. Was aber für ihn und viele seiner Kollegen nun aber feststeht: „Ich bin zum ersten Mal in meiner Karriere ablösefrei, also würde für einen anderen Verein nichts im Wege stehen.“
Neben Tim Rieder sind weitere Kicker ablösefrei auf dem Markt. Neben talentierten jungen Spielern wie Torwart Michael Wagner oder Luis Jakobi könnte auch der eine oder andere Leistungsträger die Farben in diesem Sommer wechseln. Der Münchner Albion Vrenezi sowie Abwehrchef Alex Sorge werden bei „dieblaue24“ als heiße Kandidaten gehandelt, aber auch ein Engagement weiterer Spielern sei denkbar. Außerdem könnte sich Stamm-Keeper Franco Flückiger in den Fokus von Günther Gorenzel und Co. pariert haben. Der 31-Jährige war unter Trainer Andreas Heraf Stammkeeper und zeigte starke Paraden. (Paul Ruser) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA