2024-06-19T10:33:50.932Z

Allgemeines
Christian Seidl zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Torjägern in Niederbayern.
Christian Seidl zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Torjägern in Niederbayern. – Foto: Harry Rindler

Meine Top-Elf: "Staubsauger", "Pferdelunge" und ich selber

Christian Seidl vom Bezirksligisten FC Künzing hat gewählt! Und präsentiert uns die Top-Elf seiner Karriere +++ "Adrian Gahabka ist ein absolutes Tier" +++ Prominentes Trainertrio nominiert

Im Laufe einer langen Fußballer-Karriere trifft man den einen oder anderen besonderen Menschen, mit dem man gemeinsam auf dem Platz um Punkte kämpft. Wir lassen in der neuen FuPa-Serie "Meine Top-Elf" ab sofort Spieler zu Wort kommen, die ihre elf Akteure vorstellen, die bei ihnen nachhaltig Eindruck hinterlassen haben - egal ob sportlich oder gesellschaftlich. Heute stellt Künzings Goalgetter vom Dienst Christian Seidl (25) sein persönliches Dreamteam zusammen.



Torwart:
Markus Schöller
(SV Schalding-Heining): "Kurz und knapp: meiner Meinung nach der mit Abstand beste Keeper in Niederbayern!"


Abwehr:
Maximilian Bauer (FC Künzing): "Robust, schnell, im Zweikampf bärenstark. Außerdem braucht man im Team einen, der weit einwerfen kann."

Adrian Gahabka (FC Dingolfing): "Ein absolutes Tier. Kopfballstark, beidfüßig und im Zweikampf eigentlich unschlagbar. Es ist fast unmöglich an ihm vorbeizukommen."

Daniel Seidl (FC Künzing): "Obwohl er mein Bruder ist, bin ich froh, dass er in meinem Team spielt (schmunzelt). In der Jugend habe ich zusätzlich zu meinen Spielen auch immer noch in seinem Jahrgang mitgekickt."


Abklatschen unter Brüdern: Daniel und Christian feiern eines der vielen Tore.
Abklatschen unter Brüdern: Daniel und Christian feiern eines der vielen Tore. – Foto: Bernhard Enzesberger



Mittelfeld:
Josef Eibl (TSV Seebach): "Ein absoluter Führungsspieler, der dir immer die richtigen Kommandos mit auf den Weg gibt. Wenn die Partie zu kippen drohte, ist er voran gegangen."

Albert Krenn (SV Hutthurm): "Der beste Staubsauger, den ich kenne mit einer unglaublichen Pferdelunge. Wenn er vorne rechts den Ball verloren hat, war er fünf Sekunden später schon wieder hinten links und hat den Zweikampf gewonnen."

Stefan Zitzlsperger (FC Künzing): "Ein Spieler, mit dem ich seit der F-Jugend zusammen spiele. Einer, der für dich durchs Feuer geht und mich immer aufgemuntert und stets zu mir gehalten hat, wenn es bei mir persönlich nicht gelaufen ist."

Vincenz Heringlehner (FC Künzing): "Ebenfalls ein Spieler, mit dem ich schon seit klein auf zusammen spiele. Er ist der beste Techniker bei uns. Außerdem verstehe ich mich mit ihm blind, sodass er mir wahrscheinlich die Hälfte meiner Tore aufgelegt hat."

Sturm:
Markus Gallmaier (SV Schalding-Heining): "Der kompletteste Stürmer, den ich kenne. Sein Antritt und seine Dynamik sind unglaublich. Einer, der immer Vollgas gibt."

Alexander Wittenzellner (FC Künzing): "Ein überragender Fußballer und ich bin wirklich heilfroh, dass er seit dieser Saison endlich für den FCK aufläuft. Er ist seit Jahren einer meiner besten Kumpels und das spiegelt sich auch auf dem Platz wieder, weil wir uns für diese kurze Zeit schon fast blind verstehen."

Christian Seidl (FC Künzing): "Wenn ich schon diese Truppe zusammenstellen darf, möchte ich natürlich selbst auch mit dabei sein."



Trainer:
Robert Rothmeier (U19 FC Künzing): "Eher der Kumpeltyp, der aber immer nie etwas Negatives gegenüber seinen Spielern sagen würde. Der Erfolg, den wir unter ihm hatten, spricht für ihn."

Thomas Prebeck (FC Künzing): "Eher der etwas professionellere Trainer, bei dem Taktik mehr im Vordergrund steht. Trotzdem ist er die perfekte Mischung zwischen Freund und Trainer."

Stefan Köck (SV Schalding-Heining): "Im Gesamtpaket wahrscheinlich der kompletteste Trainer, der aber natürlich in der Regionalliga andere Möglichkeiten hat."



Zur Person:
Christian Seidl begann bereits im zarten Alter von vier Jahren mit dem Fußballspielen in der F-Jugend des FC Künzing und kickte nahezu regelmäßig immer in zwei Teams parallel - in seinem eigenen Jahrgang und in dem seines Bruders Daniel. Im zweiten Jahr als C-Jugendlicher wechselte er dann kurzzeitig zur SpVgg GW Deggendorf, die er jedoch nach nur eineinhalb Jahren wieder für seinen Heimatverein verließ.

Sobald er für den Seniorenbereich spielberechtigt war, rückte Seidl in die erste Mannschaft auf und erzielte in seiner ersten Spielzeit 2012/13 in der Kreisklasse Deggendorf satte 32 (!) Treffer in 25 Partien. Quasi nebenbei kam er auch in der U19 Bezirksoberliga auf 29 Einschüsse in 19 Spielen. In der darauffolgenden Saison schoss der Angreifer seine "Römer" trotz eines Kreuzbandrisses mit 16 Buden in ebenso vielen Matches in die Kreisliga. Dort netzte er in 29 Einsätzen gleich 37 Mal ein und hatte damit entscheidenden Anteil am Durchmarsch des FCK in die Bezirksliga, wo er im Jahr darauf erneut unglaubliche 36 Saisontore erzielte.

Allerspätestens jetzt hatte Seidl natürlich Begehrlichkeiten von Topklubs aus ganz Ostbayern geweckt, allerdings wagte er nach einer weiteren Bezirksligaspielzeit mit 24 Toren erst 2016 den Sprung zum SV Schalding-Heining. Für den Regionalligisten kam er auf 42 Spiele, in denen er 13 Treffer markierte. Als er sich bereits für eine Rückkehr nach Künzing entschieden hatte, zog sich der damals 24-Jährige gegen Ende der Saison 2017/18 allerdings erneut einen Kreuzbandriss zu. In der laufenden Runde steht Seidl mit seinem FCK auf Rang vier in der Bezirksliga Ost und persönlich bei 24 Treffen. Insgesamt lautet seine eindrucksvolle Bilanz im Seniorenbereich: 192 (!) Tore in 197 Spielen.


Aufrufe: 024.4.2020, 12:30 Uhr
Tobias WittenzellnerAutor