
Der mittlerweile 31-Jährige kann auf eine beeindruckende Vita als Kicker zurückblicken. In Sachsen-Anhalt trug Rode unter anderem die Trikots von Germania Halberstadt, dem VfL Halle 96 und Blau-Weiß Zorbau. Regionalliga-Fußball erlebte der Mittelfeldspieler allerdings beim SV Babelsberg 03, dem Torgelower Greif und dem Traditionsverein BSG Chemie Leipzig. Zur Top-Elf:
Tor:
Edu Calvo: "Edu ist bei Atletico Madrid und Rayo groß geworden und bei uns in Leipzig gelandet, ein riesen Typ und guter Freund. Wir teilen auch viele gemeinsame Erfahrungen und sehen und regelmäßig in Deutschland oder Spanien. Auf dem Platz wollte er immer den mitspielenden Torwart abgeben mit viel Spielverständnis, manchmal stand er aus dem Nichts bei langen Bällen hinter mir und Gerald, da waren wilde Aktionen auf dem Platz dabei. Trotzdem ein richtig guter Keeper mit vielen Safes auf dem Platz, wodurch wir paar Punkte gewinnen konnten."
Abwehr:
Patrick Selle: "Ich glaube vom Fußballerischen würde Sella nicht unbedingt ist Team passen, er ist ein Arbeiter, sehr unangenehm im Zweikampf. Vielleicht war der Ball nie sein bester Freund, aber man konnte sich auf ihn auf dem Platz verlassen. Würde ich ihn nicht erwähnen, wäre er mir sicherlich böse. Wir kennen uns mittlerweile seit 12 Jahren, sind ziemlich gut befreundet und treffen uns fast wöchentlich. Er ist ein riesen Typ, feiner Kerl und guter Freund."
Gerald Muwanga: "Ähnlich wie bei Sella! Gerry ist ein guter Freund und ehemaliger Mitbewohner, wir verbringen auch heute noch viel Zeit miteinander in Leipzig. Auch ihm wurde der Fußball nicht mit in die Wiege gelegt. Wir haben drei Jahre nebeneinander als Innenverteidiger auf dem Platz gestanden und gut zusammengearbeitet, denke ich. Aufgrund seiner Größe konnte ich alle hohen Bälle ohne schlechtes Gewissen an ihn übergeben, da er so ziemlich alles aus der Luft geholt hat und ich ungern zum Kopfball gehe. Leider waren wir beide auf den ersten Metern nie die schnellsten und mussten Sicherheitsabstand zum Gegner halten, worüber wir des Öfteren lachen mussten."
Robert Rode: "Mein Bruder ist ein solider talentierter Spieler mit vielen guten Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten auf dem Platz. Leider hatte er nie die Möglichkeit oder Chance, auf dem richtigen Platz zu stehen. Im Fußball muss man bei Spielglück viele Faktoren mit einbeziehen, die für einen persönlich förderlich sind. Der richtige Zeitpunkt, die passende Bühne oder das passende Umfeld ist wichtig, leider war dies nicht gegeben. Vielleicht wurde er als ruhiger und akzeptierender Spieler unterschätzt, aber es hätte definitiv für tolle Spiele mit vielen Zuschauern gereicht. Aber er war auch nicht hartnäckig genug und wollte sich nicht mit unbedingtem Willen durchsetzen. Ich war viel unterwegs im Fußball und bin froh, meinen Bruder seit vier Jahren an meiner Seite zu haben, auf und neben dem Platz. Als ich ihn damals nach Leipzig geholt habe, standen wir ein Jahr zusammen auf dem Platz, dann bin ich zu Chemie gewechselt. Zum Ende meiner aktiven Tage auf dem Platz bin ich glücklich darüber, ihn neben mir auf dem Platz zu haben und gemeinsam noch zwei drei erfolgreiche Jahre in Zorbau zu verbringen."
Mittelfeld:
Kai Druschky: "Ich habe schon einige Top-Elf-Teams von anderen gesehen, fast immer wurde Kai erwähnt, aber keiner kennt ihn so wie ich. Kai hat einen unfassbaren Fuß, extrem mutig im Spiel zum Tor, immer für eine entscheidende Plussituation zu haben. Er konnte Spiele in der Gegnerhälfte aus dem Nichts entscheiden, wenn es mies lief, hat er es geregelt. Kai hatte das notwendige Talent, aber leider nie die Einstellung zum Geschäft gefunden. Ich habe Kai vor neun Jahren kennengelernt, er kam von Union-Berlin-U19 ins Karli zu Babelsberg als Torschützenkönig der Bundesliga Nordost. Er hatte wenig Spielzeit, aber war Liebling der Fans. Als ich erfuhr, dass er in Oschersleben gelandet ist, konnte ich es kaum fassen. Ich habe ihn nach Leipzig geholt, er spielte eine riesen Saison, ging nach Essen und verletzte sich schwer. Wieder bei uns im Team, ging es aus privaten Gründen nach Italien. Ein Jahr später war ich bei Chemie und wir brauchten eine Waffe, daher kam Kai wieder nach Leipzig und wird durch sein Tor zum Sieg gegen Regensburg in Leutzsch unvergessen bleiben. Fußball findet aber auch zwischen den Ohren statt. Er lebt jetzt in London und hat den Fußball hinter sich gelassen. Wir haben ständigen Kontakt und er ist in allen WhatsApp-Gruppen im Freundeskreis vertreten. Ich kenne Kai auf und neben dem Platz zu gut. Eine Legende!"
Boca Djumo: "Bocatelli war der Schrecken aller Defensivspieler, extremes Selbstvertrauen und mutig auf dem Platz. Bei Inter Mailand das Spiel gelernt und dementsprechend sein Talent auf dem Platz abgerufen, aber leider auch hier wurde ein Talent verschenkt. Auch er war immer für eine Spielentscheidung gut. Privat musste man ihm öfter den Kopf schütteln, er wusste wie gut er ist und hatte nicht die entsprechende Demut zum Spiel. Auch hier war die Einstellung nicht da, um die großen Stadien zu bespielen."
Marcelo Franceschi: "Wenn man sich einen brasilianischen Bolzplatz Kicker vorstellt, dann sehe ich ihn. Mit seinen 165 Zentimetern nicht vom Ball zu trennen und immer anspielbar. Es war nicht möglich, den Ball zu erobern, da er durch seine Wendigkeit und Technik einfach zu schnell ist. Man kann ihn aus vier Metern anschießen, er macht die Kugel fest. Leider fehlte ihm der Zug zum Tor und das Spiel gegen den Ball. Es hat Spaß gemacht, mit ihm auf dem Platz zu stehen, er konnte einem zeigen, dass man ein Holzfuß ist."
Dong-min Kim: "Dong-min kenne ich mittlerweile seit sieben Jahren, wir haben wenig Kontakt, aber trotzdem finde ich seine persönliche Entwicklung beeindruckend. Ich habe ihn damals als jungen, kaum sprechenden Spieler kennengelernt. Er war immer unauffällig, hatte den nötigen Respekt, unheimlich wissbegierig und Demut vor dem Spiel und Mitspielern. Mittlerweile ist er ein absoluter Leader, auf den immer verlass ist und eine Mannschaft führt."
Angriff:
Ladule Lako Losarah: "Ladule ist ein großartiger Mensch, seine Einstellung zum Spiel und Leben war bzw. ist für jedes Team eine riesen Bereicherung. Auf dem Platz war er einer der unangenehmsten Gegenspieler, durch seine Größe und Physis konnte er unfassbar seine Gegenspieler binden. Im Training bei kleinen Spielformen auf engen Raum habe ich freiwillig die Seite gewechselt, da das Verletzungsrisiko zu groß war. Aktuell ist er in den USA als Coach tätig, wir sehen uns immer noch jedes Jahr in den USA und Deutschland."
Süleyman Koc: "Wir haben ein Jahr zusammen in Babelsberg gespielt, er hatte zu dem Zeitpunkt eine unfassbare Vergangenheit. Er war ein Unterschiedsspieler, mit seinen Aktionen konnte er das Spiel verändern. Sein Ballannahme und -mitnahme ohne Tempoverlust waren unglaublich, durch seinen tiefen Körperschwerpunkt, Wendigkeit und Zielstrebigkeit ein Schlüssel zum Erfolg. Zum Glück hat er noch die Chance bekommen, Bundesliga zu spielen und kickt aktuell bei Adana Demirspor."
Maximilian Zimmer: "Maximilian war ein unfassbar talentierter Spieler, der leider nicht das nötige Spielglück im Geschäft hatte. Bei Hertha groß geworden und alle U-Nationalmannschaften durchlaufen, leider haben ihn zwei Kreuzbandrisse dann viel Zeit geklaut. Er konnte durch gute Leistungen in Babelsberg wieder auf sich aufmerksam machen und über Kaiserslautern und Cottbus nochmal tolle Fußballmomente erleben. Ein sehr kreativer und fordernder Spieler. Leider hat er sich den dritten Kreuzbandriss letztes Jahr zugezogen und musste relativ früh die Schuhe an den Nagel hängen. Wir haben viel Zeit außerhalb vom Platz in Berlin zusammen verbracht und verrückte Momente verlebt. Ein riesen Typ und für jede katastrophale Idee zu haben."
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